Kann Geld eigentlich teurer werden?

Ja.

Wenn man beispielsweise, um 10 € zu verdienen, 1,1 Stunden arbeiten muss anstatt 1 Stunde.

Oder im Falle eines Vorstandsvorsitzenden 1,1 Sekunden anstatt von 1 Sekunde.

Die Inflation trifft eben alle gleich.

Ein Gedanke zu “Kann Geld eigentlich teurer werden?

  1. Gute Frage. Einfache Frage. Gegenfrage: wo kauft man Geld ? Auf der Bank. Geld für eigene Güter oder Arbeit kann man auch als Kauf ansehen, aber Geld ist ja nix, was man kaufen möchte – ich/man möchte FÜR das Geld später etwas anderes haben. Und da komme ich mit der „Antwort“ auf „die Inflation“: Autarkie. Wir können alle jammern, dass alles teurer wird. Uns aufregen. Und ärgern. Nach „der Politik“ rufen. Letztendlich hilft nur Autarkie. Möglichst alles selber machen/können. Das passiert auch, aber wir sind durch die letzten 30 Jahre Globalisierung und Outsourcing so dermaßen dran gewöhnt zu konsumieren dass der Gedanke, Dinge selber herzustellen/zu machen total fremd wirkt. Und weil das so abstrakt klingt: ich persönlich habe vor kurzem eine PV-Anlage selber montiert. Zugegeben, nicht selber hergestellt. Die Teile kamen alle letzten Endes aus China, auch wenn in Deutschland zusammengebaut. Aber ich hab bis auf den Anschluss am Stromkasten – das darf ich auch gar nicht – alles selber montiert. Da hieß es auch längere Zeit „wie willst du DAS denn machen ? Du kannst das doch gar nicht/du hast da keine Ahnung von“. Neuerdings backe ich die Frühstücksbrötchen selber. „Die schmecken viel zu sehr nach Hefe“ muss ich mir dann anhören. Oder ich versuche mein Auto selber zu reparieren – grade klemmt der Tankdeckel. Aber da der Hersteller bei Reparaturen und Wartung gerne unverhältnismäßige Preise in Rechnung stellt: ich muss da selber ran. Gott sei Dank gibt es utube, guckt man in Foren für Auto, Heizung, Solar, Backhandwerk etc etc sind dort überall die Klugscheisser unterwegs die den Lauterbach machen: selber machen = garantiert falsch, nicht nachhaltig, Verlust aller Gewährleistung. Ja, ich habe sogar Respekt vor den Handwerkern, die Dinge können und wissen welche ich nicht kann/weiß. Aber ich hab keinen Respekt vor den Controllingabteilungen in den Konzernen, in denen jährlich Strategien zur Renditesteigerung entwickelt werden, was letztendlich immer der Kunde bezahlen muss.
    Geld an sich ist ja ne gute Erfindung: man muss nicht mehr bei jedem Tauschhandel neu verhandeln, es gibt eine Vereinfachung und Vereinheitlichung. Aber Taylorismus und Globalisierung haben eben das hohe Risiko einer nicht mehr rückgängigzumachenden Inflation. Je mehr Glieder die ( wirtschaftliche ) Kette hat, umso größer die Bedeutung eines einzelnen Bereichs. Kartelle machen das dann perfekt: wenn zb VW 3 große Lieferanten hat, kann VW diese gegeneinander ausspielen. Gibt es nur einen oder die drei stimmen sich an haben diese wieder „die Macht der Preisgestaltung“. Schon krass was einem so durch den Kopf kommt wenn man über „Geld“ nachdenkt. Und der letzte Punkt: dass ein Vorstand 350x mehr als ein Arbeiter des gleichen Unternehmens verdient ist auch so eine Perversion. Wobei das ( nach meiner Kenntnis ) schon immer so war: der Häuptling bekommt am meisten. Pervers daran ist halt nur, dass der Vorstand im Falle des eigenen Versagens weich fällt und trotzdem „für die Verantwortung“ riesige Abfindungen erhält, wogegen der einfache Arbeiter im Falle von Fehlleistung ohne rundumsorglospakete rausgeworfen wird. Aber so ticken wir Menschen…..

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