Über das Staunen

Das Staunen fällt uns schwer in unserer schnelllebigen und geschäftigen Zeit. Staunen bedeutet innehalten, sich unterbrechen lassen, eine Wahrnehmung in sich wachsen lassen und so angerührt und bewegt werden.

Nicht das Spektakuläre, sondern das Alltägliche wird dann zum Staunenswerten. Das Spektakuläre schreit laut und macht sich breit, verdrängt mit Macht alles andere. Es taucht plötzlich auf und verschwindet ebenso schnell wieder. Das Alltägliche aber ist einfach da, still und unaufdringlich. Nicht es hat sich verändert, sondern unser Sinn für es: Wir nehmen das Ungewöhnliche im Alltäglichen wahr.

Dann beginnen wir zu staunen. Alles kann Anlass zum Staunen werden, wenn wir dazu bereit sind. Die in Grüntönen schimmernde Wiese. Die durch ein Geäst scheinende Sonne. Der Schattenwurf eines Busches. Ein Käfer. Ein Schmetterling. Das Gurren einer Taube. Ein Musikstück. Ein Wort. Ein Stein. Ein Regentropfen. Der Mensch neben mir: Seine Hand. Seine Augen. Seine Falten. Seine Stimme.

Aber auch die Geschichte kann Anlass zum Staunen werden. Die alles umfassende Weltgeschichte und unsere kleine, eng begrenzte Lebensgeschichte. Dass ich entstanden bin. Dass ich bin, was ich geworden bin, einen Weg gegangen bin bis zu dem Ort, an dem ich heute stehe. Dass Menschen da waren, die mich begleiteten und mir halfen. Dass ich bewahrt wurde und mein Herz noch schlägt, so unzählige Male.

Wenn wir staunen, ist der Regentropfen weit mehr als einige miteinander verbundene Wassermoleküle. Was uns staunen lässt, entzieht sich der Berechnung. Es wirkt direkt auf uns, ohne dass ein Tun von uns dazwischentreten müsste.

Der zum Tun verurteilte oder sich selbst verurteilende Mensch muss immer dazwischentreten. Er kann sich nicht unmittelbar dem anderen überlassen. Sein unaufhörliches Tun lässt keine unmittelbare Begegnung zu, sondern macht alles zum Gegen-Stand. Alles, was ist, muss einem Zweck dienen und wird so selbst zum Zweck. Es darf nicht sein, was es ist.

Martin Buber hat unsere Erfahrung von einer Beziehung unterschieden: „Man sagt, der Mensch erfahre seine Welt. Was heißt das? Der Mensch befährt die Fläche der Dinge und erfährt sie. Er holt sich aus ihnen ein Wissen und ihre Beschaffenheit, eine Erfahrung. Er erfährt, was an den Dingen ist.”* Davon unterscheidet Buber die Beziehung, die das Weltliche nicht erfährt, sondern es unmittelbar wahrnimmt, seine Wahrheit aufnimmt und so ihm begegnet.

Ohne eine solche Beziehung zur Welt, die das Gegenständliche übersteigt, können wir das Göttliche in ihr nicht finden. Was wir in der Erfahrung finden, wird nichts sein als gegenständliche Welt. Das Göttliche der Welt, Gott im Weltlichen bleibt verborgen.

Dabei soll alles in der Welt seinen Schöpfer loben: Sonne, Mond und Sterne, Himmel und Erde, das Unsichtbare und Sichtbare, Berge und Hügel, Vögel und Gewürm, Mächtige und Machtlose, Junge und Alte, aber auch Feuer und Hagel, Sturm und Fluten, also auch das Bedrohliche – alles ist ausgerichtet, Gott zu loben (Ps 148). Und wir können dieses Lob vernehmen, wenn wir Augen haben zu sehen.

Gott wird uns nicht als GOTT begegnen, in einer imponierenden Göttlichkeit und Herrlichkeit. Er begegnet als Gott im Weltlichen, Schwachen, Sterblichen. So wird das Weltliche zum Gleichnis für ihn, es verweist auf ihn. Im Staunen über dieses Weltliche kann es geschehen, dass er uns aufgeht. Dass wir uns unterbrechen lassen. Dass wir offen sind. Dass wir innehalten, kein Geschehen anstoßen, sondern warten, bis es geschieht. Hier gibt es kein Muss, hier ist alles unverfügbar. Es kann geschehen, dass wir die Welt schauen, uns anrühren lassen und bewegt werden von ihrem Geheimnis.

Dann wird uns das Weltliche durchsichtig für das Göttliche. Für die Macht der Liebe, die es lobt und über die man nur staunen kann.

(* Martin Buber: Ich und Du. In: Das dialogische Prinzip. Lambert Schneider im Bleicher Verlag Gerlingen. 8. Aufl. 1997. Seite 9.)

