„Die gesamte Weltordnung steht gerade auf dem Spiel“

4 Gedanken zu “„Die gesamte Weltordnung steht gerade auf dem Spiel“

  1. Ja..das würde ich auch sagen. Es ist, so sehe ich es, eine brandgefährliche Situation. Putin hat dabei mehr ins Kalkül gezogen, als wir uns vielleicht vorstellen können.
    Die Demokratie hat durch die Pandemie gelitten, viele Menschen stellten sie wegen der Maßnahmen in Frage.
    Und die Pandemie hat den demokratischen Staaten viel Geld gekostet.
    Die Sanktionen, mit den Putin sicher gerechnet hat, werden unsere Wirtschaft in eine schwierige Lage bringen. Vieles muss sich nun ändern und kann nicht mehr so weiterlaufen, wie bisher. Und dafür braucht es Zeit, die wir nicht haben.
    Er wusste, dass die demokratischen Staaten so reagieren würde, wie sie reagiert haben.
    Jetzt muss er nur noch durchhalten, das aussitzen, und für „Kanonenfutter“ sorgen. Solange das nur al russische Volk mitspielt. Aber wer da nicht mitspielt, landet in der Verbannung bzw. Gefängnis. Die Einschüchterung funktioniert noch und mit Demagogie lässt sich das Feindbild täglich neu für das Volk zeichnen. Er spielt ja zu gern das Opfer, dass sich wehren muss.

    Man kann nur hoffen, dass Putin wirklich schwer erkrankt ist – so mutmaßt man – und das er keinen so aggressiven Nachfolger hat. Der hat dann eh damit zu tun, die verbrannte Erde, die Putin hinterlassen hat, wieder urbar zu machen.

    Ich glaube an das Gleichgewicht der Welt und das Bösewichte, wie Putin, sich selbst an den Abgrund führen, in die Tiefe stürzen und in den SchlammGraben landen, in dem schon viele Bösewichte seiner Art liegen.

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    1. Ich vermute, dass er nicht mit derart energischen Reaktionen des Westens gerechnet hatte. Bei Tschetschenien und Syrien und der Ukraine 2014 hatte der Westen ja auch höchstens ein bisschen die Nase gerümpft, aber im Wesentlichen nicht viel mehr gemacht und Putin gewähren lassen. Nach dem russischen Überfall 2014 auf die Ukraine hatte der Westen doch tatsächlich nichts besseres zu tun, als ein Jahr später Nord Stream 2 mit Russland gemeinsam zu bauen. Das muss man sich mal vorstellen. Das war eine Einladung an Putin, genau so weiterzumachen.
      Es wird nun darum gehen, dass der Westen geschlossen bleiben muss. Ist aber keine ausgemachte Sache. In den USA bei den midterms könnten die Republikaner die Mehrheit bekommen und haben schon mal deutlich gemacht, dass sie die Ukraine nicht mehr unbedingt unterstützen wollen. Und in Italien ist nun eine rechtsradikale Politikerin an die Macht gekommen.
      Euphemistisch gesagt, es bleibt spannend.

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      1. Ich hoffe, dass der Westen auch wirklich echten Schulterschluss macht und durchhält. Aber kriegt der Westen das hin?

        Putin sein aggressives Vorgehen setzt auch auf Schwächen und die macht er sich zu nutze. Menschen seiner Kategorie hassen Schwächen der anderen, nutzen sie für die eigenen Ziele aber geschickt aus.

        Die jetztige Generation muss nun erkennen, dass die Demokratie nie wirklich manifestiert ist, sondern das sie stetig stabilisiert werden muss. Selbst in den eigenen Reihen lauert der Feind der Demokratie. Die Rechte Szene sucht auch stetig nach Schwachpunkten, an denen sue die Demokratie aushöhlen kann.

        Und wenn eine Frau Wagenknecht daher kommt, die aktuellste Regierung als die dümmste der Welt bezeichnet, die Grünen als gefährlich bezeichnet, stelle ich fest, daß mit den Linksradikalen auch kein Blumentopf zu gewinnen ist und schon gar keinen Krieg gegen Putin.

        Die Frau leidet unter einem solch starkem selbstgerechten Geltungsbedürfnis, das mir bei ihrem Anblick schon übel wird. Und sie spielt mit ihren radikalen Ansichten den Rechten die Demokratie, so sehe ich das zumindest, in die Hände.

        Ich sehe, wenn ich mich umschaue, viele Feinde der Demokratie, natürlich unter dem Deckmantel, sie würden sich für die Demokratie einsetzen.

        Es ist manchmal nicht leicht, an das Gute im Menschen zu glauben, aber wenn ich das nicht täte, würde das Böse in meinem Kopf überhand gewinnen, weil es sich dann nur noch mit dem Bösen befassen würde.

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      2. Ja, Demokratie ist immer gefährdet. Und ob Frau Wagenknecht mehr der Demokratie oder mehr Putin zugeneigt ist, ist tatsächlich die Frage.

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