Wie in dem Doku-Film „Hardliner des Herrn“ zu sehen war, wird in vielen evangelikalen und anderen fundamentalistischen, christlichen Kreisen die Bibel als die einzige und allein wegweisende Grundlage für den christlichen Glauben postuliert und gesehen. In solchen Kreisen ist nur das mit der Lebenswelt vereinbar, was „bibeltreu“ bzw. der biblischen Geschichte entspricht. Diese untheologische Annahme und Auffassung ist selbst höchst unbiblisch! Christen, die die Bibel zum einzigen und wahrhaftigen Wort Gottes erheben und alles für „teuflisch“ erklären, was außerhalb des biblischen Kanons ist, erweisen sich, trotz ihres bewundernswerten und tiefen Glaubens, als unhistorisch und theologisch ungebildet. Gewiss ist die Bibel heilige Schrift, weil sie Gottes Heilsplan für die Menschen und theistische Wahrheiten aufzeigt; da wären: Gott ist Schöpfer allen Lebens, Gott hat den Menschen nach seinem Abbild geschaffen, Gott hat Israel als Sprachrohr Gottes erwählt, seine Erwählung Israels ist in der universalen Absicht der Gesamterlösung der gesamten Menschheit zu verstehen, und er will den Menschen aus seinem Zustand von mangelnder Heiligkeit durch Jesus Christus erlösen. Gott liebt den Menschen, er lässt ihn frei sein…unzählige Attribute ließen sich hinzufügen. Besonders im AT sind jedoch Passagen verfasst, die nur im damaligen theologischen und historischen Kontext richtig zu deuten sind. Nun zurück zur Behauptung, dass die Bibel die einzige (wahre) Grundlage und Autorität des Christentums sei.
In der Bibel selbst ist keine Weisung zu finden, nach der die Bibel die einzige Weisung Gottes sei. Vielmehr ist es anders. Jesus gibt doch den Aposteln in Mt 16:19 und 18:18 bindende Autorität. Widerspricht das nicht offensichtlich der alleinigen Autorität der Bibel? Nach Eph 2:22 hat primär die Kirche, die Jesus mit den Aposteln gründete, bindende Autorität. Auch die ganzen Worte und Lehren des Apostels Paulus, die nicht im Kanon der heiligen Schrift zu finden sind und vielleicht nie schriftlich überliefert worden sind, sind doch trotzdem Gottes Wort. Die mündliche Tradition spielt hier eine entscheidende Rolle. Paulus macht in 2 Thess 2: 15 klar, dass sich alle an die (mündliche oder auch briefliche) Tradition halten sollen, die ihnen gelehrt wurde. Diese mündlichen Überlieferungen, seit der Zeit Jesu ließen die Kirche bis ins vierte Jahrhundert gedeihen und wachsen. Damals lebten diese Christen aber noch ohne Neues Testament, sondern fast nur von der mündlichen Überlieferung. Die Evangelien und paulinische Briefe waren zwar schon längst verfasst, wurden aber oft mündlich weitergegeben und es gibt eben viele Worte, die nur mündlich überliefert wurden. Ein Beispiel dazu: In der Apostelgeschichte 20:35 kommt der Spruch Jesu „Geben ist seliger als Nehmen“ vor. Dieser Satz ist nirgendwo in den Evangelien oder anderen Schriften und Sammlungen zu finden. Er muss also über die mündliche Tradition verbreitet worden seien. Nach den „bibeltreuen“ Christen wäre dieser Satz Jesu per se „unbiblisch“. Bis ins vierte Jahrhundert hinein, als der biblische Kanon auf dem Konzil von Nicäa, zusammengestellt wurde, lebten viele Christen und Gemeinden auch von der mündlichen Überlieferungs-Tradition. Laut den „bibeltreuen“ Christen hatten sie nicht Gottes Wort, weil sie nicht die Bibel hatten. Nicht zu vergessen ist die Tatsache, dass die Bibel von der einzigen Autorität zusammengestellt wurde, die Gott an Pfingsten mit dem Geist salbte und der Jesus in Mt 16:19 und Mt 18:18 die bindende Kraft verlieh: Es ist die eine Kirche! Jesus sicherte auch dieser, seiner Kirche seinen Schutz zu.
Auch die Trinitäts-Doktrin (ein außerbiblisches Wort) und die Lehre der Sündlosigkeit Jesu wurden von der Kirche festgelegt. Die Kirche ist also die primäre Autorität der Christenheit, ihr liegt die heilige Schrift zugrunde. Die Bibel ist selbst unbiblisch, denn es existiert nirgendwo biblische Schrift, die den Bibelkanon festlegt. Wir können die Bibel also nur in Zusammenspiel mit der Kirche als Gottes-Wort zu verstehen.
„Hardliner des Herrn“, Teil II
von
Entdecke mehr von god.fish
Melde dich für ein Abonnement an, um die neuesten Beiträge per E-Mail zu erhalten.