Von Klaus Straßburg

26 Gedanken zu “Über das Staunen

  1. Martin Buber: „Der Mensch befährt die Fläche der Dinge und erfährt sie. Er holt sich aus ihnen ein Wissen und ihre Beschaffenheit, eine Erfahrung. Er erfährt, was an den Dingen ist.

    Einerlei, wie der Mensch die Fläche der Dinge befährt
    und was er über sie erfährt, es ist und bleibt die Fläche.
    Er erkundet die Oberfläche, es ist bloß oberflächliches
    Wissen, was sich ihm damit auftut.

    Die blinkende Fläche ist das, was wir „das
    reale Leben“ nennen. — Sie ist nur Schein.

    Jesus: „Mein Reich ist nicht von dieser Welt.“

    Selbst einige Wissenschaftler hatten /
    haben die Reife, das sehen zu können.

    Diese über die Sinne erfahrbare
    Welt ist nicht die wirkliche Welt.

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  2. Klaus: „Wir nehmen das Ungewöhnliche im Alltäglichen wahr.“

    Ja, es gibt nicht einmal etwas Gewöhnliches oder Alltägliches.

    Solche Begriffe verwenden wir, weil wir glauben…, die Dinge
    wären uns bekannt und Situationen würden sich wiederholen.

    Aber: Es gibt gar keine Wiederholung.
    Auch die „Wiederholung“ ist einmalig.

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  3. Zum Staunen können wir uns nicht entschließen.
    Staunen geschieht…, wenn wir es nicht erwarten.

    Und das Staunen läßt sich nicht verordnen.

    Reifere Menschen kommen aus dem Staunen gar
    nicht mehr heraus, weil es nichts Alltägliches gibt.

    Das Bekannte, das Gewohnte,
    das Übliche, das Gewöhnliche… ist Illusion.

    Der Verstand funktioniert so.

    Staunen geschieht…, wenn die Routine des Verstandes
    (versehentlich) mal gebrochen oder unterbrochen wird.

    Staunen geschieht…, wenn uns die Brille (der Verstand),
    durch die wir die Welt betrachten, von der Nase rutscht.

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  4. Klaus: „Wenn wir staunen, ist der Regentropfen weit mehr als einige miteinander verbundene Wassermoleküle.“

    Wenn wir über Moleküle nachdenken, sind
    wir aus dem Staunen wieder raus gefallen.

    Alles Denken, Vergleichen, Werten
    geschieht hier auf der Horizontalen.

    Staunen kommt aus der Vertikalen.

    Staunen und Denken
    haben nichts gemein.

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  5. Danke für deine Beiträge, Nirmalo. Ich möchte, angestoßen durch deine Beiträge, weiterdenken.

    1. Alltägliches

    Streng genommen gibt es, wie du sagst, keine Wiederholung. Heraklit wird der Satz zugeschrieben: „Man kann nicht zweimal in denselben Fluss steigen.“ Es gibt in der Geschichte nur Ähnlichkeiten, keine Wiederholungen.

    Wenn wir in Wiederholungen denken, vereinfachen wir und ordnen die Vielfalt unserer Erfahrungen. Nur so können wir leben. Wir müssen uns orientieren durch Vereinfachung.

    2. Erfahrung

    Danke für den Satz Einsteins: „Der Fortgang der wissenschaftlichen Entwicklung ist im
    Endeffekt eine ständige Flucht vor dem Staunen.“

    Ich weiß nicht, ob das so stimmt. Jedenfalls kann doch wohl auch die wissenschaftliche Erfahrung (Empirie) zum Staunen führen – auch wenn sie als mathematisches Berechnen nicht dem Staunen gleich ist.

    Ich habe zwar Buber zitiert, würde aber dennoch fragen: Beruht nicht alles auf Erfahrung, auch die Beziehung? Buber wollte wohl die objektivierende Erfahrung der Beziehung gegenüberstellen. In dieser Art von Erfahrung wird jedes Gegenüber zum Es anstatt zum Du. Nur im (geistigen) Sprechen des Du, so Buber, ereignet sich Beziehung. Aber jeder Beziehung muss eine Erfahrung vorausgehen, würde ich hinzufügen.

    Auch das Kind erfährt seine Welt – und staunt. Wir erfahren ständig Welt. Ohne diese Erfahrung gibt es kein Staunen.

    Buber meinte: „In bloßer Gegenwart lässt sich nicht leben, sie würde einen aufzehren, wenn da nicht vorgesorgt wäre. […] ohne Es kann der Mensch nicht leben. Aber wer mit ihm allein lebt, ist nicht der Mensch“ (Ich und Du, in: Das dialogische Prinzip, Gerlingen 1997, S. 38).

    Wir können demnach nicht im beständigen Staunen leben. Das Erfahren ist lebensnotwendig.

