Wenn der Brieffreund hingerichtet wird

Todesstrafe – Gabi Uhl hat sehr spezielle Brieffreunde: Mörder. Sie schreibt Menschen, die in Texas im Todestrakt sitzen. Zweimal hat sie erlebt, wie ein Freund hingerichtet wurde.

Clifford Boggess stirbt an seinem 33. Geburtstag. „Ich liebe euch“, sagt er noch zu seinen Freunden, dann dreht er den Kopf zur Seite. Drei Chemikalien fließen über eine Kanüle, die zuvor ein Justizbeamter gelegt hat, in seinen Körper. Das erste Mittel betäubt ihn; er schläft ein. Das zweite Mittel lähmt seine Atemmuskeln. Ein leises, schnarchendes Rasseln ist zu hören, als die Luft aus seinen Lungen entweicht. Das dritte Mittel lähmt sein Herz. Niemand weiß, ob Clifford Boggess Schmerzen hat, als das Gift durch seine Adern strömt. Niemand weiß, was seine allerletzten Gedanken sind, bevor er stirbt. > mehr.

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Kommentare

Ein Kommentar zu „Wenn der Brieffreund hingerichtet wird“

  1. Die vergessenen Opfer: Familien von Todeszelleninsassen

    Reportage
    Celia McWee trauert um ihren Sohn. Oft trauert sie allein, weil andere ihr Leiden als nicht gerechtfertig ansehen. Celia McWees Sohn war ein Mörder. Er wurde hingerichtet.
    Celia McWee, 83, freute sich 13 Jahre lang auf jeden Samstag. Es war der schönste Tag der Woche für sie, da sie sich an Samstagen immer schön für ihren Besuch am Sonntagmorgen machte. Doch sie ging nicht zur Kirche. Sie besuchte das Staatsgefängnis. Sie fuhr drei Stunden von Augusta, Georgia nach Ridgeville, South Carolina, um ihren Sohn Jerry McWee zu besuchen. mehr: http://www.evangelisch.de/themen/gesellschaft/die-vergessenen-opfer-familien-von-todeszelleninsassen7680

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