Gratulation zum Platz an der Krippe!

Eigentlich ist das Jahr über nicht so eine fromme Atmospäre in unserem Grossraumbüro. Es wird halt gearbeitet… Nur manchmal entstehen während einer Kaffeepause oder danach noch persönliche Gespräche. Um so mehr freute ich mich, als wir kurz vor Weihnachten untenstehende Mail von unserem Chef bekamen, der sich wiederum auf eine Geschichte bezog, die ihm ein ihm schon länger bekannte Professor zusandte.

Das mit der Gratulation hat mich beeindruckt – und auch die Offenheit, mit der unser Chef über das Ereignis von Jesu Geburt schrieb.

Und ich möchte alle, die in diesen Tagen hier vorbeisurfen, daran teilnehmen lassen.

Frohe Weihnachten und: Gratulation zum Platz an der Krippe!

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

Untenstehende Zeilen von Prof. K. H. (ETHZ) möchte ich euch nicht vorenthalten. Sie mögen euch einstimmen in das nahende Weihnachtsfest.

Ich möchte euch nochmals ganz herzlich danken für die vergangene harmonische und erfolgreiche Zusammenarbeit mit euch.

Ich gratuliere euch allen für euren Platz  an der Krippe und wünsche euch ein besinnliches und gesegnetes Weihnachtsfest sowie  eine guten Rutsch ins neue Jahr.

Mit lieben und dankbaren Grüssen, J.

Das Krippenspiel – wie eine Holzfigur zu “predigen” anfing

Meine drei unverheirateten Tanten lebten zusammen in einem Haushalt. Mit ihren unterschiedlichen Gaben ergänzten sie sich wunderbar. Sie hatten Kinder besonders gern. Durch sie gewann ich die Bibel lieb, denn sie lebten ihren Glauben sehr.

So war es ganz natürlich, dass meine fünf Geschwister und ich oft bei ihnen waren. Auch als wir erwachsen und verheiratet waren, änderte sich nichts an der Herzlichkeit. An Weihnachten luden sie uns alle ein und wir genossen die gewohnten Traditionen. Tante Hanna war zuständig für das Aufstellen der Weihnachtskrippe. Jedes Jahr genau gleich: wunderschöne naturbelassene Holzfiguren fanden einen Platz an der Krippe. Es bestand eine feste „Rangordnung“ für die Nähe zur Krippe.

So grosszügig manches andere gehandhabt wurde, bei der Krippe galt: Nur anschauen! Nicht anfassen oder gar spielen mit den Figuren! Wir befolgten dieses Gebot. Die Krippe kam uns irgendwie „heilig“ vor.

Eines Tages begab es sich, dass unsere Tochter Dorothea allein in der Weihnachtszeit bei den Tanten war. Sie mag wohl sieben Jahre alt gewesen sein. Und was geschah? Die Krippenszene wurde tatsächlich umgestellt. Tante Hanna hat nicht geschimpft, sondern gefragt: „Warum stellst du die Figuren um? Du weisst doch, dass ich das nicht gern habe.“ Dorothea schaute die Tante gross an und antwortete treuherzig: „ Aber das muss doch so sein. Dieses Mädchen mit dem Zopf bin doch ich. Und ich möchte doch ganz nahe beim Jesuskind sein und gehöre deshalb hier an die Krippe!“

Eine so kurze, treffende Predigt hatte Tante Hanna noch nie gehört. Sie nahm Dorothea in den Arm und konnte nur sagen: „ Ja, und ich gehöre auch dort hin!“

Ab jenem Jahr wurde die traditionelle Aufstellungsweise verändert. Das Mädchen bekam den Ehrenplatz an der Krippe und „predigte“, worauf es im Leben wirklich ankommt: nah bei Jesus zu sein.

Traude Burkhardt, (leicht gekürzte Version) Quelle: textlive.ch

[Originalpost]

Foto: A. Meissner



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