    Der wissenschaftlich-objektivierenden Empirie, die Gott leugnet, weil er nicht wissenschaftlich zu finden ist, wollte ich das Staunen entgegensetzen. Wie du sagst: „Wenn wir über Moleküle nachdenken, sind wir aus dem Staunen wieder raus gefallen.“

    3. Illusion

    „Illusion“ heißt „Täuschung“. Aber nicht alles ist Täuschung und bloßer Schein. Sogar die objektivierende Empirie hat ihr Recht. Es ist das Recht des Messens, Zählens, Wiegens. Das Recht der beobachtenden Konstruktion. Auch dabei kann man eine Tiefe erlangen – doch nur eine der Beobachtung und Vergegenständlichung.

    Man mag darüber streiten, ob das den Namen „Tiefe“ verdient. Ich denke schon – aber eben nur eine bedingte. Es ist EINE Dimension der Tiefe – die des Staunens ist eine andere. Mir liegt das Staunen näher. Ich möchte aber auch die beobachtende Tiefe achten.

    Oder übersehe ich da etwas?

    4. Reich Gottes

    Jesus hat gesagt: „Mein Reich ist nicht von dieser Welt“ (Joh 18,36). Er hat aber auch gesagt: Das Reich Gottes ist nicht „hier“ oder „dort“ (also nicht objektivierbar), sondern: „Siehe, das Reich Gottes ist mitten unter euch“ oder „ inwendig in euch“ (beide Übersetzungen möglich; Lk 17,21). Jedenfalls aber ist das Reich Gottes auch IN der Welt.

    Gott ist also nicht von dieser Welt, aber in der Welt. Was wir von ihm erkennen und erfahren, ist in der Welt, aber nicht von der Welt. Wir erkennen und erfahren Welt; was wir weder erfahren noch erkennen können, ist das Darin-sein Gottes. Das können wir nur glauben – nicht im Sinne von vermuten, sondern im Sinne von: seiner gewiss werden und darüber staunen.

    Es ist ein Wissen, besser: Gewiss-sein aus dem Vertrauen, Lieben, Staunen heraus, nicht aus dem bloßen Erfahren und Vergegenständlichen; aber wohl auch möglich als Folge desselben.

    Deine Gedanken dazu würden mich interessieren.

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  6. Klaus: „Streng genommen gibt es, wie du sagst, keine Wiederholung.“

    Nicht nur „streng genommen“:
    Es gibt überhaupt keine Wiederholung.

    JEDER Moment ist einmalig.

    Und natürlich hat Heraklit Recht:
    Schon nach einem Wimpernschlag
    ist der Fluss nicht mehr der Selbe.

    Der Name, den wir ihm angepappt haben,
    bleibt derselbe, aber der Fluss selbst ändert
    sich fortwährend, so wie auch unser Körper,
    unsere Wahrnehmung…

    🌟

    Äußerungen wie „das weiß ich doch“ oder „…kenne ich schon“, zeigen,
    daß gerade das Denken (Einordnen) der Präsenz vorgezogen wird.

    Staunen geht mit der Präsenz
    einher, nicht mit dem Denken.

    🌟

    Klaus: „Wir müssen uns orientieren durch Vereinfachung.“

    Ja, aber „wir“ machen das nicht.

    Das macht der Verstand schon ganz allein –
    ohne unser Zutun, ohne daß es uns bewußt ist.

    🌟

    Klaus: „Ich weiß nicht, ob das so stimmt.“

    Dann sieh halt genauer hin. 😇

    Der Albert hat Recht: EIN Aspekt, eine Facette der Wissenschaft ist,
    dem Staunen auszuweichen. Sie bevorzugt die Idee der Kontrolle. Der
    kleine Verstand will die Macht über das Große. Wir nennen das „Hybris“.

    Das Staunen beinhaltet Respekt, Demut und Lobpreisung.
    Davon versteht die Wissenschaft nichts.

    🌟

    Klaus: „mathematisches Berechnen nicht dem Staunen gleich ist“

    Selbstverständlich nicht.

    Das Berechnen findet auf der Horizontalen statt,
    das Staunen überwältigt uns aus der Vertikalen.

    Alles, was berechenbar ist, ist primitiver Art. Unsere
    (uns bekannte) Wissenschaft ist sehr einfach gestrickt.

    🌟

    Klaus: „Buber wollte wohl die objektivierende Erfahrung“

    Erfahrung ist immer subjektiv.

    ERGEBNISSE (persönliche, wie wissenschaftliche)
    sind objektivierbar, Erfahrungen nicht.

    🌟

    Klaus: „Aber nicht alles ist Täuschung und bloßer Schein.“

    Kommt darauf an, was du gerade beleuchtest:
    Alles auf der Horizontalen ist Illusion.
    Alles aus der Vertikalen… nicht.

    🌟

    Klaus: „Sogar die objektivierende Empirie hat ihr Recht.“

    Das spricht ihr doch niemand ab. Es ist bloß eine primitive
    Methode, die zudem die geistige Seite der Medaille leugnet.

