Das wahre Christentum

Was ist nun das wahr von Gott gewollte Christentum?Im Laufe der 2000jährigen Kirchengeschichte gab es immer wieder Strömungen, die meinten, mit je ihrer Spezialansicht zum wahren Ursprung und zur wahren Bestimmung zurückzukehren.

In der Reformationszeit spaltete sich der Protestantismus von der Kath. Kirche ab. Keine Werkgerechtigkeit, sondern Gnade allein aus Glauben. So richtig das sein mag, aber sollte die Christenheit 1500 Jahre ausschließlich einen Irrweg bestritten haben?

Später kam die Täuferbewegung auf. Das wahre Christentum bestünde darin, dass nur bewusst zum Glauben gekommene Erwachsene getauft werden dürften.
Sollte die Christenheit also 1500 Jahre ohne wahre Taufe und ohne wahren Glauben ausgekommen sein?

Aus der Bewegung der Orthodoxie (=Rechtgläubigkeit) heraus entstand der Pietismus. Auch wenn daraus viel Gutes hervor gegangen ist wie z.B. Hauskreisarbeit, frage ich mich doch: Sollte die Christenheit bis dahin nicht rechtgläubig gewesen sein? War das kein wahres Christentum, das bis dahin nicht täglich in seiner eigenen deutschen Bibel gelesen hatte?

Die Pfingstbewegung betonte das Wirken des Heiligen Geistes. Wahres Christentum hat damit einen unbeschwerten Umgang wie in apostolischen Zeiten, mit Zungenrede, Prophetie etc.. Sollte die Christenheit also 1900 Jahre ohne den Heiligen Geist überlebt haben?

Und dann war da noch die liberale Theologie der Aufklärungszeit.. ,der Kulturprotestantismus … die Befreiungstheologie … die feministische Theologie ….
Die Christenheit ist bis dahin auch gut ohne sie ausgekommen.

Ich glaube, es gibt nicht das wahre Christentum, wie es der Buchtitel von Johann Arnd (Orthoxie, Wegbereiter der Pietismus) einflüstert. Ich glaube inzwischen, dass Gott nicht nur all diese verschiedenen Strömungen zulässt sondern sogar so gewollt hat.

Wieso sollte er das tun? Ist natürlich nur Spekulation, aber ich glaube, dass es gut und richtig ist, weil eben die Menschen auch so verschieden sind. Unterschiedliche Strömungen und Glaubensauffassungen haben auf je verschiedene Menschen Anziehungskraft bzw. einen Abstoßungseffekt.

Die Christenheit ist ohne diese oder jene Strömung auch gut ausgekommen. Aber mit all diesen Bewegungen ist reicher und vielfältiger und hat mehr Kraft. Verschieden und doch gemeinsam.

Oder wie heißt es so treffend: „Getrennt marschiert, und gemeinsam zugeschlagen.“


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Kommentare

10 Kommentare zu „Das wahre Christentum“

  1. Gute Gedanken!
    Mit dieser Thematik beschäftige ich mich auch schon eine ganze Zeit lang.

    Gegen Vielfalt ist im Prinzip ja auch nichts einzuwenden, aber gegen Spaltung!
    Solange der Leib Christi de facto so zerstückelt ist, sündigen wir Christen gegen Gottes Gebot der Einheit.

    Ich würde mir sehr wünschen, wenn die einzelnen christlichen Konfessionen und Gruppierungen (stärker als bislang) bereit wären, voneinander zu lernen, Einheit anzustreben und sich so zu lieben wie es Jesus uns geboten hat.

