Ich habe mich in den letzten Tagen mal ein bisschen auf Twitter gewagt. Und ja, es ist ganz interessant, man kann sich schnell verlinken mit Hinz und Kunz, wobei das nun überhaupt nicht abwertend sein soll. Also ja, es ist interessant.
Man muss sich relativ kurz fassen, um überhaupt etwas zu sagen, Dinge also auf des Pudels Kern und auf das Wesentliche reduzieren, und man kommt mit Leuten in Kontakt, mit denen man zuvor keinen Kontakt gehabt hätte, weil es einfach zu kompliziert gewesen wäre.
Man bekommt ein paar Trends mit, über was gerade diskutiert wird und was angesagt ist. Oder zumindest das, was besonders oft geteilt wird, denn ob das angesagt ist, ist noch einmal eine andere Frage. Der Twitter-Algorithmus hält es zumindest für relevant.
Und nach einer Weile ist man aber auch ganz froh, wenn man beispielsweise wieder eine normale Zeitung lesen kann, in der dann doch mehr Infos stehen, als nur Überschriften, die durch die virtuelle Welt rauschen.
Denn Twitter ist, wie viele andere soziale Plattformen such, so gebaut, dass sein Stream endlos ist. Wenn man nach unten scrollt, hört man erst am jüngsten Tag auf zu scrollen. Man wird also von dieser App nach Möglichkeit lange in dieser virtuellen Welt gehalten, am besten bis in die Ewigkeit.
Und das ist dann der Punkt, wo man sagen kann, ja, mal interessant für ein paar Tweets, dann aber auch gut, wenn man sich wieder ausklinken kann.
Und gut ist es auch, wenn man beispielsweise einen eigenen Blog hat, auf dem man Gedanken dann tatsächlich auch ausformulieren und nicht nur anreißen kann.



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