    🌟

    Klaus: „Es ist das Recht des Messens, Zählens, Wiegens.“

    Hier zählst du drei der primitiven Methoden auf.
    Wenn ich an der Kasse mein Kleingeld zähle,
    nutze ich die selbe primitive Methode.

    Nenne ich sie primitiv, hat sie dennoch
    auf der Horizontalen ihre Berechtigung.

    🌟

    Klaus: „Auch dabei kann man eine Tiefe erlangen“

    Oberfläche und Tiefe sind zweierlei.

    FLÄCHE symbolisiert die Horizontale,
    TIEFE die Vertikale.

    Es handelt sich um verschiedenen Dimensionen.

    Irgendwo las ich heute den Satz:
    Staunen sei eine Form der Liebe.

    So ist es.

    Liebe läßt sich nicht messen,
    nicht wiegen und nicht zählen.

    Die wissenschaftlichen Methoden greifen
    im Praktischen ― nicht im Wesentlichen.

    🌟

    Zu deinem vierten Punkt:

    Deine Jesus-Zitate sagen genau das, was ich
    hier sage, bloß mit etwas anderen Worten.

    🌟

    Jesus: „Siehe, das Reich Gottes ist mitten unter euch“ oder „ inwendig in euch“ (beide Übersetzungen möglich; Lk 17,21)

    Ja, beide Übersetzungen treffen die Wahrheit.

    🌟

    Jesus (nach Klaus): „Das Reich Gottes ist nicht „hier“ oder „dort““

    Das Göttliche ist nicht irgendwo draußen, oder im Himmel,
    sondern überall. Wirklich überall. In dir, zwischen uns… Du
    kannst keinen Flecken ausmachen, wo es nicht da ist und wirkt.

    Das „Reich Gottes“ ist kein Ort, sondern eher eine Präsenz.

    🌟

    Jesus hat gesagt: „Mein Reich ist nicht von dieser Welt“ (Joh 18,36)“

    Er interessiert sich nicht sonderlich für die Illusion,
    die wir „Realität“ nennen – weil er den Unterschied
    zwischen Realität und Wirklichkeit kennt.

    🌟

    Jesus nennt sich (meiner Erinnerung nach)
    Gottessohn und manchmal Menschensohn.

    Gottessohn symbolisiert seine spirituelle Seite.
    Menschensohn die materielle, die illusorische.

    Zuhause… ist er nicht in der Welt, die wir „real“ nennen.

    🌟

    Klaus: “Jedenfalls aber ist das Reich Gottes auch IN der Welt.“

    Stell dir ein Theater vor, in dem jemand sagt: „Mein Reich ist
    nicht von dieser Welt“ oder: „Diese Bühne ist nicht meine Welt.“

    Das ist wahr, was ja nicht bedeutet, daß das Göttliche nicht
    auch auf der Bühne, in der jeweiligen Kulisse…, präsent ist.

    Es ist der Geist, der die Bühne aufrecht erhält,
    damit auf ihr die Dramen stattfinden können.

    🌟

    Klaus: „Es ist ein Wissen, besser: Gewiss-sein…“

    Gewißheit ist ein schönes, aus der Mode gekommenes Wort, dessen
    Inhalt sich, so wie alles Bedeutende, der Objektivierbarkeit entzieht.

    🌟

    Klaus: „…aus dem Vertrauen, Lieben, Staunen heraus“

    • Dankbarkeit
    • Vertrauen
    • Staunen

    …sind Kinder der Liebe.

    Es ist spät geworden.
    Gute Nacht ✨

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  7. Ich kann dem, was du geschrieben hast, weitgehend zustimmen. Schwierig finde ich die Abgrenzung zwischen Illusion und Realität: „Alles auf der Horizontalen ist Illusion. Alles aus der Vertikalen… nicht“ und damit zusammenhängend „Er (Jesus) interessiert sich nicht sonderlich für die Illusion, die wir „Realität“ nennen.“

    Ist alles auf der Horizontalen Illusion? Meinst du mit der Horizontalen die Wirklichkeitserfahrung ohne Gottesbezug?

    Die erfahrbare Wirklichkeit ist nach meinem Verständnis nicht einfach Illusion oder Täuschung, sondern eine der Dimensionen unserer Realität. Es kommt darauf an, was man unter einer „Illusion“ versteht.

    Wenn man die Erscheinung eines Körpers, den wir wie eine feste, zusammenhängende Masse erfahren, als Illusion bezeichnet, ist das auf einer bestimmten Ebene richtig; denn der Körper besteht physikalisch gesehen zum größten Teil aus leerem Raum. Jedoch macht man so gerade die empirische Wissenschaft zum Maßstab dafür, was Illusion ist und was nicht.

    Der Körper ist aber mehr als das. Er ist – auf einer anderen Ebene – eine feste Masse, an der wir unseren eigenen Körper stoßen können. Auch das gehört zur Realität. Und auch das ist noch keine Wahrheit jenseits des physikalischen Wissens.

