Gibt es eigentlich die Hölle?

Die Hölle, das sind die anderen. Dieses Zitat stammt aus Sartres Werk „Geschlossene Gesellschaft“. Die Hölle, das kann man auch selbst sein, im eigenen Denken. Dann, wenn man sich immer wieder um ähnliche Gedanken dreht und herumkreist und aus ihnen nicht herauskommt. Die Hölle, das könnte auch sein, wenn man sich bewusst von Gott abwendet und von seiner Liebe. Im evangelisch-lutherischen Sinne ist das Thema der Hölle allerdings nicht wirklich vorhanden. Denn nach Martin Luthers Sicht ist Gott jemand, der den Menschen aus Gnade annimmt, wenn man an ihn glauben kann, welcher sich den Menschen in Jesus Christus gezeigt hat. … Gibt es eigentlich die Hölle? weiterlesen

Machen Sie sich gerne Glaubensdruck ?

Manche Menschen sind Christen und glauben, seit sie das sind, sich auch so verhalten zu müssen. Das ist einerseits gut gemeint, aber wie verhält man sich als Christ eigentlich? Man orientiert sich sicherlich am Doppelgebot der Liebe, wonach man Gott lieben soll und seinen Mitmenschen, wie sich selbst, unter der Voraussetzung natürlich, dass man sich selbst liebt. Darüber hinaus machen sich manche Christen aber gerne mal das Leben zur Hölle, zumal das Glaubensleben, weil sie irgendwie implizit der Meinung sind, als Christ müsse man unglaublich fromm erscheinen, müsse immer fröhlich auf andere wirken, dürfe nie Probleme haben und auch niemals … Machen Sie sich gerne Glaubensdruck ? weiterlesen

Was soll man von biblipedia halten?

Neues Jahr, neues Glück, so scheint es. Und mit Jahresbeginn ist eine neue Blogcommunity mit dem biblisch klingenden Namen biblipedia.de an den Start gegangen mit dem hehren Ziel, biblische Lehre für Blogger in die Welt hinaus zu verbreiten. An sich eigentlich gar keine so schlechte Sache, wenn da nicht ein kleines Problemchen wäre. Aber dazu später. Zunächst einmal sind 16 (erz?)konservative Christen angetreten, um ein Blogforum für evangelikale, liberale, postevangelikale Christen und für Skeptiker aufzubauen. Das erscheint mir schon etwas als Widerspruch, denn Liberale und Evangelikale passen irgendwo nicht so gut zusammen. Auch bin ich mal gespannt, ob diese 16 … Was soll man von biblipedia halten? weiterlesen

Gibt es in der evangelischen Kirche auch Heilige ?

Die Frage mag sich für manche Leute erst einmal absurd anhören. Klar, in der katholischen Kirche gibt es Heilige. Das sind Menschen, die Gott besonders nahe stehen und in religiöser und ethischer Sicht als vorbildhaft angesehen werden. Aber bei den Protestanten, also in der evangelischen Kirche, wie sieht es da aus? Zunächst möchte man glauben, es gäbe dort selbstverständlich keine Heiligen. Deshalb als kurzer Vorgedanke zunächst einmal eine Antwort auf die Frage, was eigentlich das Heilige ist: Das Heilige schlechthin ist Gott selbst, aber Christus ist in seiner einzigartigen Beziehung zu Gott dem Vater durch seinen Tod und seine Auferstehung … Gibt es in der evangelischen Kirche auch Heilige ? weiterlesen

Warum du etwas ganz Besonderes bist

Je nach Lebenssituation ist man sich manchmal nicht ganz sicher, ob oder wie viel man eigentlich wert ist. Biblisch argumentiert besitzt du und jeder Mensch aber einen gewaltigen Wert. Bereits im Alten Testament, ganz zu Beginn in der Genesis, wird der Gedanke formuliert, dass Gott den Menschen zu seinem Ebenbild schuf. Heutzutage gehen wir davon aus, dass dies vermutlich auf dem Wege der Evolution passiert ist, aber das ändert nichts Prinzipielles an der Tatsache, dass dahinter ein Wille steht, der alles, was es gibt, in Existenz hat kommen lassen und dies auch so wollte. Paulus, der bekannteste christliche Missionar, fasst … Warum du etwas ganz Besonderes bist weiterlesen

Schlechtes Gewissen am heutigen Reformationstag?

