Als höchst gefährdet sehen katholische Bischöfe die Ehe und Familie. Dabei bereitet ihnen auch die eheähnliche Lebensgemeinschaft gleichgeschlechtlicher Paare großes Kopfzerbrechen. Letzteres würde ich zwar als eher unbedenklich ansehen, dem großen Bröckeln an Ehe und Familie kann man aber vielleicht zustimmen. Gleichzeitig gibt es aber wohl auch eine Gegentendenz: die verstärkte Suche nach Werten und auch nach Familie und Eheglück. In diesem Zusammenhang sollte auch erwähnt werden: „Eheglück“ kommt nicht einfach von selbst, sondern setzt voraus, dass beide Ehepartner es lernen, würdevoll mit einander umzugehen und positiv in ihre Beziehung zu investieren. Hier lesen.
Bild: Xenia Kehen, pixelio.de
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Kommentare
3 Kommentare zu „Ehe und Familie gefährdet ?“
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Ich finde es immer erstaunlich bis amüsant bis zynisch, wie sich rundum abgesicherte alte Männer in Priesterinnenkleidern, die nie selbst an dieser Front gekämpft haben, um das Wohl der Familie sorgen!
Eine eigene Familie, danach habe ich mich einst gesehnt, schon als Kind: eine intakte, glückliche Familie, die füreinander einsteht (wie ich es in meiner großen Sippe hatte) und die verwurzelt ist!
Gelandet bin ich in einer Großfamilie, in der ich ALLES gleichzeitig war, was sonst ein ganzes Helfer-Dorf übernimmt. Weit weg von Heimat. …
Wurzeln??
Gescheitert an christlicher Diktatur und Überheblichkeit, Ansprüchen, Direktiven, Vorbildern, Maßstäben…
Zerrisssen wie so viele Frauen zwischen der SelbstAUFOPFERUNG und der nicht verwirklichten SELBSTENTFALTUNG! (= auch verpaßte Entwicklung!)
Zerrrissen zwischen dem Funktionieren nach autoritären Normen und den Wünschen nach Autonomie.Meine Töchter, Anfang 20, die jetzt beide an Folgen ihres Mutterbildes LEIDEN, können es nicht fassen, wie ich das einst geschafft hatte!
Familie mit ihren Risiken – das würde ich mir heute nach den Erfahrungen des Alleingelassenseins nicht nicht mehr zumuten! Vielleicht in Maßen!
Ich empöre mich entschieden über die Medien-Selbstdarsteller jener UNVERANTWORTLICHEN 10-Kind-Familien! (in Zeiten, in denen sie vielleicht noch jung und leistungskräftig erscheinen, die wahren Probleme kaschierend! )Was an Zuwendung bleibt für das einzelne Kind???
Was an Förderung???
Und was für eine S C H E I S S E erlaubt sich unsere gewählte Demokratie an Rückgaben durch Bildung und augenblicklichem Krippendesaster!Unsere Kinder sind doch schon zu Schulzeiten KRANK (G8) bzw. werden umweltgeschädigt (G8)krank geboren! Wie sollen diese ein LANGES Arbeitsleben als Humankapital überstehen, wenn ihre Eltern nicht der Liga der Aktienprofiteure angehören?
Familie, das sind sich potenzierende Probleme, die sich VIELE inzwischen aus guten Gründen ersparen! (nicht nur die Kardinäle)
Familie hört nicht auf, auch wenn die Kinder scheinbar aus dem Haus sind…und die Ehe längst geschieden!
Eine Verbitterte…aber bitte keine EH! Und keine UvdL!
(neben den vielen immaterriellen Preisen zahlen wir vielfachen Eltern auch noch die unverhältnismäßig hohen, sich potenzierenden materiellen ab! Ob das die Bischöfe juckt? Oder ihren Herrgott?)
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@1: Beim Begriff „Ehe“ schwingt heutzutage leider einiges mit, was nicht damit zu tun haben sollte. Sie sollte nicht Problembereiter sein. Kein Gefängnis. Sondern eigentlich die Zusicherung der Partner untereinander sein, für einander einzustehen, sich nicht im Stich zu lassen. Von daher ist die Möglichkeit einer Scheidung auch wichtig, wenn auch von vielen Bischöfen etc. nicht akzeptiert. Ehe ist zwar manchmal eine Geduldsübung, aber keine Folterwerkstatt und darf dies nicht werden.
Ehe soll (mal weltlich gesehen!) ein schützender, von der Gesellschaft anerkannter Bund sein.
