In Deutschland sind offenbar die Stickoxidwerte, verursacht durch die Autos, zuvörderst durch Dieselfahrzeuge, in den Städten zu hoch. Das ist für manche ein Problem, für andere überhaupt keines.
Auf der einen Seite der Debatte steht die Autoindustrie, der Bundesverkehrsminister, der sich aus irgendwelchen Gründen auf dieser Seite angesiedelt hat, und nun auch 112 angry men, sogenannte Lungenfachärzte, die meinen, sie wüssten, was Sache ist. Wenn man sie alle hört, kann man zur Überzeugung gelangen, dass es fast schon fahrlässig ist, wenn man einen Tag mal ohne Stickoxide verbringt. Könnte ja gesundheitsschädlich sein. Der Körper lechzt nahezu nach Stickoxiden.
Auf der anderen Seite der Verein mit dem Namen Umwelthilfe, sowie die Grünen und andere Umweltaktivisten. Sie sind der Meinung, allein der Gedanke an nur ein einziges Stickoxidmolekül könne schon schwerste Krankheiten auslösen.
Zwischendrin befinden sich die Autofahrer und die die spezielle Untergruppe, die Dieselfahrer, und dann noch diejenigen, die zudem noch in der Stadt wohnen. Sie sind besonders zwiegespalten, da bei Ihnen die Schadstoffwerte ja besonders hoch sein sollen. Einerseits möchten diese Menschen ihr neues Auto nicht zu einem Schleuderpreis verhökern müssen, wenn Fahrverbote kommen sollten, andererseits würden sie auch ganz gerne gesund über die nächsten Jahre kommen und nicht eines vorzeitigen Todes aufgrund von Lungenkrankheiten sterben. Oder aufgrund von anderen Krankheiten, die entweder durch zu hohe Stickoxidwerte oder durch die Feinstaubbelastung hervorgerufen werden.
Es gibt also die beiden Pole und dann noch die Autofahrer. Die Wahrheit liegt wohl irgendwo in der Mitte, allerdings sicher nicht ganz mittig und sicherlich nicht in Richtung der 112 angry men. den Stickoxide, das kann jedes Kind verstehen, sind eben nicht gesundheitsförderlich. Und gerade für die schwachen in der Gesellschaft, die älteren, die asthmakranken und Kinder sind sie besonders schädlich. Schade eigentlich, dass der Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer, der ja zur CSU gehört, zu der Partei mit dem C im Namen also, – das C steht übrigens für christlich – dass dieser Bundesverkehrsministerirgendwie die Schwachen ausblendet.
War aber nicht gerade das eine ganz zentrale christliche Grundidee? Ach egal, das C im Namen klingt einfach so nett und gibt einem irgendwie warme und gute Gefühle, wenn man diese Partei wählt.
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