    Wenn der Körper für uns eine ästhetische oder religiöse Qualität gewinnt, ist das etwas anderes. Diese Qualität ist physikalisch nicht zu messen. Es ist Realität auf einer dritten Ebene oder in einer dritten Dimension.

    Wir sind wahrscheinlich einig darin, dass das die entscheidende Dimension für uns ist. Vielleicht würdest du sagen: Diese Dimension ist so entscheidend, dass die anderen beiden demgegenüber zu vernachlässigen sind. Ich würde sagen, dass die beiden anderen Dimensionen dadurch nicht zur Illusion werden. Der Schmerz, den ich spüre, wenn ich mich an einem Körper stoße, ist real. Also ist auch die Festigkeit des Körpers eine Dimension unserer Realität.

    Ich denke, dass Jesus sich für die ganze Realität in allen ihren ihm bekannten Dimensionen interessierte. Jedenfalls waren ihm körperlicher Schmerz und seelische Traurigkeit (biochemische Vorgänge im Gehirn) nicht gleichgültig. Er war eben, wenngleich nicht von dieser Welt, so doch in dieser Welt, oder: von Gott als Mensch in die Welt gesandt, um sie zu befreien (Gal 4,4f) – aus der Entfremdung von Gott, aber auch aus den ganz „weltlichen“ körperlichen und seelischen Schmerzen.

    Dass das Reich Gottes nicht zu beobachten ist, dass man nicht sagen kann, es sei „hier“ oder „dort“, steht übrigens auch bei Lk 17,20f. Das ist die uns beiden so wichtige Dimension des Nicht-Objektivierbaren und Nicht-Fixierbaren, wozu auch das in der Welt wirkende Göttliche gehört. Es ist unverfügbar.

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  8. Klaus: „Schwierig finde ich die Abgrenzung zwischen Illusion und Realität“

    Das, was wir die Realität nennen ist die Illusion. (in Indien: Maya)

    Die Wirklichkeit ist eine andere, die wir im Menschsein nicht
    kennen ― schon weil die Sinne nur zulassen, was sie zulassen.

    Jesus wies darauf hin und machte klar, daß es weit mehr
    gibt als unsere kleinen Problemchen und Gebundenheiten.

    Er lud die Menschen ein, mehr die
    Vertikale in den Blick zu nehmen.

    🌼

    Zum besseren Verständnis:

    Du siehst die Welt und sprichst aus
    einem Glaubens-Konstrukt heraus.

    Das ist bei mir anders: Ich habe kein
    Konzept, sondern schaue, was ich sehe.

    Unser beider Anteile von unbewußter
    Konditionierung mal beiseite gelassen.

    🌼

    Klaus: „Es kommt darauf an, was man unter einer „Illusion“ versteht.“

    Dein Ernst? 🙂 Müssen wir Illusion definieren?

    Illusion = ist eine (vom Menschen beabsichtigte oder) unbeabsichtigte Täuschung. Nichts ist, wie es zu sein scheint.

    Die schlechte Nachricht: Alles Unwesentliche geht den Bach runter.
    Die gute Nachricht: Das Wesentliche bleibt.

    Jesus wies auf das Wesentliche.

    🌼

    Klaus: „der Körper besteht physikalisch gesehen zum größten Teil aus leerem Raum“

    Das ist der Anfang, zwischen Realität
    und Wirklichkeit… zu unterscheiden.

    🌼

    Klaus: „die empirische Wissenschaft zum Maßstab“

    Die Wissenschaft hat ein paar Fähigkeiten entwickelt, ist aber
    für die Vertikale, für die Wirklichkeit nicht geeignet, zumal sie
    die geistige Seite der Welt und des Menschen leugnet.

    Die Wissenschaft arbeitet auf der Horizontalen.

    Auf dem Weg der Wahrheit ist sie keine Hilfe, da sind wir allein.

    🌼

    Klaus: „feste Masse, an der wir unseren eigenen Körper stoßen können“

    Ja, die Materie ist eine handfeste Illusion.

    Auch an Illusionen können wir
    uns… eine blutige Nase holen.

    Wir können (wenn wir scharf genug hinsehen) die Leere wahrnehmen und
    dennoch die Schwingung, die wir Materie nennen, anerkennen. Das nennen
    wir „intelligentes“ Umgehen mit den Dingen, wie sie gerade beschaffen sind.

    Wenn Jesus sagt: „Wer Augen hat zu sehen, der sehe“, sagt er damit,
    daß es auch noch andere Möglichkeiten gibt, die Welt zu sehen, als
    durch den kleinen Spalt, den uns die Sinne anbieten.

    Wahrnehmung ist weit mehr als nur
    sehen und abhaken. Siehe Intuition.