    Ist sicherlich nicht einfach (weiß ich aus eigener Erfahrung), aber wer hat denn jemals behauptet, dass Christsein keine Herausforderung wäre…

  2. Also ich möchte mal das Beispiel herausgreifen mit der Abspaltung des Protestantismus von der römisch-katholischen Kirche.
    Das Problem war ja nicht, dass die Christen (in der kath. Kirche) 1000 Jahre lang alle irregeleitet waren, sondern das Problem war, dass den Menschen der Heilsweg verstellt wurde. Der Mittler zwischen Gott und den Menschen war nicht mehr Jesus Christus, sondern der Klerus drängte sich hier dazwischen, als Mittler zwischen den Menschen und Christus. Man musste Beichte beim Priester ablegen, Ablassbriefe kaufen, … usw.
    Die Menschen mussten wieder direkt zu Jesus geführt werden, der Klerus musste entmachtet werden. Die Abspaltung war damals meine Erachtens die richtige Entscheidung, auch wenn die Christenheit bis heute darunter leidet.

    Ich kann mir nicht vorstellen, dass Gott das so gewollt hat. Und ich denke, das wird auch in der Bibel deutlich, dass er die Einheit wünscht. Wir leben heute in einer Zeit, in der Einheit wieder möglich ist, umso mehr werden wir zur Rechenschaft gezogen werden, wenn wir diese Chance nicht nutzen.

  3. “Getrennt marschiert, und gemeinsam zugeschlagen.”

    Ein Satz ein wenig mit dem Holzhammer…

    Schlage vor:

    Getrennte Nachfolge Jesu, gemeinsame Liebe der Nächsten.

  4. Avatar von rotegraefin
    rotegraefin

    „Gib Vater, dass alle eins seien, wie ich mit Dir eins bin.“ so lautet da hohe priesterliche Gebet Jesu.

    Jesus möchte also, dass wir wie er mit dem Vater eins sind.
    Warum möchte Jesus etwas, was ihm doch offensichtlich selber klar war? Ein Mensch kann doch gar nicht von Gott getrennt sein, wie auch die Psalmen 23 und 139 deutlich sagen.
    Auch das Gott dem Menschen seinen Odem eingehaucht hat sollte einfach für einen Christen Beweis genug sein, dass er mit Gott eins ist.
    Es kommt dann aber hinzu, nicht wer Herr Herr sagt wird eingehen in das Himmelreich, sondern wer den Willen des Vaters tut.
    Der beinhaltet immer nur: „Liebe Deinen Nächsten, wie Dich selbst “ oder auch
    Kannst Du Achti76, Stefan und Du Philip in mir ein Abbild Gottes sehen?

    Achti76 Du stellst leider die falschen Fragen. Natürlich hat die Menschheit bis jetzt mit Gott und dem Heiligen Geist überlebt. Sogar das 3. Reich mit seinen Gräueltaten haben viele überlebt.
    Die Frage sollte doch eher lauten wieso, waren so viele Christen mit dabei und der festen Überzeugung, wie Jesus prophezeit hat, dass sie meinten Gott einen Gefallen zu tun, wenn sie andere Menschen töten oder auch nur quälen?
    Wie kommt eine solche fast irreparable Spaltung des Bewusstseins zustande und wie kann sie geheilt werden?

  5. Avatar von achti76
    achti76

    Menschen, schön dass Ihr hier mitdenkt!
    Obwohl wir so unterschiedlich sind, tauschen wir Gedanken aus.
    Ja, alle eins sein – gut gesagt, RoteGräfin.

    Wir sind verschieden und doch eins. Denn Einheit bedeutet nicht, dass wir alle dieselbe Organisationsform (Kirche, Gemeinde) haben müssen, und auch nicht immer dieselbe Meinung. Denn das wäre ja fatal. Dann wäre ja niemand mit einem anderen Menschen eins.

    Das Zitat mit dem Marschieren, ist eben ein Zitat aus einem anderen Kontext. Da darf man den Wortlaut nicht überbewerten.

