Mami, Mami, er hat gar nicht gebohrt.

Unser Körper und unser Ich beim Zahnarzt.

Wenn wir zum Zahnarzt gehen, stellen wir fest, dass es nicht nur unser Körper und unser Gehirn ist, die da beim Zahnarzt auf dem Stuhl sitzen und einen Bohrer in den Mund bekommen und vielleicht Schmerzen fühlen, sondern wir merken, dass wir mehr als die Summe unserer Teile sind.

Wir merken, dass irgendwo in uns ein ICH sitzt, also etwas, das Schmerzen potentiell fühlen könnte oder, wenn es dumm läuft, sogar fühlen kann.

Denn genau genommen wäre es unseren Körperzellen und unseren Gehirnzellen ja eigentlich egal, ob irgendein Zahn Schmerz meldet. Denn wem sollte er diesen Schmerz auch melden?

Die einzelne Gehirnzelle hätte damit überhaupt kein Problem, für sie wäre es nur ein kleiner elektrischer Reiz und nichts weiter. Die einzelne Gehirnzelle würde also keinen Schmerz fühlen. Sie kann überhaupt keinen Schmerz fühlen.

Aber irgendwie, die Summe unserer Teile, das Ich, unser Geist, unsere Seele, wie auch immer wir es bezeichnen wollen, ist dann etwas, das über die Einzelteile unseres Körpers hinausgeht und durchaus etwas wahrnehmen kann. Wir sagen dann: ICH habe Schmerzen. Nicht: ES schmerzt.

Soweit die Theorie.

Glücklicherweise geht man vom Zahnarzt ja oft nach Hause und sagt: Mami, Mami, er hat gar nicht gebohrt.

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