Prof. Dr. theol. Arnold Angenendt. Zurzeit wird jede Art von Verfehlungen, die sich die Kirchen geleistet haben und leisten, öffentlich massiv angeprangert. Ein Blick in die Werke führender Geschichtswissenschaftler zeigt jedoch auch eine andere Seite des Christlichen.
Im Anfang war der Glaube
Seine „Geschichte des Westens“ eröffnet der Historiker Heinrich August Winkler geradezu biblisch klingend mit dem Satz: „Am Anfang war ein Glaube: der Glaube an einen Gott.“ Zur Entstehung des Westens sei mehr erforderlich gewesen als der Monotheismus. „Aber ohne ihn ist der Westen nicht zu erklären.“ Die kulturrevolutionäre Bedeutung sei offensichtlich: nämlich die Einsicht in Schuld und daraufhin die Hoffnung auf eine künftige überirdische Gerechtigkeit, sodann die Gottesebenbildlichkeit eines jeden Menschen als befreiende Kraft auch für die Sklaven, endlich „die spezifisch christliche Unterscheidung zwischen göttlicher und weltlicher Ordnung, in der die Säkularisierung der Welt und die Emanzipation des Menschen bereits angelegt sind“…>mehr.
foto: Margot Kessler / pixelio.de



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