Der Vorgang, der sich momentan um das Kinderhilfswerk UNICEF Deutschland abspielt, lässt mir als professionellem Fundraiser schon graue Haare wachsen. Gutes Fundraising geht immer von Transparenz aus, und davon, dass die für eine gute und unterstützenswerte Sache von Spenderinnen und Spendern zur Verfügung gestellten Mittel auch zu einem großen Teil dem eigentlichen Zweck zu Gute kommen.
Das Fundraising natürlich auch nicht kostenfrei zu realisieren ist, ist logisch. Informationsvermittlung, Spendenbriefe, Verwaltung etc.: All das kostet Geld. Gut investiertes Geld, wenn es dabei hilft, Freundinnen und Freunde für ein Hilfsprojekt zu gewinnen, welches Einzelpersonen nicht stemmen können, welches man dann aber gemeinsam, vernetzt mit Hilfe des Fundraising, realisieren kann.
Aber natürlich ist das Fundraising um der Sache willen da und nicht die Sache um des Fundraising willen. Es geht nicht darum, extrem gut bezahlte Manager- und Berater-Posten oder teure Baumaßnahmen zu finanzieren, wie es bei UNICEF Deutschland jetzt als Vorwurf gegen deren Geschäftsführer Dietrich Garlichs im Raum steht.
Da dieses ganze Miss-Management des UNICEF-Geschäftsführers anscheinend schon ein paar Jahre läuft, graust es mir schon davor, was da möglicherweise noch alles an Bauchschmerzen-auslösenden Finanz-Transfers rauskommt. Ich finde es konsequent und richtig, dass die Vorsitzende des Deutschen Komitees für UNICEF, Heide Simonis, Geschäftsführer Garlichs nun aufgefordert hat, sein Amt vorläufig ruhen zu lassen.
Mehr zu der ganzen Affäre auf meinem Fundraising-Blog unter dem Titel: „UNICEF: Fundraising-GAU vor Weihnachten?“
Foto: U. Herbert – Quelle: http://www.pixelquelle.de



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