James Bond in der Kirche

Ich habe einen Freund, dessen Hauptthema sich bei Unterhaltungen, Seminaren oder Predigten in den letzten Monaten immer mehr auf eine Grundidee fokussiert: Liebe.
Er hat für sich heraus gefunden, wie enorm wichtig dieses Thema gerade unter Christen ist oder sein sollte:

  • Da gibt es im Bekanntenkreis jede Menge von Defiziten – und Liebe wäre das Rezept, diese Lücken zu füllen
  • Da gehen Ehen auseinander – und gut verstandene Liebesprinzipien hätten das beim Umsetzen derselben verhindern können
  • Da gibt es ellenlange bzw. endlose Diskussionen, wie Kirche resp. Gemeinde heute gelebt werden muss – und das Anwenden von 1.Korinther 13 würde ganz Vieles verkürzen oder vereinfachen.
  • Das sogenannte Generationsproblem wäre keines, wenn wir mehr über Verbindendes als über Trennendes streiten würden.
  • Und auch die Wertschätzung der eigenen Person könnte Triumphe feiern, wäre da das Lieben in Aktion vorgängig vorhanden gewesen.
  • Wie kann ich wertschätzend mit Mitmenschen umgehen, wenn mein Liebestank meistens leer ist?

Fritz – mein Freund – schickte mir kürzlich eine Mail, über die ich schmunzeln musste:

„Hier schreibt der Christian Secret Service 00Lieben! Ich habe die Lizenz zum Beten! Aber ich setze sie nicht immer ein – es ist einfach zu gefährlich – zu viele Menschen und Dinge verändern sich, auch wenn ich manchmal daneben bete.“

Das wäre doch eine Idee, eine Firma zu gründen, die sich CSS nennt: Christian Secret Service. Mit der Lizenz zum Beten – wie er schrieb – oder auch zum Lieben. Das würde obige Probleme, nun ja, vielleicht nicht ganz lösen, aber zumindest minimieren helfen.
Ja, so eine Firma wäre nicht schlecht, bei der die gängigen Verhaltensmuster auf den Kopf gestellt würden. Also nicht 007 – James Bond mit der Lizenz zum Töten, sondern 00Lieben mit der Lizenz zum Lieben.

Da fällt mir ein: Diese „Firma“ gibt es ja bereits seit zwei Jahrtausenden. Jesus hat sie gegründet. Und vorgelebt, wie das mit dem Lieben gehen kann. Sogar Lieben bis in den Tod ist möglich. Bei ihm.
Auch bei uns? Vielleicht nicht in seiner Konsequenz, aber von seiner intensiven Liebe zu Gott und Menschen, davon können wir allemal profitieren…

[Originalpost]

Foto: stefan_q1983/pixelio.de – Skulptur vor dem UNO-Gebäude in New York


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Kommentare

2 Kommentare zu „James Bond in der Kirche“

  1. Ich gehe auch davon aus, dass es neuere „Firmen“ gibt, die einen Rechnung in die Gebete einschließen. Fände ich nicht weiter ungewöhnlich, denn zahlende Kundschaft gibts bestimmt. Naja und was den Ablaßhandel angeht, gehts da um n bissl was anderes aber stattgefunden hat er ja. Sich Reue zu erkaufen hat Tradition und glücklicherweise kann man das gut mit dem jährlichen Steuerausgleich verbinden.

  2. Der Text der Mail gefällt mir ausgesprochen gut…..die Lizenz zum Lieben nimmt leider nicht jeder an. aber die Hoffnung bleibt!

    Guten Morgen und LG Bonafilia

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