  6. Avatar von Trinity80
    Trinity80

    Hallo alle zusammen,
    ein ist klar, wir wollen alle Jesus nachfolgen und Gott gefallen sowie Gottes Gebote halten. Gottes Gebote ergeben sich aus der Heiligen Schrift. Deshalb ist es wichtig, nach dieser sein Leben auszurichten. Das sollte die Grundlage aller Christen sein. Dann ist in der Bibel davon die Rede, dass Gott keinen Götzendienst mag, also es nicht befürwortet, wenn Menschen oder Skulpturen oder Gegenstände angebetet werden. Wenn man alleine diese Kriterien betrachtet, gibt es für mich nicht mehr so viele wahre christlichen Glaubensgemeinschaften. Ich bin mittlerweile Zeugin Jehovas. Zu dieser Auffassung bin ich nach dem Ausschlussprinzip gekommen.

    Alles Liebe
    Andrea

  7. Avatar von achti76
    achti76

    Da möchte ich mal nachhaken. In welchen Glaubensgemeinschaften hast Du denn in welcher Form Götzendienst wahrgenommen?
    Also in „meinen Kreisen“ wird allein der dreieinige Gott angebet.

  8. @Trinity80

    Hmm, sei etwas hellhörig, wenn Du bei den Zeugen Jehovas bist, sie werden eigentlich als Sekte gehandelt.
    Typisch für eine Sekte sind: Abschottung gegen außen, Überbetonung der Richtigkeit der eigenen Lehre gegenüber anderen sog. falschen Lehren, oft auch Isolierung der Teilnehmer gegen Kontakte nach außen, also gegen Kontakte, die „gefährlich“ sein könnten, weil sie sagen, man sei in einer Sekte.

    Es ist sinnvoll, dass Du auf verschiedenen Seiten im Netz Dein Bild von Deiner Glaubensgemeinschaft auch kritisch hinterfragst, dass Du also offen im Geiste bleibst. Aber – meine Einschätzung – : das wird man dort nicht sonderlich gut heißen. Vielmehr wird man Dir ans Herz legen, damit aufzuhören.
    Falls sowas geschieht, solltest Du aber sehr hellhörig werden. In dem Fall hör nicht auf, Dir auch andere Meinungen anzuhören und zwar so anzuhören, dass Du darüber kritisch nachdenkst.

    Falls Du mal mit dem Gedanken spielen solltest, einer andere Glaubensgemeinschaft beizutreten (was die Zeugen Jehovas sicherlich verhindern wollen), kann das hier hilfreich sein für Dich:

    http://www.sektenausstieg.net/index.php?option=com_content&view=section&id=5&Itemid=29

    Dir alles Gute – und pass bitte auf Dich auf. Ich denke, Du bist in keinen guten Kreisen. Sei etwas auf der Hut.

  9. Avatar von petersemenczuk
    petersemenczuk

    An alle, die einem von Menschenverstand und in Anmaßug errichteten „Gehege“ angehören,
    wo Fleisch und Blut ihnen predigt was Wahrheit ist.
    Christus hat uns Menschen, die wir IHM nachfolgen wollen, keine Buch-Religion noch
    eine Buch-Theologie gestiftet und zugesagt, sondern,
    Den Geist des Vaters, der zuerst in unserem eigenen Leben aufräumt, uns zubereitet, uns den Tod des alten Menschen mit Christus am Kreuz und durch den empfangenen Glauben erfahren lässt,
    uns die Wiedergeburt erfahren lässt um uns dann durch das „dreifache Zeugnis Gottes“ in uns, für den Dienst und Amt, das den Heiligen Geist gibt, zu legitimieren. Johannes 14,16.23/15,16,17,
    Ich habe bis heute, 46 Jahre lang in den von Gott abgefallenen von Menschen organisierten Religionen, Kirchen, Tempeln ,Gemeinden und Sekten, Menschen und gläubige Christen gesucht,
    die Christus auf diesem Weg, seinen Weg,
    zu IHm gefunden haben und ihre Erneuerung erfahren haben, doch nicht Einer,
    hat mir dem Empfang dem dreifachen Zeugnis Gottes bestätigen können.
    1. Johannesbrief 5,6-12/ Kapitel 4, 2-6
    Die Bibel mit seinen niedergeschriebenen Zitate und Zeugnissen, trägt der Satan, Geist und Fürst dieser Welt auch unter dem Arm und zitiert daraus von Anfang an,bei Adam und Eva,
    dann bei Jesus Christus auf dem Berg der Versuchung, kommt er als der anmaßende zweite Lehrer und Interpret der göttlichen Aussagen nach Gott zu den Menschen und lehrt sie, verständlich in seinem Geist der Lüge und des Irrtums sagt Christus.

