Römisch-katholische Priester für das Ende des Pflichtzölibats …

… und für die Frauenordination. Das jedenfalls ist das Ergebnis einer Umfrage von Soziologie-Studierenden der österreichischen Johannes-Kepler-Universität in Linz, welche unter Betreuung von Prof. Dr. Josef Lins dieses Themas angenommen haben – die übrigens bereits vor dem Bekanntwerden der Mißbrauchsskandale durchgeführt, deren Ergebnisse aber erst jetzt veröffentlicht wurden .

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Kommentare

8 Kommentare zu „Römisch-katholische Priester für das Ende des Pflichtzölibats …“

  1. Der römisch-katholische Bischof Paul Iby (Burgenland / Österreich) hat sich übrigens mittlerweile als Unterstützer dieser Wünsche geoutet: Bischof Iby: Pflichtzölibat aufheben.

  2. Auf keine Fall darf das Pflichzölibat aufgehoben werden! Damit schmeißt man eine der schönsten Ideale der katholischen Kirche über Bord!

  3. @jesusandyou

    Na ja. So groß ist das Ideal in der römisch-katholischen Kirche ja nun auch nicht: Immerhin gibt es nun schon geraume Zeit verheiratete Diakone, und in den mit der römisch-katholischen Kirche unierten griechisch-katholischen Kirchen, die ja auch dem Papst von Rom als ihrem Oberhaupt unterstehen, sind verheiratete Diakone und Priester vollkommen selbstverständlich.
    Der Zwangszölibat der römisch-katholischen Kirche ist eine reine Frage des Kirchenrechts.

  4. Hallo Walter,

    das Zwangszölibat ist eben nicht nur Kirchenrecht! Im Alt_Testament als auch im Neu_Testament gilt Gott als der Bräutigam und die Juden/Kirche als die Braut.
    Und gerade deswegen muss es Geistliche geben, die sich alles hingeben für Gott. Und alles bedeutet alles! Und dazu gehört nun mal auch das Sexualleben! -Damit sie mit Gott verheiratet sind. Wenn dieses hohe Ideal weggeschmissen wird, dann verliert das Praktizieren der Botschaft Gottes einen erheblichen Teil. Das wäre so, als ob niemand sich mehr für die Weltmeisterschaft interessieren würde, sondern nur für die Kreisliga.

    LG
    Khoi

  5. @Khoi

    Hallo Khoi,

    wenn es nicht nur eine Frage des Kirchenrechts wäre, sondern tatsächlich eine Frage des reinen Ideals, dann könnte die römisch-katholische Kirche / der Papst eigentlich nicht die Praxis der griechisch-katholischen Kirche tolerieren.
    Zudem wäre die frühe Kirche (bei der ja auch Bischöfe verheiratet waren) dann also nicht so „hochwertig“ gewesen, wie dann die spätere zölibatäre römisch-katholische Kirche … Das finde ich denn doch etwas Zweifelhaft.

    Herzlich

    Walter

  6. Hallo Walter,

    ich verstehe was Du meinst mit der Tolerierung. Aber nichtsdestotrotz sagt es nichts darüber aus, ob das nun den hohen Idealen von Jesus übereinstimmt oder nicht! Ich will niemanden verurteilen, denn ich bin selber ein Laie und ich will heiraten und nicht ins Kloster…

    Was die früheren Bischöfe falsch gemacht haben will ich gar nicht bereden. Aber es gibt nun einmal diese Idealen von Jesus. Ganz egal, wieviel der Mensch diese erfüllen kann oder will, es muss bewusst sein, dass es diese „hochwertigen“ Ideale von Jesus gibt.

  7. Hallo Khoi,

    danke für Deine Antwort.

    Ich denke, wir können darin sicherlich übereinstimmen, dass es Menschen gibt, die um des Himmelreiches willen zölibatär leben (vgl. Mt 19,12). Ich selber kenne durchaus einige sehr überzeugende zölibatär lebende Menschen, bei denen ich nicht im geringsten das Gefühl habe, sie würden gezwungenermaßen den Zölibat auf sich nehmen.

    Auf der anderen Seite gibt es aber viele römisch-katholische Geistliche, die den Zölibat nur deswegen auf sich nehmen, weil sie in den priesterlichen Dienst berufen sind – aber nicht unbedingt zum Zölibat.

