The „Making Of“ – Kreativität entdecken

Manchmal wundere ich mich selbst, wie die Artikel auf Cafe Inmeinerstrasse entstehen und wie die Ideen für diese Artikel zu mir fliessen. Manche Artikel schlummern schon seit Jahren in mir. Andere Artikel entstehen in einem längeren Prozess. Nur wenige Artikel haben direkt mit mir als Privatperson zu tun.

Hier ein kleines Beispiel, das für viele andere stehen könnte. Für das Schreiben des Artikels „Was hat Dr. Gott Herrn Elia in seiner Erschöpfungsdepression verordnet? habe ich für das eigentliche Schreiben nicht wesentlich mehr als eine Stunde gebraucht. Doch der Inhalt des Artikels ist in einem längeren Prozess entstanden. Eigentlich hat es schon letztes Jahr begonnen als immer mehr depressiv vestimmte Menschen in mein Blickfeld kamen.

Vor ein paar Wochen habe ich dann die Geschichte über Elia in 1. Könige 19 gelesen. Eigentlich hatte ich beim Lesen mehr Fragen als Anworten. Irgendwie aber merkte ich, dass der Text zu mir redet und Gott mir etwas sagen will. Sporadisch dachte ich über die Aussagen nach und betete darüber.

Am Wochenende bevor ich den Artikel geschrieben habe, kam dann ein Gast bei uns vorbei, mit dem ich längere Zeit über seine Gefühlsschwankungen sprach und was die ersten Schritte für diese Person sein könnten, depressive Verstimmungen abzulegen. Irgendwann kamen wir dann auf das Thema „Tanzen“ und haben uns darüber amüsiert. Beim Reden war es, als ob ich treffende Worte der Erkenntnis für diese Person habe.

Am nächsten Morgen habe ich dann jemand anderen besucht und bin dorthin eine längere Strecke zu Fuß gegangen. Auf dem Rückweg kam erst ein Gedanke und dann ein ganzer Gedankenschwung. Vor meinem inneren Auge stand plötzlich ein Gerüst eines Artikels. Konkret ausdrücken hätte ich es allerdings noch nicht können. Mit Bestimmtheit wusste ich eigentlich nur, dass der Artikel „Dr. Gott und Herr Elia“ heissen würde.

Zuhause angekommen, setzte ich mich sofort an den Computer. Ich merkte, wie sich die Ideen und Gedanken beim Schreiben zu sinnvollen Aussagen verbanden und das Gerüst immer mehr Gestalt annahm.

Auch die Artikel in den Tagen danach waren im Grunde genommen dann die Fortsetzung des Gesprächs und des ganzen Prozesses, den ich beschrieben habe.

Diese kreativen Prozesse machen Spass und brauchen Zeit. Mich begeistert immer wieder, dass die Artikel aus dem Zusammenfliessen von praktischen Erfahrungen und dem Studium des Wortes Gottes entstehen. Kleine Auslöser und Ideen aus dem Alltag reichen dann aus, damit etwas Neues entsteht.

Ich hoffe, dass diese Beschreibung des „Making of“ meiner Artikel euch ermutigt, auch eure gottgebene Kreativität auszuleben und zu entdecken. Vielleicht ist ein Tagebuch zu beginnen, ein guter Schritt dazu.

Wie immer würde ich mich freuen, wenn ihr mir über eure Erlebnisse zum Thema „Kreativität“ schreibt. Wer weiss, vielleicht wird der eine oder andere Gedanke aus euren Emails ein Auslöser für weitere Artikel auf Cafe Inmeinerstrasse sein.

Günther, Cafe Inmeinerstrasse

PS: Natürlich bin ich nicht immer in diesem kreativen Fluß. Dann greife ich auf mein Ideenjournal zurück, in dem ich fleißig Ideen für spätere Artikel sammle. Von Zeit zu Zeit inspirieren mich auch Träume zu Artikeln.


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Kommentare

Ein Kommentar zu „The „Making Of“ – Kreativität entdecken“

  1. Hallo Güther,

    das Thema „Kreativität“ ist wie ich denke weit mehr, als nur Einfälle, kreative Prozesse in Beruf und Alltag, die mir Spaß machen. Denn allein der Spaß, die Lust, die auch Du bei kreativer Leistung empfindest, lässt mich auf eine All-umfassende Antriebskraft schließen, die unsere Väter Gott nannten und die ihn uns im lebendigen Prozess allen „natürlichen“ Werdens immer wieder neu offenbart.

    Hinter dem Verständnis der Kreativität und kreativer Umsetzung verbirgt sich m.E. ein Schlüssel zu einem völlig neuen Schöpfungs- bzw. Gottesverständnis, das dem des gesetzten Wortes bzw. der Bibel entspricht, dieses in lebendiger Weise belegt.

    Kreativität (=Schöpfung) wird von der zeitgemäßen Natuwissenschat nicht nur im gesamten Kosmos beschrieben, sondern von der modernen Evolutionslehre im Fluss allen Lebens als umfassende Welterklärung, die auch für die Kultur bzw. menschliche Erkenntnis gilt.

    Nach jahrelanger Auseinandersetzung mit dem anfänglichen christlichen Denken (teilweise nachzuvollziehen unter http://www.theologie-der-vernunft.de) bin ich mir sicher, dass in der wissenschaftlich beschriebenen Kreativität der lebendige Logos bzw. Jesus des NT lebt, zeitgemäß wahrgenommen werden und genau die Wirkung entfalten könnte, die auch in antiker Glaubenswende war, in biblischen Bildern beschrieben ist.

    Die nach wie vor bestehenden Gegensätze zwischen Glauben und Wissen zu überwinden, nicht indem das Wissen nicht verneint oder einem gesetzten Designer zuliebe Buchstabenkreationistisch verdreht wird, wäre das nicht kreativ? (D.h. dem schöpferischen Willen gerecht.)

    Das Wissen als lebendiges Wort des altbekanten Gottes wahrzunehmen, könnte das dann nicht echter Kreationismus sein?.

    Kreative Geister sind gesucht, die dem Sohn Gottes wieder zum Gesicht verhelfen: Das logische evolutionäre Werden, den inzwischen von der Wissenschaft artikultierten ganz natürlichen Sinn allen Seins und die und daraus abzuleitende Weltvernunft (was wir eigentlich wissen ohne uns daran zu halten), was für das Wohl der gemeinsamen Zukunft vernünftig wäre, als schöpferische Bestimmung, ewiges Wort zu verstehen: Ein Wort, das nicht nur verantwortlich macht, sonder im aufgeklärten christlichen Kult auch die dafür begeistert, die heute als Naturalisten denken Gott ablehnen zu müssen.

    Gerhard Mentzel

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