
Ich wache auf –
unfreiwillig.
Der Wecker schreit,
als hätte er persönlich was gegen mich.
Kaffee?
Hilft nicht.
Ich trinke ihn trotzdem,
aus Gewohnheit
und Verzweiflung.
Der Spiegel sagt:
„Du siehst aus wie dein Wochenende sich angefühlt hat.“
Danke, Spiegel.
Wirklich hilfreich.
Der Montag steht in der Tür,
mit Aktentasche und Zahnpasta-Lächeln.
„Na, ausgeschlafen?“
Halt die Klappe, Montag.
Ich scrolle durch Mails,
als wär’s ein Film –
jeder Klick ein Jumpscare.
Mein Gehirn startet im Sparmodus,
mein Gesicht arbeitet auf Autopilot,
und mein Herz fragt leise:
„Ist’s schon wieder Freitag?“
Kollegen reden.
Ich nicke,
verstehe nichts.
Aber das ist okay.
Niemand versteht was am Montag.
Und ganz ehrlich?
Wenn ich heute irgendwas Großes erlebe,
dann höchstens
die falsche Bahn nehmen.
Montag,
du bist wie ein Popcornkern zwischen den Zähnen:
unnötig, störend, aber irgendwie nicht loszuwerden.
Lass uns das einfach durchziehen.
Ohne große Gefühle.
Du tust so, als wärst du wichtig,
aber wir wissen beide,
dass nur Freitag zählt.



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