
Endlich.
Die Sonne hat den Regen besiegt,
sie trocknet den Asphalt,
und die Stadt atmet tief und warm auf.
München riecht wieder nach Möglichkeit.
·
Auf meinem Bildschirm
ziehen die Urlaube der anderen vorbei,
ein endloser Feed aus blauem Meer
und gebräunter Haut.
Kleine, perfekte Fluchten im Quadrat.
·
Ich bin noch hier.
Zwischen dem Geräusch der Tram
und einem Eis in der Hand.
Mein Platz ist der Englische Garten,
mein Horizont die Dächer der Maxvorstadt.
·
Aber es ist kein Neid.
Es ist eher ein leises Knistern,
die Vorfreude, die sich aufbaut.
Ein Gefühl, als würde man den Anlauf nehmen.
·
Denn mein Sommer
fängt erst noch an.
Und dieser Münchner August,
dieses Warten in der Wärme,
ist der schönste Flughafen der Welt.



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