Fast eine Verfassungskrise hat die Diskussion in Italien ausgelöst, ob man eine Wachkomapatientin sterben lassen sollte. Oder halt: nicht sterben lassen, sondern ob man ihr die Nahrung entziehen sollte, damit sie nun endlich stirbt, nach 17 Jahren. Gestorben ist sie nämlich nicht vor 17 Jahren, sondern gestern. Nun, Nonnen wollten sie weiter pflegen. Sie wäre eigentlich gut aufgehoben gewesen. Aber es scheint so zu sein, dass die Menschen, die dies mit ansehen müssen, es als Leid empfinden. Wie aber hat es die Patientin empfunden ? Das ist die große Frage, die niemand mit Sicherheit zu beantworten vermag. Und zudem die Frage, ob man Leben denn einfach so beenden darf, wenn der Patient nur noch ein Mini-Bewußtsein hat ? Wo liegt hier die Grenze ? Dürfen wir Menschen denn so über das Leben verfügen, über etwas, über das wir eigentlich nicht verfügen können ? Gemacht wird viel – aber ob es richtig ist, das ist hier die Frage. Man darf Zweifel hegen. Man sollte Zweifel hegen. Lesen Sie hier > mehr.
Lesen Sie auch: > Wir sind für das Leben geschaffen !
> Tagesschau: Komapatientin Eluana Englaro ist tot.
> Was heißt das eigentlich: Tod ?
Bild/picture: marco gentili,flickr.com



Kommentar verfassen