Von Folterbericht und Weltgericht
Wer hätte das gedacht oder auch nur geahnt. Die USA haben im Zuge des Krieges gegen den Terror Gefangene in Geheimgefängnissen gefoltert. Nun wurde ein Bericht über die Foltermaßnahmen veröffentlicht und der Aufschrei ist – naja, groß ist er nicht. Man rümpft öffentlich die Nase, die USA seien eben auch nicht das Maß aller Dinge, kein Modell für Menschenrechte, keine moralische Instanz. Thomas Berbne vom NDR kommentierte diese Enthüllung, es sei eines der dunkelsten Kapitel der amerikanischen Geschichte. Die Amerikaner würden ihre Werte wegwerfen. Der Schaden für das Ansehen der USA sei gewaltig. Aber – die Veröffentlichung des Berichts ist ein erster Schritt der Aufarbeitung. Obama hat dem fiesen Treiben ein Ende gesetzt. Der US Kongress hat erkannt, verbergen und vertuschen ist kein weg. Die USA könnten aus ihren Fehlern lernen.
Ich stimme dem Spiegel zu, wenn er…



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