Wenn Gott schon mal aufräumt…

heuschrecke-gay-pixelioEs war die achte Plage: Heuschrecken.

Sie kamen, nachdem Mose seinen Stab ausgestreckt hatte und Gott einen Ostwind einen ganzen Tag und eine ganze Nacht wehen liess. Am Morgen wimmelte es grossflächig über ganz Ägypten. In der „Tagespresse“ war zu lesen, dass derartiges zuvor noch nie dagewesen wäre (2. Mo. 10,14)!

Und was die alles frassen! Eben – alles. Bodengewächse, Früchte an den Bäumen – sie liessen nichts übrig. Und bedeckten das ganze Land.

Wahrlich eine Plage. Kein Wunder, dass der Pharao Eilboten zu Moses und Aaron senden liess und diese reumütig anflehte, doch diesen Spuk zu beenden.

Mose ging dann von ihm hinaus, betete und tatsächlich, aus dem bisherigen Ostwind wurde ein Westwind, der die ganzen Insekten und Kahlfresser hochwirbelte und ins Schilfmeer pustete. Weg waren sie. Alle. Es heisst im Bericht ausdrücklich:

„Von ihnen blieb an allen Orten Ägyptens nicht eine übrig.“ (2. Mo. 10,19)

Ich habe keine Ahnung, wie Gott genau da aufgeräumt hat. Aber beim Lesen dieser Geschichte staune ich mal wieder, welche scheinbar kleinen Details dem göttlichen Schreiber wichtig sind, so dass er sie aufschreiben lässt…

Keine einzige Heuschrecke bleibt übrig. Das Land ist sauber, so, als hätte es nie diese Plage gegeben. Dabei war es nur Stunden her, dass sich diese Viecher überall tummelten. Es muss sowohl für die Ägypter als auch die Hebräer sehr eindrücklich gewesen sein, welche Macht Gott auch über Tiere hat. Er kann sie einfliegen lassen. Er kann sie aber auch wieder wegschicken, so dass das Land hinterher völlig „aufgeräumt“ ist.

Auch wir als Familie haben schon Zeiten gehabt, in denen unsere „Plagen“ so fundamental, so lebensbegleitend waren, dass wir es uns nie vorstellen konnten, dass dieser Spuk einmal vorbei sein könnte. Aber wenn wir heute zurückblicken, dann hat Gott später dort aufgeräumt und Befreiung geschenkt, so dass „keine einzige Heuschrecke“ übrigblieb. Und: Ich will auch für die Zukunft darauf vertrauen, dass Gott Umstände und Menschen so verändern kann, dass nur noch Staunen übrigbleibt…

P.S. In 2. Mo 14, als das Volk Israel nach Jahrhunderten Fronpflicht befreit wurde und Richtung Wüste zieht, wird es von der ägyptischen Armee verfolgt. Auch da tut Gott ein erneutes Wunder: Das rote Meer teilt sich und die Israeliten können da trockenen Fusses durchziehen. Die Verfolger allerdings müssen erleben, dass die Wasserfluten zurückkommen… In dem Zusammenhang wird auch berichtet, dass nicht einer von ihnen übrigblieb…

[Originalpost]


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Foto: gay / pixelio


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