Kommentare
2 Kommentare zu „„Hardliner des Herrn“, Teil II“
-
Ja, diese Auffassung findet man auch in verschiedenen dogmatischen Büchern: dass aufgrund der nachösterlichen Geschenisse (dass Jesus plötzlich wieder lebte, obwohl er definitiv gestorben war – oder zumindest so: dass eine ganze Bewegung plötzlich entstand, die überzeugt war davon, dass Jesus wieder lebte, obwohl sie sich mit dieser Überzeugung in Gefahr brachte …) in Laufe der Zeit ein Kanon zusammengestellt wurde, der die nachösterlichen Geschehnisse durch daraufhinweisende oder ergänzende Sichtweisen weiter erhellte.
-
Das Heil kommt von den Juden sagte Jesus Christus der Samariterin am Jakobsbrunnen und Petrus, als er durch die Taufe mit dem Heiligen Geist seine Wiedergeburt erfahren hat, da bestätigte er diese Worte Jesu Christi und sagte:
„Und ist in keinem andern Heil, ist auch kein anderer Name unter dem Himmel den Menschen gegeben, darin wir sollen selig werden“.
Wenn ich auch als einer, der die bestehenden und in Anmaßung agierenden Religionen, Kirchen, Tempeln und Sekten ablehne aufgrund ihrer Früchte, die sie offenbarten durch Kreuzzüge, Scheiterhaufen,Verleumdung, Heuchelei, Lüge und Notlüge, und,
Wenn ich auch die Bibel, nicht als das Wort Gottes für unsere Zeit halte ausser den prophetischen Aussagen über die falschen Propheten und Widerchristen,
So ist mir die Bibel dennoch das, wie geschrieben steht:
„Denn alle Schrift von Gott eingegeben,
Ist nütze zur Lehre, zur Strafe, zur Besserung, zur Züchtigung in der Gerechtigkeit, dass ein Mensch Gottes, sei vollkommen, zu allem guten Werk geschickt.
Wer das nicht anerkennt ist geistig blind und sollte aufhören mit antichristlichen Parolen , die im Gehirn und Kopf weltlicher Bischöfe ab 250.Chr. die Menschheit zu verdummen und sie nach den Worten Jesu Cristi, in die Grubezu führen, gleich dem Blinden Blindenleiter.1.Niemand ist ein Stellvertrerter Gottes noch Jesu Christi auf Erden, der nicht so lebt und wandelt in der Fülle des Heiligen Geistes,des Vaters, wie Jesus Christus und später nach dem Empfang des Heiligen Geistes, seine von ihm berufenen, erwählten und legitimierten Jünger und Aposteln.
2, Niemand ist ein Christ noch ein Kind des lebendigen Gottes, der nicht durch das Wasser Gottes und Geist Gottes,
Wort und Geist Gottes, seine Wiedergeburt erfahren hat!Weissagung Gottes für unsere Zeit, empfangen nicht in den von Gott abgefallenen,weit über sechshundert verschiedenen Religionen, Kirchen,Tempeln und Sekten in Deutschland und Europa,sondern in der freiwilligen Einsamkeit der geistigen Wüste Deutschlands von einem Apologeten der christlichen Wahrheit und Theologie, die ihm Gott offenbart hat und kein Mensch:
„Wo der Heilige Geist ist wohnend in einem Christen und Gottesmenschen, da ist auch das wahre Wort Gottes wohnend in ihm,
denn der heilige Geist ohne das Wort Gottes,wäre ein Unding und dichtet Gott die Unvollkommenheit an , was einer Gotteslästerung gleichkommt.
UND wo der Heilige Geist mit dem Wort Gottes ist wohnene in einem solchen Gottesmenschen, da ist auch der allerheiligste Glaube in ihm wohnend, der eine Gabe Gottes und eine Frucht des Heiligen Geistes ist. Dieser Glaube gefällt Gott,denn er istder alleinseligmachende Glaube der, auch dem Streiter Christi,Sieg gibt über alle Sünden der Welt, seines eigenen Fleisches mit seinen Lüsten und
Begierden.
Keine Religion, Kirche, Tempel noch Sekte hat das Monopol und Alleinvertretungsrecht über diesen alleinseligmachenden und allerheiligsten Glauben, denn er ist eine Gabe Gottes und eine Frucht des Heiligen Geistes.
Was wederdie Katholiken, Lutheraner, Evangelischen, Baptisten noch die anderen mit christlichen Namen und Bibel sich schmückenden Institutionen haben, sonst sehe es in Rom und in Deutschland anders aus seit dem Entschlafen der ersten Jünger und wahre Aposteln.
„Wer die westlichen mit Christi Namen sich schmückenden Nationen, als das christliche Abendland und Christentum bezeichnet sagt Gott in einer naderen Weissagung ,der ist geistig blind und tot in Sünden und Übertretungen!
Peter Semenczuk E-Mail: dux22007@yahoo.de



Kommentar verfassen