.In einem Bergdorf in den Karpaten. Wir sind .dorthin gefahren, um dort die Menschen kennen zu .lernen und um den Kindergarten in diesen „Zigeunerdorf zu .besuchen. Eine Bekannte von uns, Lidia, arbeitet dort seit acht Jahren. Der Kindergarten ist eine private Initiative und wird nicht vom rumänischen Staat finanziell unterstützt.
Die letzten Kilometer zum Dorf mussten wir zu Fuß bewältigen, da die Straßen einfach zu schlecht waren, um mit dem Auto weiterzukommen.
Im Kindergarten angekommen mussten wir erst einmal Holz hacken und das Feuer in Gang bringen. Dann gab es morgens um 10 Uhr eine Nudelsuppe mit Brot für die Kinder, deren Kleider vor Dreck starren, da sie in ihnen Tag und Nacht verbringen. Für viele übrigens die einzige Mahlzeit am Tag. Die Nudelfertigsuppe stammt von einer größeren Lebensmittelspende aus Deutschland. Der Kindergarten ist liebevoll hergerichtet, soweit dies das tropfende Dach, unter dem ein Eimer steht, zulässt. Es gibt auch Spiele mit deutscher und englischer Aufschrift. Mit einem Mädchen machen wir ein „deutsches“ Puzzle. Dann wird zählen geübt. Schwierig für viele, die auch mit sechs Jahren noch nicht richtig auf 10 zählen können, aber schon mit dem Schnaps der Eltern Bekanntschaft gemacht habe.
Dann geht es zur Spielzeit ins Freie. Wir nutzen die Gelegenheit, um Häuser im Dorf und die Familien zu besuchen. Eine Herausforderung ist es für uns, überhaupt durch den Matsch dort hin zu kommen.
Eine Oma bittet darum, dass wir sie fotografieren und ihr das Bild später zuschicken. Wir beten für ihre Nöte. Auch in den anderen Häusern werden wir um Gebet gefragt und wir versuchen für jeden ein nettes Wort zu finden. Viel können wir für die Menschen in der kurzen Zeit nicht tun. Umso dankbarer sind wir für Lidia, die treu Tag für Tag in die Kinder investiert. Und es ist nicht immer leicht für sie, da die Eltern sie in ihrer Erziehungsarbeit nicht wirklich unterstützen und manchmal auch Steine in den Weg legen.
Lidias Motivation ist es, dass sie durch ihren Einsatz positive Einstellungen und Werte in die Kinder einpflanzen kann, die später zur Geltung kommen können.
Auf Anfragen können wir euch gerne mit Lidia in Kontakt bringen. Vielleicht eine schöne Gelegenheit für einen Hauskreis, sich praktisch für eine überschaubare Arbeit zu engagieren.



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