Der Fall Darwin

evolution-orfield-photography-flickrWie viel kann die Kenntnis der Struktur und der Veränderungsmöglichkeiten der DNA, die wir heute haben, dazu beitragen, die Erklärungskraft der Evolutionstheorie zu verbessern? – Noch entscheidender als die Veränderungsmöglichkeiten der DNA, die Variabilität auf der Ebene der Erbsubstanz, ist die Umsetzung dieser Veränderung der Erbsubstanz auf den Phänotyp, auf die Erscheinungsweise des Lebewesens. Denn Selektion spielt sich mit Lebewesen ab. Diese beiden Ebenen sind heute sehr stark im Fluss. > mehr

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Kommentare

2 Kommentare zu „Der Fall Darwin“

  1. Leider war es mir nicht möglich, an der Veranstaltung mit Christian Kummer teilzunehmen. Mit Spannung lese ich gerade sein Buch.

    Ein Seminar zum Thema Evolution und Schöpfung des „Forum Grenzfragen“ im vergangenen Jahr hat mich veranlasst Papst Bendedikt zu bitten, die schöpferische Vernunft, um die es nach seiner Sichtweise beim historischen Jesus geht, auf wissenschaftliche Weise in der modernen Evolutonslehre hinterfragen zu lassen. (Der unter der angegebenen Homepage zu findendende Brief ist völlig ernst gemeint .)

    Vor mir liegt die „Zeitschrift für Neues Testament“, in der das Johannesevangelium das Haupttehma ist, nach aktueller Theologensicht u. A. als ebenso historisch und theologisch wie die anderen Evangelien nachgewiesen wird. Doch geht bei Johannes hier nicht eindeutig um den Logos, die schöpferische Vernunft, wesewegen das 4. Evangelium bisher als unhistorisch ausgemustert wurde?

    Und wird hier nicht gesagt, dass ohne den Logos bzw. den Sohn nichts über Gottvater gesagt werden kann. Nur durch den Logos der Abfall vom lebendigen Schöpfer bzw. die Sünde überwunden wird?

    Doch geht selbst Christian Kummer, bei dem sich Evolutionslehre und biblischer Schöpfungsglaube nicht ausschließen, vom Logos allen Lebens aus, der in der Antike nicht aus alten Mythen, sondern aus dem griechischen Monismus abgeleitet wurde?

    Oder gründet auch sein Schöpfungsglaube auf biblischen Buchstaben, alten Mythen? Seht nicht selbst dort, wo über Evolutionslehre als mögliche Schöpfung diskutiert wird, meist weiter die Suche bzw. der Beweis von Gott bzw. dem Vater selbst im Vordergrund? Statt den Sohn, die Prinzipien allen Werdens (die nicht nur in Alexandrien als Christus gesehen wurden) als einzigen Weg zum Schöpfer zu sehen. Wie dies nicht nur aus Johannes, sondern dem gesamten NT und letztlich auch dem AT, das vom Wort spricht, abzuleiten wäre?

    Hat Kummer recht wenn er sagt: Wir können die Bibel ernst nehmen (m. E. statt einem gutherzigen Wanderguru den in der Gestalt Jesus biblisch beschriebenen Logos und seine Bedeutung für einen Glaubenswandel in der Antike und ewig wandelndes Schöpfungsbewusstsein hinterfragen) oder wörtlich?

    Gerhard Mentzel

  2. Inzwischen habe ich Kummers Buch weitgehend durchgearbeitet und bin begeistert.

    Doch letztlich bezieht sich selbst der von Teilhard de Chardin begeisterde Naturphilosoph, der völlig außerhalb eines buchstäblichen Kreationismus nachdenkt, nur auf den vorgesetzten bzw. biblischen Gott. Ein altes Gerücht vom einen Schöpfergott, das selbst von der Theologie nur noch als Mythos in noch älteren Volksmärchen begründet wird.

    Wo letztlich bei buchstäblicher Lesweise der Glaubensgeschichte nur noch die leiblichen Kinder Noahs bleiben, die die alte Kunde vom einen Gott weitergegeben haben, die vorher einem jungen Abraham – wie er im Dokumentarfilm an Pfingsten so imponierend als junger Wilder zu sehen war – im nächtlichen Traum zuteile wurde. Von einem durchdachten Monotheismus in anfänglicher Glaubensaufklärung am Rande (im Exil) antiker Hochkulturen, die man mir heute als reales Geschehen wenige Jahrhunderte vor Jesus als Entstehung des Monothesimus beibringt, ist dann nichts zu sehen. Die gesamte Theologie, die sich im A und NT zeigt, bleibt dann ohne Bedeutung.

    Reicht es, wenn wir Jesus als Christus wie einen mystisch vorgesetzten Gott hinstellen und denken, die Logosbezeichnung sei nur ein weiter Hoheitstitel für eine mystische Lehre bzw. den jungen Menschengott oder eine philosophische Einfärbung. Wird dies dem Wandel vom Mythos zum Logos gerecht, wie er als Wesen des NT gelehrt wird. Oder machen wir so das im antiken Paradigmenwechsel gelöste Problem noch schlimmer?

    Warum kann die von Johannes und Co. Jesus genannte Logik/Vernünftigkeit allen Werdens, wie sie auch Kummer als kosmische Realität erklärt und die nach dem Evangelium der wahre Weg zum realen Schöpfergott und der Erkundung seines Willens wäre, nicht als lebendige Offenbarung des einen Gottes der Väter wahrgenommen werden?

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