Reformationstag oder Halloween. Muss man sich überhaupt entscheiden?

Wie jedes Jahr dürfte nun auch dieses Jahr bei einigen Leuten wieder die Diskussion losgehen, ob man denn Halloween feiern sollte.

Sagen wir mal so:

Halloween ist ein Fest der Totengeister und ein Fest des Gruselns und der Angst.

Der Reformationstag ist ein Fest der Freude und der Liebe Gottes zu uns Menschen.

Zwischen diesen beiden Polen kann man sich entscheiden.

Beim Reformationstag feiern die evangelisch-lutherischen Christen, dass Martin Luther im Jahre 1517 seine 95 Thesen veröffentlichte, welche sich unter anderem gegen den angsteinflößenden Ablasshandel des damaligen Papstes wandte, der biblisch in keiner Weise gedeckt war. Den Menschen wurde damals Angst mit dem Fegefeuer gemacht, einer Art Hölle nach dem Tod, aus welchem man sich durch teure Ablassbriefe angeblich freikaufen konnte.

Weil dies und weitere Bestimmungen des Papstes keine biblische und keine vernünftige Begründung hatten, stellte Martin Luther sie infrage. Ursprünglich wollte er die Kirche reformieren, aber da sie sich zu diesem Zeitpunkt nicht reformieren ließ, endstand in der Folge eine eigene Kirche, die evangelisch-lutherische Kirche und auch weitere reformierte Kirchen. Am Reformationstag denkt man also gewissermaßen an die Entstehung der evangelischen Kirche und das Ende einer angsteinflößenden Praktik des Papstes und der katholischen Kirche.

Aber wie ist das, muss man sich nun zwischen Halloween und Reformationstag entscheiden? Ist das eine böse und das andere gut?

Es kommt wohl auf die persönlichen Befindlichkeiten an. Wenn sich jemand gerne ein bisschen gruselt, schaut er im Fernsehen und Kino sicher auch mal Gruselfilme an. Warum also nicht ein bisschen dieses Gruselns an Halloween erleben? Deswegen wird man nicht ins Fegefeuer kamen, zumal dieses ja seit Martin Luther abgeschafft worden ist. Und darüber hinaus kann man natürlich trotzdem an Gott glauben, aber nicht an den Gott, der einem Angst macht, sondern an dem gütigen und liebenden Gott, den Martin Luther in der Bibel wiederentdeckt und verkündet hat, also an den Gott, den Gott in seiner Verkörperung als Jesus Christus selbst verkündet hat.

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