    🌼

    Klaus: „das ist noch keine Wahrheit jenseits des physikalischen Wissens“

    Die Wahrheit… umfaßt das Erkannte (Realität), das noch
    Unerkannte und das für uns, in dieser Dimension, dieser
    Frequenz oder Inkarnation Unkennbare (Wirklichkeit).

    Es gibt Menschen, die haben schon mal einen
    kleinen Blick geworfen… in die Wirklichkeit.

    Deren Äußerungen klingen in den Ohren des vorwiegend
    verstandes-fixierten Menschen manchmal ein wenig wirr.

    🌼

    Und ja…, die geistige Seite ist deshalb von größerer Bedeutung
    als die Realität, weil die Realität ohne sie nicht existieren würde.

    Das Auto existiert als nützliches Ding aufgrund des (menschlich
    verfügbaren Part des) Geistes. Ohne diesen: Bloß ein Haufen Metallteile.

    Ohne den Göttlichen Geist: Kein Mensch, keine Realität.

    🌼

    Klaus: „ist auch die Festigkeit des Körpers eine Dimension unserer Realität.“

    Hier verständigen wir uns wohl nicht, denn ich stimme dem Satz zu,
    aber du wirst meinem nicht zustimmen: Unsere Realität ist Illusion.

    🌼

    Klaus: „Der Schmerz, den ich spüre, wenn ich mich an einem Körper stoße, ist real“

    Das sagt dir dein Verstand, der die Eingangs-Impulse so
    interpretiert. Schmerz ist nicht real, er wird dir vorgespielt.

    Dein Schrei ändert nichts an der Tatsache. 😲

    Es gibt hypnotische und andere Methoden,
    die dir den Schwindel aufzeigen können.

    Natürlich ist der Schmerz eine sinnvolle Einrichtung der Natur!
    Ohne diesen stark wirkenden Hinweis würden die lebendigen
    Wesen auf der Erde schnell vor die Hunde gehen.

    🌼

    Klaus: „Ich denke, dass Jesus sich für die ganze Realität in allen ihren ihm bekannten Dimensionen interessierte“

    Klar, es gehört ja in dein Glaubens-Muster. Wäre
    es anders, müßtest du dich davon verabschieden.

    Bei mir entwickelte sich das erst gegen Ende der
    Pubertät. Bis dahin wollte ich noch Priester werden.

    Nein, Jesus kam als Lehrer zu uns, als ein Helfender und nicht,
    weil er sich für unsere albernen Programme interessiert hätte:

    „Mein Reich ist nicht von dieser Welt.“

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  9. Suchen wir weiter gemeinsam nach der Wahrheit. Nur einige Bemerkungen dazu:

    Nirmalo: „Das, was wir die Realität nennen ist die Illusion.
    Die Wirklichkeit ist eine andere, die wir im Menschsein nicht
    kennen – schon weil die Sinne nur zulassen, was sie zulassen.“

    Wenn wir die Wirklichkeit nicht kennen und unsere Sinne sie nicht fassen können – woher weißt du dann von ihr?

    Nirmalo: „Das ist bei mir anders: Ich habe kein
    Konzept, sondern schaue, was ich sehe.
    Unser beider Anteile von unbewußter
    Konditionierung mal beiseite gelassen.“

    Man kann die Anteile unbewusster Konditionierung eben nicht beiseite lassen. Jeder schaut, was er schaut, mit einem Vorverständnis, einer Konditionierung, also einem unbewussten Konzept. Und jeder spricht aus einem Glaubens-Konstrukt heraus – und sei es das Konstrukt des Unglaubens. Warum sollte es bei dir anders sein?

    Niemand steht auf dem archimedischen Punkt außerhalb der Welt und ihrer Einflüsse; denn dann wäre er Gott.

    Nirmalo: „Die Wissenschaft arbeitet auf der Horizontalen.
    Auf dem Weg der Wahrheit ist sie keine Hilfe, da sind wir allein.“

    Es gibt verschiedene Arten der Wahrheit, z.B. mathematische, künstlerische, philosophische und religiöse. Die Wissenschaft erarbeitet ihre Art der Wahrheit.

    Ich bin auf dem Weg der für mich entscheidenden Wahrheit nicht allein. Denn Jesus hat gesagt: „Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben.“ Ich HABE diesen Weg und diese Wahrheit nicht, weil ich auf keinem archimedischen Punkt stehe. Aber Gott kann mir Weg und Wahrheit eröffnen, wenn er es will.

    Nirmalo: „Jesus kam als Lehrer zu uns, als ein Helfender und nicht,
    weil er sich für unsere albernen Programme interessiert hätte.“

    Jesus interessierte sich sehr wohl für unsere weltliche Existenz: für körperliche und seelische Leiden und für unsere „albernen“ Lebens- und Glaubens-„Programme“. Andernfalls hätte er niemanden geheilt und niemandem das Evangelium gepredigt.

    Sein Reich ist eben nicht von, aber in dieser Welt.

