Minarett-Streit: Fürchtet Euch nicht !

Mit Hetze gegen den Islam und die Muslime gewinnen Rechtspopulisten nun, was Rechtsextreme lange vergeblich suchten: Unterstützung von politisch Unverdächtigen.

Man muss kein Prophet sein um voraussagen zu können, dass der Kampf gegen Moscheebauten, „Ehrenmorde“ und die „Islamisierung“ Deutschlands bzw. Europas künftig ein Hauptagitationsfeld für rechtsextreme beziehungsweise -populistische Gruppierungen bilden wird. Dafür dürfte die Schweizer Volksentscheidung über eine Verbot von Minarettbauten gesorgt haben. Es beweist, dass der Rechtsextremismus sich modernisiert hat. > mehr.

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foto:hadi fooladi,flickr.com


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Kommentare

37 Kommentare zu „Minarett-Streit: Fürchtet Euch nicht !“

  1. Ich meinte natürlich um einiges schlimmere Unterdrückung in Europa (zB Schweiz, Deutschland etc.)

  2. Aber warum Minarette verbieten ? Man kann dann auch schnell auf die Idee kommen, Kirchtürme zu verbieten….

  3. Warum Minarette verbieten? Aus kulturellen / politischen Gründen, nicht aus religiösen.
    Kirchtürme verbieten? Wer baut heute noch Kirchtürme?
    Wie gesagt bin ich aber grundsätzlich eher gegen Gesetze, eine regionale Auseinandersetzung würde ich da vorziehen. Dennoch, kannst du es denn garnicht verstehen, dass man gerne seinen nationalen Typus bewahren will anstatt Einheitsbrei überall auf der Welt, so nach dem Motto: Wo man auch Urlaub macht, überall sieht es gleich aus?
    Diese Art von Globalisierung ist es, die ich eher kritisch sehe.

  4. Also ich mag die Vielfalt. Aber ich denke, es ist gar keine Frage, ob wir die Vielfalt mögen oder nicht. Es ist die globalisierte Welt, die die Vielfalt in allen Ländern fördert.
    Es ist anachronistisch, wenn man denkt, man könnte diese Entwicklung aufhalten, denke ich.
    Ich denke, in ein paar Jahrzehnten stellt sich diese Frage gar nicht mehr. Dann wird man sich ohnehin damit arrangieren müssen, dass es fast überall auf der Welt ganz unterschiedliche Lebensentwürfe gibt, die sicher auch fast alle ihre Berechtigung haben.

  5. Nein, die wird es wenn, was ich nicht wirklich glaube, in Europa geben. Aber wie gesagt: daran zweifle ich, weil man Entwicklung nie voraussehen kann. Ich weiß ehrlich nicht was passiert. Aber ich finde, es hat durchaus seine Rechtfertigung, Kultur

  6. … bewahren zu wollen.

  7. Harey schrieb:
    Wieviel sind Menschenrecht denn noch wert wenn sie aufgehoben werden können weil irgendwo irgendwelche Staaten diese Menschenrechte nicht achten?
    Ich denke nicht, daß es ein allgemeines unantastbares „Menschenrecht“ ist überall wo man möchte einen Gebetsturm zu errichten (und eventuell auch noch die Nachbarn mit einem lauten plärrenden Singsang um 6:00 Uhr früh zu belästigen)
    Es geht hier doch wohl mehr um das Bebauungsrecht 😉

  8. Avatar von harey

    Dann solltest du dich auch aber nicht beschweren wenn Christen in der Tuerkei keine Tuermchen bauen duerfen: Bebauungsrecht! Und dann dieses Glockengeläut… 😉

  9. Avatar von harey

    Und natuerlich gibt es kein Menschenrecht Tuermchen zu bauen, aber das Menschenrecht der Religionsfreiheit besagt dass niemand wegen seiner Religion diskriminiert werden darf. Und ich weiss nicht so ganz wie man ein Gesetz dass Menschen einer gewissen Religion erlaubt Tuermchen zu bauen es Menschen einer anderen Religion aber verbietet nicht als Diskrimierung fuer die zweite Gruppe von Menschen verstehen kann.

  10. @harey: Also darüber beschwere ich mich auch gar nicht! Ist mir relativ wurscht. Allerdings beschwere ich mich über tatsächliche Menschenrechtsverletzungen, Folter und verhinderte Religionsfreiheit in der Türkei! Und das gilt nicht nur für die Minderheit der Christen dort.

  11. Harey schrieb:

    Und ich weiss nicht so ganz wie man ein Gesetz dass Menschen einer gewissen Religion erlaubt Tuermchen zu bauen es Menschen einer anderen Religion aber verbietet nicht als Diskrimierung fuer die zweite Gruppe von Menschen verstehen kann.

    Also ich verstehe das durchaus als Diskriminierung 😉
    (auch wenn heutzutage eher keine Kirchtürme mehr neu gebaut sondern verscherbelt werden.) Die stehen meistens ja schon länger da. Manche sagen sogar, das sei ein Kulturgut.

