Das junge Paar, ihr Hauskauf und furchtbar hilfsbereite Schwiegereltern

Es ist schon etwas Besonderes, das erste gemeinsame Haus zu beziehen, besonders wenn man so verliebt ist wie Hanna und Kurt. Sie hatten das Bild eines traumhaften Heims vor Augen, als sie das sieben Jahre alte Haus kauften, das genau die richtige Mischung aus Charme und Möglichkeiten bot.

Nun, es war nicht ganz perfekt. Die Türzargen im Obergeschoss mussten ausgetauscht werden, aber das war eine Kleinigkeit. Zumindest dachten sie das, bis Hannas Schwiegervater ins Spiel kam. Mit der Großzügigkeit eines Mannes, der weiß, dass er nicht für das Material zahlen muss, bot er an, die Arbeiten zu übernehmen. Warum auch nicht? Immerhin hatte er ein Werkzeugset, das teurer war als der durchschnittliche Gebrauchtwagen.

Und so begann es. Mit der Präzision eines Herzchirurgen und der Sanftheit eines Elefanten in einem Porzellanladen riss der Schwiegervater die Türzargen heraus. Dann entdeckte er kleine Haarrisse in den Wänden. Die natürlich sofort repariert werden mussten. Bald waren die Wände so blank wie am ersten Tag und die Fußböden glich einem Schlachtfeld aus dem ersten Weltkrieg.

Kurt schien das alles nur mäßig zu beunruhigen. Immerhin war es sein Vater, der das Chaos anrichtete. Aber Hanna? Sie war sprachlos. Sie war gerade dabei, sich an die neue Einrichtung, bestehend aus Schutt und freiliegenden Leitungen, zu gewöhnen, als sie bemerkte, dass ihre Schwiegermutter im Garten am Werk war.

Die gute Frau hatte sich den Garten vorgenommen, als wäre sie eine Kreuzung aus Landschaftsgärtnerin und Abrissbirne. Wo früher blühende Beete waren, gab es jetzt aufgeräumte Beete, die an ein mathematisches Rätsel erinnerten. Hanna kam gerade von der Arbeit nach Hause, als sie ihre Schwiegermutter im Garten sah und fragte: „Hanna, warum hältst du den Garten nicht in Ordnung?“

Vielleicht hatten sie gehofft, in ihr neues Heim zu ziehen und ein ruhiges, glückliches Leben zu führen. Stattdessen hatten sie eine Baustelle, einen neu gestalteten Garten und zwei sehr zufriedene Schwiegereltern. Nun, man kann nicht alles haben. Zumindest wäre das nächste Familientreffen sicherlich interessant.


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