Der Islamismus ist die radikal-militante, politisch-ideologische Form des Islam. Es handelt sich bei Islamisten um Menschen, die gewaltsam gewisse Interessen durchsetzen wollen, die durch den muslimischen Glauben angeblich legitimiert werden. Es ist daher wichtig, zwischen friedliebenden Muslimen und der radikal-politischen Abspaltung zu unterscheiden. Zu letzterer Gruppe finden Sie unten einige aktuelle Meldungen – scheinbar werden Muslime in Deutschland für islamistische Zwecke angeworben.
Dazu vorher noch ein paar Gedanken. Letztlich sprechen solche Meldungen dafür, dass wir uns stärker um Integration von Migranten im allgemeinen, sowie speziell auch der Muslime, die in Deutschland leben, in unsere Gesellschaft bemühen müssen. Denn es geht nicht darum, ob einem der Islam vertraut ist, oder ob er einem möglicherweise suspekt erscheint. Es geht darum, dass der Islam eine Realität ist. Das ist nun nicht wertend gemeint. Es ist einfach eine Feststellung.
Viele (=99% !) friedliche und friedliebende Muslime leben in Deutschland. Sie sind sehr zu unterscheiden von radikalen Muslimen in Ländern, die noch einen anderen Wertekodex in ihrer Gesellschaft besitzen, besonders Länder, die mehr im arabischen Raum angesiedelt sind.
Die Meldungen unten – dass Muslime für islamistische Zwecke auch in Deutschland angeworben werden sollen – bedeuten: wir sollten für Moscheen in Deutschland sein, und für muslimischen Religionunterricht.
Warum ? Muslimischer Religionsunterricht – wenn er im Einklang mit den deutschen Grundrechten und Wertevorstellungen gegeben wird – ist der beste Schutz davor, dass Gläubige in radikale Sichtweisen abgleiten und sich durch sie verführen lassen. Wissen ist der beste Schutz gegen Indoktrinierung. Das gilt übrigens für alle Religionen.
Moscheen in Deutschland ? Ja, denn je öffentlicher eine Religion auftritt, desto mehr muss sie sich auch mit den Grundwerten im Land auseinandersetzen und an ihnen ausrichten. Eine große Religionsgemeinschaft kann nicht ohne weiteres am Grundgesetz vorbei agieren. Falls sie dies doch tun sollte, so würde sie in besonderer Weise durch den Verfassungsschutz in Beobachtung genommen – was umso leichter ist, wenn sie konkrete Zentren hat, an denen sie sich versammelt.
Wenn man das Ganze aber von der positiven Seite beleuchten will, lautet das so: eine Religion, die öffentlich auftritt, setzt sich automatisch mit der sie umgebenden Gesellschaft auseinander und wird in Wechselwirkung durch diese rück-geprägt. Die Muslime in Deutschland unterscheiden sich somit aufgrund ihrer recht langen Geschichte in Deutschland bereits von Muslimen in anderen Ländern.
Soziale Kontrolle: Menschen, die eine liberale religiöse Bildung erlernen (Religionsunterricht), werden automatisch hellhörig, wenn andere Menschen ihre Religion für politische oder gewaltsame Zwecke mißbrauchen wollen. Sie werden mit Menschen, die radikale Ziele verfolgen, in Diskurs oder Dialog treten. Dadurch verändern sich Meinungen. Damit sich aber diejenige Meinung der gemäßigten Gläubigen nicht verschiebt, sondern diejenige der radikal Denkenden, ist Wissen und Bildung nötig: ein liberaler, informierender, toleranter Religionsunterricht.
Integration und Wissensvermittlung sowie Herzensbildung (Religionsunterricht) sind somit die zentralen Pfeiler, die für eine funktionierende Gesellschaft sorgen. Denn was von oben – von Staats wegen – reglementiert und kontrolliert wird, kann bei weitem nicht das bewirken, wie das, was der Einzelne aufgrund seiner religiösen Sozialisation als richtig und gerecht empfindet. Ein Plädoyer für mehr Integrationsbemühungen.
Lesen Sie hier die aktuellen Meldungen:
> Deutschland: Muslime gezielt rekrutiert (WELT)
> CDU attakiert türkische Medien (SZ)
> BKA warnt vor al-Qaida-Anschlägen in Deutschland (Spiegel)
Bild:FranKieBe,flickr.com



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