Vielleicht hast du ein schlechtes Gewissen heute. Wer weiß, weswegen. Damit wärst du in guter Gesellschaft. Dann Martin Luther, in dessen Gedenken wir ja den Reformationstag heute feiern, litt ebenfalls unter einem massiv schlechten Gewissen. Seine Sorge war jedoch mehr ganzheitlicher und auch religiöser Natur. Die Frage hieß, wie kann ein Mensch vor Gott bestehen, selbst, wenn er versucht, alles richtig zu machen? Macht man nicht immer etwas falsch, selbst, wenn man vielleicht gar nichts davon weiß? Das Evangelium gab Luther schließlich ein ruhiges Gewissen vor Gott. Denn in ihm fand er die zentrale Aussage, die ihn beruhigte und die … Schlechtes Gewissen am heutigen Reformationstag? weiterlesen

Wochenende und Beruf

Hurra, das Wochenende ist da und die meisten Leute können es sicherlich genießen. Ganz besonders können das die Leute, die unter der Woche einen Job gemacht haben, oder besser gesagt, sie müssen es genießen. Denn ein Job unterscheidet sich von einem Beruf dadurch, dass man ersteren macht, um Geld zu verdienen, wenngleich er nicht unbedingt identitätsstiftend ist. Ein Beruf dagegen hat etwas mit Berufung zu tun, er ist durchaus auch anstrengend, aber generell stimmt man in der Regel mit seiner Tätigkeit überein und identifiziert sich mit ihr. Viele Menschen haben einen Job, einige Menschen einen Beruf. Die Menschen, die bei … Wochenende und Beruf weiterlesen

Die Grenze der Unterwerfung: So weit darf Gehorsam gehen

Fabian Maysenhölder. Ob kirchlich oder weltlich, Luther verlangte Gehorsam gegenüber der legitimen Obrigkeit. Doch folgt daraus ein Kadavergehorsam? Wo sind die Grenzen zu ziehen – und wie sieht es heutzutage mit der Unterordnung unter eine Obrigkeit aus? Stephan Dorgerloh, Kultusminister von Sachsen-Anhalt, legt auf diese Fragen den Fokus seiner Ausführungen am 7.März 2014 in Bad Boll. Für Luther liege die Grenze des Gehorsams in der Frage nach der Sünde: Wenn Obrigkeit zur Sünde verführt, so komme Apg. 5,29 zum Zuge: “Man muss Gott mehr gehorchen als den Menschen.” In Luthers Verständnis sei Obrigkeit zudem von Gott eingesetzt – und demzufolge zunächst … Die Grenze der Unterwerfung: So weit darf Gehorsam gehen weiterlesen

“mmh…” Allerheiligster Mammon?

Mechthild Werner. Nach langer Blogpause müssen wir heute am Feiertag gleich über das Allerheiligste sprechen – über Gott. Oder über Geld? Nach dem Reformationstag kann das am besten Martin Luther: „Das gegenwärtige Geld lässt den gegenwärtigen Gott verachten.“ Klingt glaubwürdig. Zumal Luther weder 7er-Dienstwagen noch Luxusbadewanne besaß. Wohl aber einige Immobilien und Kunstwerke, Silberbecher, Juwelen und Bücher. Auf etwa eine Million Euro, rund neuntausend Gulden, wird sein Nachlass beziffert. Dabei hatte er als Augustinermönch Armut gelobt. Als Professor erhielt er rund 300 Gulden Jahresgehalt, dazu Geschenke von Fürsten und Freunden. Immerhin nahm er kein Honorar für Vorträge oder Predigten…>mehr. foto:  Bestimmte Rechte vorbehalten von jcarlosn “mmh…” Allerheiligster Mammon? weiterlesen

