Weshalb sich die nukleare Bedrohung durch Russland gerade in Luft aufgelöst hat

Im Westen hatte man lange Zeit Sorge davor, dass Russland vielleicht nuklear eskalieren würde, vielleicht auch gegen westliche Länder, wenn diese der Ukraine Waffen liefern würden.

Einerseits wurde nach und nach deutlich, dass Russland diesen Schritt wohl kaum gehen könnte, weil Russland sich damit im Gegenzug durch die westliche Reaktion augenblicklich selbst zerstören würde.

Seit heute Nacht sieht die Lage aber noch einmal anders aus. Das Schreckgespinst, das vielleicht die Atombombe auch in westliche Länder bringen könnte, war zuletzt die russische Hyperschallrakete Kinschal. Vor einigen Tagen jedoch hatte die Ukraine mit dem westlichen Flugabwehrsystem Patriot eine solche Hyperschallrakete abgeschossen, letzte Nacht sogar gleich sechs Stück. Keine einzige dieser Raketen ist also durchgekommen, alle wurden ausnahmslos abgefangen. Und auch die anderen russischen Raketen, Kalibr und Iskander, wurden ebenfalls von den Flugabwehrsystemen, die der Westen an die Ukraine geliefert hatte, zuverlässig abgeschossen, so z.b durch das System Iris T.

Damit ist die Drohung Russlands, nuklear eskalieren zu können, gerade zu Staub zerfallen. Zwar könnte Russland theoretisch sehr viele Raketen in Richtung Westen schicken, so dass die schiere Masse vielleicht nicht mehr abzufangen wäre, aber es ist auch fraglich, ob die schiere Masse an russischen Raketen überhaupt einsatzfähig ist. Die westlichen Systeme können auf jeden Fall sehr zuverlässig russische Raketen abfangen; und wären erstmal ein paar dieser russischen Raketen gestartet, würde auch schon die Gegenreaktion der NATO einsetzen, es würde also gar nicht bis zu diesem Punkt kommen, an dem Russland durch eine große Masse an Raketen überhaupt irgendwie punkten könnte. Denn vorher gäbe es kein Russland mehr.

Seit also diese Ausgangslage nun heute Nacht ganz neu definiert wurde, dürfte sich künftig für viele westliche Staaten die Sorge vor einer möglichen russischen Reaktion gegen diese Staaten ebenso in Luft auflösen, so dass diese Staaten immer selbstbewusster und selbstverständlicher Waffen an die Ukraine zu deren Verteidigung liefern können. Auch Waffen, mit denen die Ukraine das ukrainische Staatsgebiet der Krim befreien kann.

Die russische Nukleardrohung ist heute Nacht zu Staub zerfallen, in der Folge wird die westliche Unterstützung für die Ukraine aller Wahrscheinlichkeit nach noch stärker hochgefahren werden. Richtig und wichtig so, damit nicht das Chaos und der russische Faschismus, sondern das Völkerrecht, die Rechtsstaatlichkeit und die Demokratie siegen und überleben. Denn darum geht es.


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Kommentare

4 Kommentare zu „Weshalb sich die nukleare Bedrohung durch Russland gerade in Luft aufgelöst hat“

  1. Bleibt zu hoffen…..

  2. Ja…

  3. … glaube aber, dass die Analyse prinzipiell schon richtig ist…

  4. Beruhigend!

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