Facebook und Twitter gegen Trump. Dies offenbart auch die Macht der Konzerne für die Meinungsbildung.

Zuerst sperrte Facebook Donald Trump und will ihm künftig keine Plattform mehr bieten. Nun sperrte auch Twitter den scheidenden US-Präsidenten, dauerhaft.

Die Sperrungen kommen mindestens 4 Jahre zu spät, eigentlich hätten sie sogar noch viel früher beginnen müssen. Während all dieser Jahre boten die beiden Plattformen dem Herrn Präsidenten für seine Lügen und Falschdarstellungen eine willfährige Bühne mit vervielfältigender Wirkung. Während andere Nutzer, ganz normale Bürger, die weit weniger dramatische Behauptungen in die Welt stellen, schnell von den Plattformen gesperrt wurden und werden, ließ man den Herrn Präsidenten gewähren. Man wollte sich wohl mit ihm nicht anlegen.

Dass die Sperrungen dieser Plattformen nun knapp zwei Wochen vor dem tatsächlichen Ausscheiden des Präsidenten aus seinem Amt kommen und dass zuerst ein Sturm auf die Demokratie, auf das US Capitol, hatte stattfinden müssen, angezettelt von dem Herrn Präsidenten höchstpersönlich, lässt nicht gerade auf Zivilcourage dieser Plattformen schließen. Erst jetzt, wo die Mehrheit der vernünftig denkenden und demokratisch orientierten Menschen gegen ihn ist, trauen sich die Plattformen, es auch zu sein.

Trump verliert nun seine Reichweite. Allerdings ist damit auch noch nicht alles gewonnen. Denn es gibt sicherlich noch genug andere Plattformen, auf denen er tätig werden kann. Telegram beispielsweise, aber auch weitere. Werden diese Plattformen ebenfalls mitziehen? Oder taucht der Herr Präsident nun vollends in eine Parallelwelt ab, in welcher nur noch Eingeweihte seine Mitteilungen lesen können? Das würde die Hetze und die Lügen nicht weniger gefährlich machen, es könnte zu einer Art Untergrundbewegung führen.

Ein Aspekt bereitet jedoch auch Unbehagen, auch, wenn es natürlich vernünftig ist, jemandem, der dauerhaft hetzt und öffentlich Lügen verbreitet, Einhalt zu gebieten. Denn man sieht, welche Macht Facebook und Twitter haben. Sie entscheiden darüber, wer kommunizieren darf und kann, sie nehmen aber auch den Menschen wieder diese Möglichkeit. Diese Konzerne entscheiden also ganz maßgeblich über die Meinungen innerhalb von Demokratien. Sie entscheiden, wer sprechen darf, wer gehört wird und wer nicht gehört werden soll.

Davon handelt auch der folgende Artikel hier.

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