Die westlichen Krokodilstränen

Westliche Staatschefs sind sehr besorgt und stehen ganz fest an der Seite der Ukraine. So liest man nun überall.

Russland derweil schießt unbeirrt weiter Raketen in die gesamte Ukraine, ganz besonders gerne, wie bisher schon seit 8 Monaten, gegen zivile Ziele, gegen die Zivilbevölkerung.

Wenn der Westen wirklich will, dass der Krieg aufhört, muss er die Ukraine so ausrüsten, dass sie sich auch wehren kann. Dazu gehören Geschosse, die nicht nur 80 km weit fliegen, sondern die russische Angriffspunkte zerstören können. Die 300 km fliegen können, vielleicht auch 500 km.

Denn bisher bekommt die Ukraine vom Westen hauptsächlich Regenschirme, um die russischen Bomben abzuwehren. Sinnvoller wäre es, zu verhindern, dass diese Bomben überhaupt starten können.

Wenn der Westen es ernst meint mit seinem Kampf für die Freiheit.

Und die nuklearen Drohungen des Wladimir Putin ? Wenn man darauf eingeht, wird man immer darauf eingehen müssen. Dann ist jedes Land verloren, das er angreift. Die nukleare Logik lautet anders: Herr Putin, wenn Sie schießen, dann verlieren Sie alles, was Ihnen lieb und teuer ist. Und seinen unendlichen Reichtum, den er aus seinem Land mit einem großen Anteil sehr armer Menschen herausgepresst hat, möchte Herr Putin wohl nicht verlieren. Es ist ein Krieg wie in Vietnam oder in Afghanistan, in welchem Nuklearmächte zugange sind. Nur, weil man ein solches Land nicht erobern kann, heißt das nicht, dass man den nuklearen Super-GAU im eigenen Land wünscht.

Wenn der Westen es ernst meint, dann sollte er diesen erneuten und extrem massiven Beschuss Russlands auf die Ukraine zum Anlass nehmen, die Ukraine mit denjenigen Waffen auszurüsten, die den russischen Angriff effektiv stoppen können.

Wer hat Angst vorm Putin-Mann? Man sollte den Spieß einmal umdrehen: Herr Putin, langsam wird es für Sie eng. Haben Sie Angst? Sollten Sie. Denn wenn Sie so weitermachen, verlieren Sie alles. Ziehen Sie sich hinter die ukrainischen Grenzen zurück, in das riesige russische Reich, in welchem es so viel Arbeit für einen verantwortungsvollen Herrscher gäbe. Vielleicht möchten Sie einer werden? Die russischen Medien kontrollieren Sie doch, es wäre Ihnen ein leichtes. Weitere verwüstete Landstriche brauchen Sie nicht, Sie werden sie auch nicht bekommen.

Wenn die westliche Strategie nur darin besteht, Schirme in der Ukraine zum Schutz vor russischen Bomben aufzuspannen und zu hoffen, dass Russland das Geld und das Material ausgehen werde, betreibt man die Sache wohl nicht mit dem erforderlichen Ernst. Aber Ernsthaftigkeit wäre wichtig, um Putin jetzt die Grenzen zu setzen, die er seit Jahrzehnten überschritten hat. Setzt man sie ihm nicht jetzt, begegnet man ihm morgen vielleicht schon in einem EU-Land. Und dann werden es keine westlichen Krokodilstränen mehr sein, die fließen, sondern echte Tränen.

Ja, wir alle wollen Frieden. Aber indem man Hitler nachgab, bekam man keinen Frieden, man bekam Krieg. Und so dürfte es auch bei Putin sein. Wenn man ihm weiter nachgibt, bekommt man weiteren Krieg.

Die westliche Ansage an Putin könnte so lauten: Für jede russische Rakete, die künftig in der Ukraine einschlägt, liefern wir eine Rakete mit einer Reichweite von 500 km. Auge um Auge, Zahn um Zahn.

Oder um es mit den Worten bedeutender Denker und Staatsmänner der Antike zu sagen: Si pacem vis, para bellum !

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