Sicher denken Sie: So ein Geseier. Natürlich weiß ich auch, wie in der heutigen Zeit (und teilweise früher) die Realität aussieht: Probleme an allen Ecken und Enden (und Geld in unserer geldorientierten Gesellschaft ist nur ein Aspekt: Familienzusammenhalt fehlt heute oft, Eltern stehen, wo der Staat nicht einspringt, oft recht alleine da).
Nur: ohne Ehe wird eine Familie auch nicht besser; wenn sich der Partner aus dem Staube macht beispielsweise, und in der Erziehung nicht seinen Teil trägt.
Dann bliebe also das Fazit: keine Kinder, nicht heiraten, Männer und Frauen passen nicht zusammen.
Da dies nach einer Generation zu Problemen führt 😉 , hilft nur eins: Ein fairer und offener Umgang der Partner miteinander. Und der ist sicher gottgewollt.
Und dieser Umgang ist das Ziel. Das andere, die ganzen geschwollenen (Entschuldigung) Ansprüche, die Sie eingangs erwähnen, sollten nicht der Kitt der Ehe sein. An hohen (und vor allem: theoretisch-theologisch-abstrakt formulierten) Ansprüchen kann man fast nur scheitern, oder sich selbst verleugnen. Dahin geht ja auch Ihr Beitrag. Nehmen Sie den Druck raus.
Ich wünsche Ihnen viel Licht in Ihrem weiteren Leben, und den Dank und die Liebe Ihrer Kinder. -
@2)
Hermann Hesse und Heinrich Heine sind verschiedene Formen der Depression. Dazu kommen noch viele andere. Oder teilen wir sie in weibliche und männliche… Frauen in Resignation fehlt der AUS-DRUCK, Männer geraten in die Aggression nach aussen.
-Interessant eine Studienarbeit über Aggression und Depression in einer anabaptistischen Glaubensgemeinschaft:http://www.grin.com/de/preview/54043.html
—–
http://www.angstnetz.de/portal/modules.php?name=News&file=article&sid=2331
Vielleicht nicht Ihnen (oder nicht nur Ihnen), aber doch vielen anderen Christen würde ich antworten:
Glauben Sie ja nicht, dass Sie mit Ihrem schrecklichen (Deschner) ungesunden und krankmachenden Christentum etwas Vollständiges hätten!
Christliche Forderungen und Rollenzuschreibungen sind oft lebensfeindlich, welche Menschen von deren Stimmigkeit ihrer eigenen RESONANZ abschneiden und ihnen in ihrem Konsensanspruch eine Gleichschaltung aufdrücken, mit fremden Tugenden überladen und von ihren ureigenen Lebensmotiven abhalten!
Ich schreibe Ihnen (jenen Christen) als Frau und Mutter, die inzwischen ALLERGISCH ist gegen jede Form von Zudringlichkeit und PENETRANZ!, sei es in Form von missionarischem Eifertum, eifernder Mission, bedrohlicher Vätergöttlichkeit oder Sexualität! Die Reduzierung der Frau auf das Bett oder männliche Vorstellung von Ganzheit dürfte selbst eine Bischöfin in die Flucht schlagen, deren Äusserung manN erst einmal verstehen lernen solte: „nach der Pensionierung in eine Frauen-WG in N.Y.“!!!
(Glücklicherweise gab es in meiner Ehe stets getrennte Schlafzimmer…)Wo ein Mensch von seinen Sehnsüchten zu reisen abgeschnitten ist, wo er kein Teil der Gesellschaft mehr ist, heimatlos und ohne Wurzeln, seine Begabungen nicht entfalten konnte … wäre Sexualität sicher das Letzte was ihn am Leben hielte!
(Der Vater meiner Kinder ist überwiegend/ fast nur allein verreist…auf seine Fernreisen geabenteuert)Heute würde ich mich, nochmal am Anfang stehend, von einer anderen Prämisse als den christlichen leiten lassen: dem campbell’schen FOLLOW YOUR BLISS
Als kinderreiche Mutter hat frau mehrere Heldinnentaten vollbracht: das Leben für einen anderen Menschen riskieren und notfalls zu opfern, ist nunmal heldisch! Aber es fehlt die Kraft und die Aggression, um noch seine eigenen Lebensaufgabe zu vollbringen!
Mein weiteres Leben? 🙂
Die nächste Zeit ist randvoll mit Trauer und Sorge um die teils schweren Lebensschicksale meiner Kinder, die um ihre Plätze im Leben ringen…
(irgendwann kaufe ich mir mal eine Bibel ;-)…als Geldanlage! Die von Friedrich Hechelmamm..katholishcer Verlag..und die drei weisen Könige als Buddhisten illustriert!)
mit freundlichen Grüßen
eben doch eine Wolfsfrau



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