Pandemie und Trauerbewältigung: A crack in the hourglass

Um an die Millionen Corona-Toten weltweit zu erinnern und auch Abschied nehmen zu können von ihnen, hat der Künstler Rafael Lozano-Hemmer ein flüchtiges Kunstwerk geschaffen, das im Brooklyn Museum in New York zu sehen ist. Die Arbeit dieses Kunstwerks kann man aber auch live im Stream anschauen.

Es funktioniert so, dass Menschen im Internet das Bild eines Verstorbenen hochladen können, welches dann von einem Drucker als Bild aus Sand live gedruckt wird. Die Hinterbliebenen können diesem Druckvorgang online beiwohnen.

Wenige Augenblicke später, nachdem das Bild fertiggestellt worden ist, kippt die Platte weg, auf welche es gedruckt worden ist, und der Sand fällt zurück zu dem restlichen Sand, das Bild ist also vergangen. Es bleibt aber als Foto im Archiv aufbewahrt.

Der Staub, aus dem wir Menschen sind, wird also wieder zu Staub, aber das, was wir waren, wird als Foto und somit als Andenken bewahrt.

Man kann sich den Livestream des Druckers online ansehen. Mehr zu diesem Kunstwerk finden Sie hier.

8 Gedanken zu “Pandemie und Trauerbewältigung: A crack in the hourglass

      1. Was auch immer whataboutdingsbums ist. Die Frage ist ernst gemeint.
        Bei der überwiegenden Zahl der Coronatoten handelt es sich um Menschen auf dem letzten Lebensabschnitt. Das soll die Opfer nicht kleinreden, aber es ist etwas anderes, wenn jemand mit 90 stirbt oder am Anfang seines Lebens.

        Was mich massiv stört, ist, daß den Menschen, die zu Beginn ihres Lebens ermordet werden, keine Beachtung finden, völlig ignoriert werden, aber die Menschen, die nach einem langen Leben statt an Herzversagen oder einer Lungenentzündung an einem Virus sterben, alle Aufmerksamkeit der Welt.

        Spiegelt dieser Coronakult nicht die Angst der wohlstandsverwöhnten Menschen, die Krankheit und Leid aus ihrem Leben verdrängt haben, vor genau diesen wider? Diese ganze Hysterie ist nicht mehr als die Reaktion einer Spaßgesellschaft, die Angst hat, den Spaß zu verlieren. Eine Gesellschaft, die sogar bereit ist, ihre eigenen Kinder umzubringen, weil sie ihren Spaß bremsen könnten, erträgt so etwas nicht.

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      2. Es sterben genauso jüngere Menschen an Corona. Einige von ihnen sterben nicht, leiden aber lange an long Covid.
        Das Thema Abtreibungen ist auch ein diskussionswürdiges Thema, hat aber mit der Pandemie gerade nicht allzu viel zu tun. Das Thema kann man an anderer Stelle einmal diskutieren.

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