Was man wirklich muss im Leben – (anders, als Sie denken)

Viele Menschen fühlen sich eingezwängt in ihrem Leben und wenn man sie fragt, warum sie sich so fühlen, nennen sie einem eine Liste von Dingen, die sie angeblich tun müssen und wie sie handeln müssen.

Dabei ist das Ganze ein Missverständnis. Denn es gibt eigentlich nur zwei Dinge im Leben, die man wirklich muss. Atmen muss man, weil die Atmung auch über das periphere Nervensystem läuft und sich nicht komplett kontrollieren lässt. Man hat keine Möglichkeit, die Atmung bewusst abzuschalten. Und hin und wieder muss man eine Toilette aufsuchen. Auch daran kann man eigentlich nichts ändern.

Alle anderen Dinge muss man nicht. Wenn also jemand sagt, sie oder er müsse dies oder das, dann ist es genau genommen so, dass derjenige es nicht muss, sondern Angst vor den Konsequenzen hat. Das sollte man sich klar machen. Im Grunde ist man als Mensch ziemlich frei, aber die Handlungen haben Konsequenzen. Und die können beispielsweise unangenehm sein. Müssen tut man aber nicht.

Diese etwas zurechtgerückte Sicht kann einem innerlich vielleicht ein wenig mehr Gelassenheit geben.


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Kommentare

7 Kommentare zu „Was man wirklich muss im Leben – (anders, als Sie denken)“

  1. Wenn ich Zwänge abschütteln möchte, so muss ich das Tun und das Lassen erleben,
    womit ich „mit wachen Sinnen“ meine. Vergleichbar: Seelische Störungen werden pathologisch, wenn sich Leidensdruck aufzubauen beginnt. Hier; Ich kann mir das Nichtstun erlauben, solange ich nicht in Kalamitäten gerate und damit eventuell neue Zwänge generiere. Und genau da ist mein Ansatz zur Vermeidung von unmotiviertem, zwanghaftem Handeln, beim Lassen also.
    Roland Risch

  2. Stimmt, negative Konsequenzen können wiederum andere Zwänge bedeuten. Guter Punkt.

  3. Sehr schöner Beitrag! Hab ich genossen zu lesen!

  4. Danke 😉

  5. Im Grunde zutreffend, aber irgendwie ist es doch alles nicht so einfach. In unserer modernen Gesellschaft brauchen wir Geld um uns Nahrung zu kaufen, wenn wir nicht verhungern wollen oder wir müssen eben ein großes Stück Land erben um autark zu wohnen. Zweiteres lässt sich nicht beeinflussen und spielt eher für wenige eine Rolle.

    Es bleibt uns also nur übrig uns zu prostuieren, wenn wir nicht verhungern wollen. Selbst wenn wir nicht arbeiten wollen, dann wird uns das Sozialamt schnell mit Sanktionen das HartzIV kürzen. Wie viel Freiheit bleibt dann also noch übrig?

  6. Tja, ehrlich gesagt, dieses unseres Leben ist eines der schwersten. Andererseits aber auch eins der lebenswertesten.

  7. Ja, der Tod kommt mir auch zu endgültig vor.

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