Online-Spiel zum Reformationstag: Abenteuer mit Martin Luther

Auf dem evangelischen Kinderportal „kirche-entdecken.de“ ist ab dem 31. Oktober 2013 das Spiel „Martin Luthers Abenteuer“ online. Kinder erfahren auf spielerische Weise einiges über die Person und das Leben des Reformators, der sich vom furchtsamen Studenten hin zum mutigen Reformator wandelte. „Du kommst genau im richtigen Moment! Siehst Du die dunklen Wolken da oben? Vor denen hat Martin ganz schön Angst“, begrüßt Spielführerin Kira, eine Elster, den Besucher zur ersten Aufgabe. Los geht’s: Die Zeichentrick-Animation zeigt einen Feldweg…>mehr. foto: Hajo Rebers  / pixelio.de Online-Spiel zum Reformationstag: Abenteuer mit Martin Luther weiterlesen

Das Gewissen

Josef Bordat. Manuskript eines Vortrags vom 4. März 2013 in der Katholischen Pfarrgemeinde St. Martin (Berlin-Reinickendorf). Einführung. Eine Gestalt aus der griechischen Mythologie, zugleich der Titelcharakter eines antiken, vorchristlichen Dramas, ein Mönch, der sich vom Kirchenkritiker zum Reformator entwickelt und eine junge Studentin aus München, die eine christliche Erziehung genoss. Antigone, Martin Luther und Sophie Scholl – ihre gut tradierten Erfahrungen spannen über zwei Jahrtausende europäische Kulturgeschichte auf: die griechische Mythologie und das antike Theater, der Übergang vom Mittelalter zur Neuzeit und die schlimmen Jahre der jüngeren deutschen Geschichte. Im einzelnen völlig verschieden und unverbunden, sind ihre Erfahrungen doch umklammert von einem zeitlosen … Das Gewissen weiterlesen

Reform der deutschen Sprache

Josef Bordat. Martin Luthers Bibelübersetzung Am 2. September 2004 brennt die Anna-Amalia-Bibliothek in Weimar lichterloh. Ein Mann rennt in die Flammen, um die bedeutendsten Bücher zu retten – Direktor Michael Knoche. Auf die Frage, welche Sammlungsstücke denn so wertvoll seien, dass er dafür sein Leben aufs Spiel gesetzt habe, antwortet Knoche: „Eine Lutherbibel von 1534. Dazu habe ich noch zwei Ausgaben des Neuen Testaments von 1522 draufgepackt.“ Der couragierte Akt des bibliophilen Mannes macht deutlich, welchen Stellenwert Luthers Übersetzungsarbeiten haben. Luther ist zunächst bekannt als Reformator.>mehr. foto:  Savio Sebastian,flickr.com Reform der deutschen Sprache weiterlesen

Nacht der Kürbisse

Kürbisse oder Räbeliechtli: Das Stimmungsvolle daran sind die Lichter, die in die Nacht hinaus leuchten. Wir haben allen Grund, Jesus Christus als das Licht der Welt zu feiern. Nicht bloss an Weihnachten, sondern fortwährend – gerade in diesen Wochen der kalten Winde und dunklen Abende. Wer sich mit Geistern befasst, lenkt sich selbst vom Wesentlichen ab:..>mehr. Die freche Alternative zu Halloween:  Während immer mehr Menschen mit dem 31. Oktober nur noch Halloween-Partys in Verbindung bringen, geht die Evangelische Kirche in Deutschland in eine ganz andere Richtung: Sie erinnert in der sogenannten ChurchNight an den Beginn der Reformation. Die Kampagne wurde … Nacht der Kürbisse weiterlesen

Reformationstag

Am 31. Oktober 1517 schlug Martin Luther – so sagt es die Überlieferung – 95 Thesen an die Tür der Schlosskirche zu Wittenberg an und rief zur Diskussion darüber auf. Dieser Thesenanschlag gilt als die Geburtsstunde der Reformation – daran erinnert der Reformationstag, den die evangelische Kirche jährlich am 31. Oktober feiert. Der Reformationstag erinnert neben der Historie auch an die bis heute wertvollen Grundlagen des evangelischen Glaubens: Luthers großartige Entdeckung von der bedingungslosen Rechtfertigung des Sünders vor Gott entlastet uns davon, unser Heil selbst machen zu müssen. …>mehr. foto: Celestin de Villa celsdevilla,flickr.com Reformationstag weiterlesen