    Aber der GEIST Gottes macht den Menschen und Sünder lebendig für Gott und seinem Reich, den kann er den unwissenden und, gern in der Blindheit ihres Herzen lebenden Menschen Nicht mitteilen, weil er der Vater und Geist der Lüge und des Irrtums ist. Johannes Kapitel 8, 44 /1.Johannesbrief 4,2-6

    Doch wer den Geist Gottes haben will, welcher ist der Geist der Wahrheit und Gewissheit, der muss den Heilsplan Gottes erfüllen, Christus in sein Inneres bitten und aufnehmen, und warten durch Gebet und Fasten, bis der Morgenstern in ihm aufgeht, erst dann kann er mit Paulus und Petrus sagen:
    Wir sind Christi teilhaftig geworden, nicht nur im Verleugnen und Sterben der Sünde der Welt und unseren fleischlichen Lüsten und Begierden wie ER, sondern,
    wir sind auch mit Christus auferstanden,wenn auch nur im Geist, dennoch sind wir mit IHM und Gott dem Vater verbunden, vereinigt, haben Gemeinschaft, und haben Eingang durch das Blut Christi, in das Heilige Gottes.
    Epheser 2,/ Kolosser 1,2,3, / Hebräerbrief 10,19
    Hier nach diesen Erfahrungen mit Christus, der uns, für das Reich Gottes zubereitet hat und NICHT, eine Religion, Kirche, Tempel, Gemeinde und Sekte,
    oder, ein Mensch,
    oder die Bibel,
    Dann reden wir aufgrund von den gemachten Erfahrungen unserer Wiedergeburt und Erneuerung, und aufgrund Jesu Christi Aussage:
    „VON der ersten Auferstehung!
    „Selig ist der und heilig, der teilhat an der ersten Auferstehung“! Jesus Christus, Offenbarung 20,6

    Wenn ich auch heute mal wieder viel schreibe, dennoch bitte ich um Nachsicht derer, die eine gute Speise Gottes nicht vertragen noch verdauen können, aber wen der Geist Gottes treibt, der ist gern IHM gehorsam in allen Situationen des Lebens.
    Peter Semenczuk

  10. Nach Satz:
    Was ich noch in Eile vergessen habe und sehr wichtig ist für einen werdenden Christen und betrifft:
    „Das dreifache Zeugnis Gottes,
    das eine, mit der wichtigsten Erfahrung eines werdenden Christen verbunden ist auf Erden, ist die,
    das Christus in ihm Wohnung macht.
    1. Johannesbrief Kapitel 5, 6-12
    Auch beinhaltet das dreifache Zeugnis,
    die „Geburtsurkunde“ des ewigen Lebens
    für den Christen.
    Nur wer ein dreifaches Zeugnis Gottes empfangen hat, der ist wiedergeboren und lebendig für Gott und seinem Reich.
    Wie auf Erden so im Himmel und Reich Gottes.
    „Erst wenn der neue Erdenbürger mit seiner Leib-
    Geburt erscheint der Mutter, Eltern und Behörden,
    Erst dann bekommt dieses winzige Ding von Mensch,
    seine amtliche Bestätigung und Geburtsurkunde,
    das es geboren ist mit allen Rechten und Pflichten einer modernen Gesellschafts-Ordnung,
    die ihn ein Leben lang begleitet und ausweist.
    So auch: „Das dreifache Zeugnis Gottes,
    bekommt der neue Mensch dann,
    so er für Gott und seinem Reich wiedergeboren ist im Geist und aus dem Geist und Wort Gottes, welcher ist der wahre Same Gottes. Peter Sem.

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