
Guter Gott,
der Tag liegt hinter mir, und plötzlich wird es ganz still. In dieser Stille spüre ich, wie viel ich eigentlich geschenkt bekommen habe.
Danke für die Menschen, die an mich denken, auch wenn ich es nicht merke. Für die Hand, die mich gehalten hat, als ich schwach war, und für das Lächeln, das mich heute unerwartet getroffen hat. Danke für alle, die mich lieben, ohne dass ich es erst verdienen muss.
Danke für meinen Atem, der mich Tag für Tag trägt, ohne dass ich darum bitten muss. Für ein Zuhause, in dem ich ich selbst sein darf. Für Tränen, die ich zeigen darf, und für Hoffnung, die manchmal leise zurückkehrt, wenn ich sie am wenigsten erwarte.
Ich denke an die, die heute einsam eingeschlafen sind, und an die, die Angst haben vor dem Morgen. Halte sie, wie du mich hältst.
Was heute schwer war, lege ich dir in die Hände. Was mir wehgetan hat, darf jetzt heilen. Und alles, was ich nicht geschafft habe, soll mich nicht verfolgen, denn ich bin mehr als meine To-do-Liste.
Schenke mir einen sanften Schlaf und morgen früh ein Herz, das wieder weich und mutig ist.
Ich bin müde, aber ich bin dankbar. Und das ist genug.
Amen.



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