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  10. Klaus: „Wenn wir die Wirklichkeit nicht kennen und unsere Sinne sie nicht fassen können – woher weißt du dann von ihr?“

    Das kann ich nicht sagen. Schau selbst.

    🌼

    Klaus: „und sei es das Konstrukt des Unglaubens“

    Wenn du beispielsweise an fliegende Pferde glaubst, betrachtest du den Himmel mit diesem Konzept. Wenn ich diesen Glauben nicht teile, ist das nicht auch ein Konzept.

    Ich habe tagsüber und in Begleitung am wolkenlosen Himmel auch schon Ungereimtes gesehen. Klar war: Kein Flugzeug, keine Sternschnuppe, kein Satellit. Und… kein Konzept dazu.

    Während ich ohne Konzept, schaue, was ich sehe, betrachtest du die Dinge
    durch dein Glaubenskonstrukt – wie immer es auch en detail aussehen mag.

    Diese nüchterne Feststellung dient der Klarheit in der Kommunikation:

    Wir beide haben nicht den
    selben Blick auf die Dinge.

    …worin ich kein Problem sehe.

    🌼

    Klaus: „Niemand steht auf dem archimedischen Punkt außerhalb der Welt und ihrer Einflüsse, denn dann wäre er Gott.“

    Es schadet nicht, die Dinge mal aus verschiedenen Perspektiven zu betrachten und neben der Froschperspektive können wir in vielen Bereichen gelegentlich auch die Vogelperspektive wählen.

    Wir können ohne jede Anmaßung die
    Intelligenz in vollem Umfang nutzen.

    🌼

    Klaus: „Es gibt verschiedene Arten der Wahrheit“

    Ja. Wenn dich das Thema Wahrheit interessiert, dann vielleicht auch dies hier:
    https://philosophischereplik.home.blog/wahrheit-2/

    🌼

    Klaus: „z.B. künstlerische, philosophische und religiöse [Wahrheit]“

    Diese drei Formen der Wahrheit sind mir (wenn es sie gibt), bisher fremd.

    🌼

    Klaus: „Ich bin auf dem Weg der für mich entscheidenden Wahrheit nicht allein“

    Klaus, der Wahrheit halber muß es gesagt sein: Auf
    dem Weg der Wahrheit bist du mutterseelenallein.

    🌼

    Klaus: „weil ich auf keinem archimedischen Punkt stehe“

    Doch, stehst du. Dreh dich um. Dreh dich um die Achse:
    Du kannst es sehen…, du bist der Mittelpunkt der Welt.

    Alles Geschehen der Welt dreht
    sich peripher… um deine Mitte.

    🌼

    Klaus: „Gott kann mir Weg und Wahrheit eröffnen“

    Nein, wir müssen tun,
    was wir tun können !

    Das Göttliche ist dir eh näher als dein Herzschlag.

    Für das, was wir tun können, aber nicht
    tun…, ist niemand sonst verantwortlich.

    🌼

    Klaus: „Jesus interessierte sich sehr wohl für unsere weltliche Existenz: für körperliche und seelische Leiden und für unsere „albernen“ Lebens- und Glaubens-„Programme“.“

    Dein Glaube ist dir unbenommen. 😇

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    1. Gut, so sind auch die Unterschiede deutlich herausgearbeitet.

      Ich schließe mit einem Wort aus Proverbia 15,33:

      Jahwefurcht ist Zucht zur Weisheit,
      aber der Ehre geht die Demut voran.

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  11. Klaus: „so sind auch die Unterschiede deutlich herausgearbeitet“

    Ja, das ist wichtig – wegen der Klarheit.
    Klarheit und Wahrheit sind Zwillinge.

    🌱

    Salomon: „Jahwefurcht ist Zucht zur Weisheit“

    Ohne Ehrfurcht und Stille gibt es keine Weisheit.

    🌱

    Salomon: „aber der Ehre geht die Demut voran.“

    Ehre wird keine gebraucht.

    Wer auf Ehre aus ist, muß um die
    Weisheit einen großen Bogen machen.

    Wer auf Anerkennung aus ist, hat noch einiges
    an Wegstrecke bist zum Anblick der Weisheit.

    Demut wird auch keine gebraucht, aber Ehrfurcht.
    Weisheit und Wahrhaftigkeit sind nicht demütig!

    Zwischen Demut und Ehrfurcht
    besteht ein großer Unterschied!

    Guats Nächtle! 🌙

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  12. Der Weisen Zunge bringt gute Erkenntnis;
    aber der Toren Mund… speit nur Torheit.

    ― Salomon 15,7

    Zum zweiten Teil des Satzes ist nichts
    zu sagen, doch der erste stimmt so nicht:

    1. Weisheit kann nicht vermittelt werden. Nachrichten,
    Informationen, Texte, sogar Weisheitstexte können ver-
    mittelt werden, aber keine einzige Weisheit ist verfügbar.

