Sterbebegleitung und Sterbehilfe sind zwei grundlegend verschiedene Dinge.
Während in Deutschland – Gott sei Dank – die Menschen nur im Sterben begleitet werden und mit palliativen Massnahmen vor Schmerzen bewahrt, kann man sich in der Schweiz schnell mal selbst töten lassen.
Ich denke da an ein Interview auf Deutschlandradio Kultur, wo eine alte Dame, die zwar auch Schmerzen hatte – die jedoch, so meine Erinnerung, durchaus gelindert werden konnten -, sich in der Schweiz schnell mal umbringen ließ.
Todesdatum geplant, davor noch mal schön Essen gegangen, dann hinein in den Tod. Wie widerlich, wie grausam, wie entmenschlicht, so meine Meinung.
Nun musste ich doch glatt eben lesen, dass der Sterbeboom in der Schweiz Hochkonjunktur hat. Grausig. Wie viele von diesen Menschen, die sich dort töten lassen, würden noch leben, wenn man ihnen Sinn im Leben geben würde, wenn man sie spüren lassen würde, sie sind gewollt und gebraucht. Ja, liebe Angehörige, hier sind auch Sie (ja, Sie !) gemeint. Kümmern Sich sich doch bitte um Ihre Eltern und Verwandte, bevor diese völlig sinnentleert den sogenannten Freitod wählen, weil ihr Leben ihnen keinen Sinn mehr macht. Sie machen sich moralisch mitschuldig, wenn Sie davon wissen, aber nichts dagegen tun. Lesen Sie hier.
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foto:Lois Poisy, Miss Loisy,flickr.com



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