    Und in diesem Kontext möchte ich doch auch auf eine andere Bibelstelle hinweisen. Erster Brief des Timotheus 3,2-4: „Deshalb soll der Bischof ein Mann ohne Tadel sein, nur einmal verheiratet, nüchtern, besonnen, von würdiger Haltung, gastfreundlich, fähig zu lehren; er sei kein Trinker und kein gewalttätiger Mensch, sondern rücksichtsvoll; er sei nicht streitsüchtig und nicht geldgierig. Er soll ein guter Familienvater sein und seine Kinder zu Gehorsam und allem Anstand erziehen.“

    Wenn man diese Bibelstelle genauso exklusiv betrachten würde, wie Zwangs-Zölibats-BefürworterInnen manchmal Mt 19,12 zitieren, müsste man ja eigentlich schon von einer Verpflichtung für einen Bischof ausgehen, verheiratet sein zu müssen.

    Neben der geschichtlichen Tatsache, dass bis über die erste Jahrtausendwende auch in der römisch-katholischen Kirche Priester ganz selbstverständlich verheiratet waren (der verpflichtende Zölibat ist erst seit dem Zweiten Laterankonzil im Jahre 1139 eine unabdingbare Zugangsvoraussetzung für den priesterlichen Dienst geworden), sehe ich daher keinerlei Grund für Geistliche eine Verpflichtung zum Zölibat vorzusehen.

    In meiner Alt-Katholischen Kirche, in der ich selber ebenfalls als Priester wirke, ist es den Geistlichen freigestellt, ob sie verheiratet sind oder zölibatär leben. Ein großer Teil unserer Geistlichen ist verheiratet. Ein anderer Teil aber auch nicht. Je nach der eigenen Berufung.

    Herzlich

    Walter

  8. Hallo Walter,

    ich finde es sehr gut, dass Du ein Gottesmann bist.
    Und es ist immer wieder erfrischend über die Religion zu diskutieren.

    Ich interpretiere die Verse 2-4 so:
    In der Bibel muss man besonders drauf achten, wenn von Hochzeit, Ehe, Jungfrau, Bund die Rede ist. Ist das jetzt wortwörtlich gemeint? Oder ist es symbolisch oder gar mystisch gemeint? Manchmal sind die Übergänge fließend und manchmal bedeutet Ehe schlicht Ehe! Aber nicht selten bedeutet Ehe, die Ehe mit Gott oder mit der Gemeinde. Heute würden wir sagen: „Der ist mit seinem Job verheiratet!“

    „nur einmal verheiratet“ ist eine heutige Übersetzung. Wortwörtlich muss übersetzt werden: „Mann einer Frau“. Wer oder was ist die Frau? Die Frau ist die Gemeinde, für die der Bischof kümmern soll. Der Bischof ist der Gemahl.

    „Er soll ein guter Familienvater sein und seine Kinder zu Gehorsam und allem Anstand erziehen.“
    Die Kinder sind die Mitglieder der Gemeinde und er der Familienvater und somit der Gemahl der Gemeinde ist soll die die Mitglieder wie (wie heißt hier aber nicht, dass er unbedingt leibliche Kinder haben muss) seine leiblichen Kinder erziehen.

    „5 Wer seinem eigenen Hauswesen nicht vorstehen kann, wie soll der für die Kirche Gottes sorgen?“

    Hauswesen bedeutet der eigene Körper und die eigene Seele. Kirche Gottes ist wiederum die Versammlung der Anhänger Jesu, und heißt auch Leib Christi.

    Nur wer sich selber beherrschen kann, kann auch für andere sorgen. Will heißen: Was im Kleinen funktioniert, funktioniert auch im Großen.

    Vorerst dazu.

    Einen schönen und gesegneten Tag noch Walter.

    Lg
    Khoi

    Der erste Brief an Timotheus, Kapitel 3

    Der Bischof

    1 Das Wort ist glaubwürdig: Wer das Amt eines Bischofs anstrebt, der strebt nach einer großen Aufgabe.
    2 Deshalb soll der Bischof ein Mann ohne Tadel sein, nur einmal verheiratet, nüchtern, besonnen, von würdiger Haltung, gastfreundlich, fähig zu lehren;
    3 er sei kein Trinker und kein gewalttätiger Mensch, sondern rücksichtsvoll; er sei nicht streitsüchtig und nicht geldgierig.
    4 Er soll ein guter Familienvater sein und seine Kinder zu Gehorsam und allem Anstand erziehen.
    5 Wer seinem eigenen Hauswesen nicht vorstehen kann, wie soll der für die Kirche Gottes sorgen?
    6 Er darf kein Neubekehrter sein, sonst könnte er hochmütig werden und dem Gericht des Teufels verfallen.
    7 Er muss auch bei den Außenstehenden einen guten Ruf haben, damit er nicht in üble Nachrede kommt und in die Falle des Teufels gerät.

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