Der Herr Trump hat mal wieder eine geniale Idee

Und er nannte es „Kriegsministerium“… aber die Rechnung kommt erst noch

Man könnte meinen, es sei ein Scherz aus einer späten Satiresendung, aber wir leben ja in Zeiten, in denen die Realität oft die kühnste Fiktion überholt. Donald Trump, seines Zeichens Präsident der Vereinigten Staaten, hat mal wieder eine Idee gehabt. Eine glorreiche, wie er findet. Das US-Verteidigungsministerium klingt ihm wohl zu… naja, zu defensiv. Pazifistisch fast. Deshalb soll es jetzt wieder so heißen wie in den guten alten Zeiten: Kriegsministerium. Ja, richtig gelesen.

Sein treuer Pentagon-Chef, Pete Hegseth, der sich dann folgerichtig „Kriegsminister“ nennen darf, begründet das Ganze damit, man wolle das „Krieger-Ethos“ der Streitkräfte widerspiegeln. Eine ehrliche Haut, könnte man sagen. Endlich nennt man das Kind beim Namen. Aber diese Ehrlichkeit hat einen saftigen Preis.

Und hier wird es wirklich amüsant, auf eine etwas tragische Weise. Erinnern wir uns kurz: War da nicht mal ein gewisser Donald Trump, der angetreten ist, um den „Sumpf“ trockenzulegen und die Verschwendung von Steuergeldern zu beenden? Der große Kostensenker? Tja, diese Namensänderung, diese ach so wichtige symbolische Geste, dürfte den amerikanischen Steuerzahler hunderte Millionen US-Dollar kosten.

Warum? Weil man eben nicht nur ein Schild am Eingang austauschen muss. Es geht um weltweit Tausende von Schildern, um Briefköpfe, um offizielle Dokumente, um Uniform-Abzeichen, um die Lackierung von Fahrzeugen und und und. Ein gigantischer bürokratischer und finanzieller Aufwand für – ja, wofür eigentlich? Damit die Visitenkarte des Ministers martialischer klingt?

Es ist die pure Ironie. Ein Präsident, der versprach, Kosten zu senken, macht nun genau das Gegenteil. Er verbrennt Millionen für eine rein kosmetische Operation, die vor allem eines signalisiert: eine Abkehr von der Idee der Kriegsverhinderung, die 1947 nach den Schrecken des Zweiten Weltkriegs zur Umbenennung in „Verteidigungsministerium“ führte.

Per Dekret will Trump das jetzt erst mal als „Zweittitel“ durchdrücken. Den Kongress, der formell zustimmen müsste, umgarnt er mit der ihm eigenen Selbstsicherheit: „Ich bin sicher, dass der Kongress zustimmen wird, wenn wir das brauchen.“ Ob die Abgeordneten das genauso sehen, wenn sie die absurde Rechnung für diese patriotische Protzerei auf den Tisch bekommen, bleibt abzuwarten. Es ist und bleibt vorerst reine Symbolpolitik. Aber eben eine, die verdammt teuer wird.

Quelle: DIE ZEIT

Donald Trump himself hat zu keinem Zeitpunkt in der US Army oder einem anderen Zweig der amerikanischen Streitkräfte gedient.

Während des Vietnamkrieges war Donald Trump im wehrpflichtigen Alter, erhielt jedoch insgesamt fünfmal einen Aufschub von der Einberufung.

Vier dieser Aufschübe erhielt er aufgrund seines Studiums. Nach seinem Abschluss im Jahr 1968 wurde bei ihm ein Fersensporn diagnostiziert, was zu einem medizinischen Aufschub (1-Y) führte, der ihn von der Wehrdiensttauglichkeit befreite.

Obwohl er die New York Military Academy besuchte, eine private Internatsschule mit militärischer Ausbildung, war dies keine offizielle militärische Einrichtung, die zu einer Dienstverpflichtung in den US-Streitkräften führte.

Das Thema seines vermiedenen Militärdienstes wurde während seiner politischen Karriere wiederholt öffentlich diskutiert und kritisiert.


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