Burkhard Conrad. In einem vor einigen Monaten veröffentlichten Beitrag über die Kontemplation als einem Markenzeichen der Dominikaner, bezeichnet fr. Bruno Cadoré, derzeitiger Meister des Ordens, das Schweigen als den Vater der Prediger: “Silence, père des prêcheurs…“.
Schweigen, Stille, Kontemplation: All dies sind Weisen des Daseins, die auf den ersten Blick passiv erscheinen. So sah es auf jeden Fall Hannah Arendt, die das Schweigen – die vita contemplativa – dem Handeln – der vita activa – gegenüberstellte. Aus ihrer Sicht war das Handeln dem Schweigen vorzuziehen, vor allem, wenn es um den Raum der Öffentlichkeit geht. Dieser zeichnet sich gerade dadurch aus, daß viele verschiedene Stimmen und Handlungen aufeinander treffen und miteinander konkurrieren. Geschwiegen wird in der Öffentlichkeit herzlich wenig. Das empfänden viele, nicht nur Hannah Arendt, als einen Widerspruch in sich.
Was hat also die…>mehr.
foto: Helene Souza / pixelio.de



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