Freunde schreiben:
B. und G. sitzen in ihren Pyjamas im Auto und haben gerade bei einer Stelle Nudeln und Brot bekommen. Es herrscht der totale Ausnahmezustand – 45.000 Menschen wissen noch nicht, wo sie die nächste Nacht verbringen werden. G. hat heute kurz in sein etwa 45 Jahre altes Haus hineingeschaut – es sind ordentliche Risse im Mauerwerk.
Am ärgsten hat es das nahegelegene Örtchen “Paganica” erwischt (zu deutsch “heidnisch”) – dort hat das Beben die Stärke 7.0 erreicht. Trotzdem waren es in L’Aquila auch 5.9 auf der Richterskala, und das Klavier von B. und G. wurde von der Wand in die Mitte des Zimmers befördert. Paganica ist praktisch völlig zerstört.
Das Krankenhaus in L’Aquila musste wegen baulichen Mängeln evakuiert werden – die Verletzten und Verwundeten sitzen im Freien herum. Während man bereits mit etwa 50 Toten rechnet werden 40 Menschen noch vermisst. Unter den Trümmern suchen Hilfsmannschaften.
Aus dem ganzen Land sind Hilfstruppen im Anmarsch, Christen aus dem Süden haben bereits Essen und evangelistische Literatur gebracht. Ein Christ aus der Gemeinde – Massimo – hatte einen Juwelierladen, der völlig zerstört wurde. Die Decke über seinem Geschäft ist eingebrochen und hat alles in Schutt und Asche gelegt. Leider ist das Ehepaar, welches über seinem Geschäft wohnte gestorben. B. und G. kannten sie.
Bitte betet für die vielen Menschen, die noch gesucht werden, für die Angehörigen der Todesopfer und für die Tausenden die eine Bleibe suchen. Autobahnen sind gesperrt wegen Rissen an Brücken, man kann nicht so einfach wohin fahren und bei Freunden übernachten. Betet auch für die Geschwister für das rechte Wort zur rechten Zeit!
Sicher sind auch unsere Hilfsmöglichkeiten begrenzt.
Aber beten – das können wir.
Betest du mit ?
Foto: A. Meissner



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