  12. @mailin

    Ja, ich finde auch, dass man seine Kultur bewahren sollte. Aber ich sehe sie nicht dadurch gefährdet, dass eine muslimische Minderheit in Europa ein paar Moscheen hat. Ich denke, sie entwickeln dadurch ihre eigene Kultur auch weiter, ein europäischer, aufgeklärter Islam. Das ergibt eine neue Kultur.
    Kultur ist auch immer im Fluss, denke ich. Auch die christlich abendländische entwickelt sich dauernd weiter. Ängstliches Festhalten allein wird nichts bringen, denke ich, sondern man muss in der Entwicklung mitgehen.
    Und wenn eine andere Religion hier etwas fussfassen sollte, dann kann man dadurch klarer die eigene erkennen.

  13. …also indem man sieht, das ist unsere Religion, das ist eine andere Religion, man kann dann deutlicher sehen, was das ist, was die eigene Religion ausmacht.

    Aber deswegen braucht man keine Panik vor einer anderen Religion haben, wenn sie friedlich praktiziert wird, denke ich.

  14. Ich war immer schon für den Dialog der Religionen, sogar schon, bevor ich Christ war, aber sie ist nur ein sehr kleiner Teil der Kultur, denke ich. Was ich meine, ist die Kultur. Und nun, gegen Vielfalt bin ich nicht, aber gegen ein Chaos. Darum auch lieber regionale Entscheidungen. Wenn ein Minarett passend in das Stadtbild hineingebaut wird, finde ich das okee.
    Interessant fände ich auch wirklich mal, wie einfach es wäre, rein theoretisch, Kirchtürme mit lauten Glocken zu bauen (auch, wenn das keiner tut). Unsere Kirchen sind zum allergroßen Teil nicht in der Demokratie entstanden. Und auch die Minarette nicht.

  15. @mailin

    Kultur kann ganz unterschiedliches meinen: http://de.wikipedia.org/wiki/Kultur

    Ja, ein Minarett sollte sich sicher irgendwie schon ins Stadtbild einfügen, das gilt ja auch für alle anderen Bauvorhaben. Nur sie generell zu verbieten ist nicht so der Weisheit letzter Schluss.

  16. Faktum berichtet:

    Imam: Minarette sind nicht wesentlich für den Islam

    (22. Dezember 2009/tl.) – Das Schweizer Votum gegen den Bau von Minaretten beleidigt nach den Worten des britischen islamischen Gelehrten Taj Hargey weder den Islam noch schränkt es die religiösen Rechte von Schweizer Muslimen ein.

    Dass die Schweizer sich mit deutlicher Mehrheit in einer demokratischen Abstimmung gegen den Bau von Minaretten gewandt haben, gilt vielen europäischen Politikern – und den meisten schweizerischen und deutschen Zeitungskolumnisten – als ein grosses Ärgernis. Damit werde die freie Religionsausübung behindert. Jetzt hat einer der wichtigsten islamischen Gelehrten Grossbritanniens in einem Kommentar für die „Times“ erklärt, dass Minarette kein notwendiger Teil des Islam seien.

    Das Schweizer Referendum zum Verbot von Minaretten beeinträchtigt nicht die religiöse Freiheit der Schweizer Muslime. Das schreibt Taj Hargey, der Vorsitzende des „Muslimischen Bildungszentrum Oxford“ und Imam der „Summertown Islamic Congregation“ in Oxford in einem Gastbeitrag für die „Times“. Muslime, die in der Schweiz oder anderswo in Europa leben, sollten nicht etwas Kulturelles mit einem Glaubensbekenntnis verwechseln, so der Imam.

    Er empfiehlt den Schweizer Muslimen einen Islam zu praktizieren, der in der Gesellschaft gründet, in der sie leben. Die Schweizer Muslime sollten jetzt keine „Opfermentalität“ entwickeln. Sie müssten der „giftigen Radikalisierung“ ihres Glaubens, die von ausserhalb importiert werde, widerstehen, schreibt der Imam.

    Jetzt hätten die Schweizer Muslime die Chance, die Verbindungen zu der vorherrschenden Theologie aus dem Osten – gemeint ist die in Saudi Arabien gelehrte und von dort exportierte radikale wahabitische Theologie – zu beenden und einen untadeligen muslimischen Glauben zu erneuern.

  17. Ach, ist von Charlys Blog. Ja, ganz interessant.
    Aber eigentlich ist es doch egal, ob hier ein paar Minarette rumstehen. Die Hauptsache ist die Entwicklung eines Islam, der sich den Anforderungen der modernen Welt stellt und zb manches aus der Scharia nicht als verbindlich sieht, sondern als zeitgebunden. Also ein moderner Islam. Der kann dann gern auch Minarette bauen wegen mir.

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