Der erste Beitrag zum Thema war etwas ungenau. Im Titel ging es um die Liebe zu Gott, im Beitrag selbst um die Liebe Gottes zu uns. Das war also das wirkliche Thema.Inzwischen bin ich etwas weiter gekommen. Mein heimliches Thema ist und bleibt immer wieder das Verhältnis von Transzendenz und Immanenz, also Gottes übernatürliches Handeln zu allen natürlichen und natur- und geisteswissenschaftlichen Erklärungen. Klaus Bergers Vorlesungen verdanke ich das Denken in Dualen, also in Kategorien und in Tabellenform. Ich hab da ein paar Wortpaare gefunden, die meine Frage etwas erhellen:
profan – heilig
Unsere Hände – Gottes Hände
materiell/körperlich – geistig
mit Sinnen spürbar – nicht spürbar
Tun – Beten
menschlich – göttlich
irdisch – göttlich
schauen – glauben
sichtbar – unsichtbar
schon jetzt – noch nicht
Ich bin mir nicht sicher, ob diese Gegenüberstellung voll zutrifft, aber wenn sie nur annähernd stimmt, dann lässt sich bezüglich der Frage ergänzen:
Liebe von Menschen – Liebe von Gott
Damit gehört die Liebe von Gott zu Menschen auf die Seite des Glaubens, des Nicht-Spürens, des Noch-Nicht, des Transzendenten.
Natürlich werde ich die Liebe Gottes nie so spüren wie von Menschen. Eben weil Gott kein Mensch ist, der mich umarmt etc..
Und die Gewissheit Seiner Liebe, von der Günter so schön schrieb als eine Gabe des Geistes, gehört doch eben auch auf die tranzendente Seite, auf die geistige, nicht-körperliche.
Mich erleichtert diese Erkenntnis.
Zugleich gibt es mir die Aufgabe auf, mich mehr mit dieser Liebe Gottes zu beschäftigen. Und Liebe erzeugt Gegenliebe, wie auch Martin ich seiner nicht oft genug anzupreisenden Predigt sagte.
> Originalbeitrag (Blog des Autors)
Foto: viki75/pixelo.de



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