    Wäre es anders: Die Welt wäre mit Weisheit übersättigt.

    Um Weisheit als Weisheit erkennen zu können, muß sich auch
    der Rezipient… in einer entsprechenden Schwingung befinden.

    Andernfalls trifft der Satz mit den „Perlen vor die Säue“.
    Gut, so unverschämt würde ich selbst nicht formulieren!
    Aber dem Sinn nach stimmt`s, Weisheit fordert Offenheit.

    🔆

    2. Erkenntnisse können nicht gelehrt oder sonstwie
    übertragen werden. Sie sind nicht objektivierbar.

    Eine Erkenntnis kann nur jeder selbst und nur für
    sich gewinnen, wenn der Augenblick gekommen ist.

    Auf das Eintreffen einer Erkenntnis haben wir keinen Einfluß.

    So wie niemand weiß, wann das
    Pfingstgeschehen eintreten wird.

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    1. Die Weisheit und Erkenntnis anderer kann vermittelt werden.
      Diese Weisheit und Erkenntnis anderer kann dem selbst nach Weisheit und Erkenntnis Suchenden helfen, zu eigener Weisheit und Erkenntnis zu kommen.

      Insofern kann der Weisen Zunge zu guter Erkenntnis verhelfen, wenn sie auf einen Weisen trifft, der nicht fraglos übernimmt, sondern weiterdenkt und -sucht.

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  13. Hallo Klaus!

    Du sagst: „Die Weisheit und Erkenntnis anderer kann vermittelt werden“

    Ein bedeutender Unterschied: Weise Worte und weise
    Texte können vermittelt werden – aber keine Weisheit.

    Die Weisheit ist in DIR, nicht
    in den Worten oder Texten.

    In DIR kann sie in Schwingung gebracht werden.

    Bist DU in der Frequenz der Weisheit,
    bist du eins… mit den weisen Worten.

    Weisheit ist NICHT irgendwo draußen.

    Weise, Meister, Gurus können nur etwas
    anregen – was schon da ist – mehr nicht.

    Du sagst: „Diese Weisheit und Erkenntnis anderer kann dem selbst nach Weisheit und Erkenntnis Suchenden helfen, zu eigener Weisheit und Erkenntnis zu kommen“

    Bist du nicht bereit, dich der Weisheit zu öffnen,
    kannst du so viel lesen wie du willst, ganze Bibliotheken
    verschlingen oder Armeen weiser Männern zuhören – vergeblich.

    Das ist mit den Perlen gemeint.

    Oder daß auf einem nackten Felsen kein Korn wachsen kann: Die
    Bedingungen müssen stimmen, sonst sind alle Worte für die Katz.

    Erlaubst du dir, dich DEINER Weisheit zu öffnen,
    bist du nicht mehr von guter Literatur abhängig.

    Du sagst: „…der nicht fraglos übernimmt, sondern weiterdenkt“

    Skepsis ist wichtig, Anzweifeln ist wichtig, aber:

    Das Denken ist nicht das Tor zur Weisheit.
    Weisheit ist nichts Intellektuelles.

    Im Bereich der Weisheit…
    ist das Denken Nebensache.

    Meistens sogar DAS Hindernis.

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  14. @ Im Bereich der Weisheit…

    Seit Jahren bin ich wieder über Baba Wanga gestolpert.
    Wie kann man blind so viel sehen.

    Die Welt ist Klang.

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  15. Wo bleibt da die Allmacht? Gute Frage! Gott hat zwar nicht den Menschen sich gleich gemacht, aber er hat sich den Menschen gleich gemacht – er ist Mensch geworden in Jesus Christus. Auf diese Weise hat er tatsächlich darauf verzichtet, allmächtig alles zu kontrollieren. Er hat sich vielmehr der Macht der Mächtigen ausgeliefert. Und gerade so hat er die Macht seiner Liebe zu den Menschen bewiesen: Er hat ihrem Treiben kein Ende gemacht, sondern hat sie gewähren lassen.

    Und ja, er hat sein Erbe in unsere Hand gegeben: Wir sollen diesen Jesus Christus bezeugen durch unsere Worte und Taten. So viel traut Gott uns zu. Natürlich kann er selbst für sein Erbe sorgen; aber er liefert es uns aus, weil er treue, verantwortliche Menschen aus uns machen möchte. Dazu tut er sich auch uns kund („spricht“ er zu uns). Aber wir sind keine selbsternannten Sprecher Gottes, sondern von ihm dazu berufene.

    Was für ein Gott! Der sich klein macht, um uns groß zu machen.

    Und was für Menschen! Die sich groß tun, um nicht klein zu erscheinen.

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  16. @ Bist du nicht bereit, dich der Weisheit zu öffnen,
    kannst du so viel lesen wie du willst, ganze Bibliotheken
    verschlingen oder Armeen weiser Männern zuhören – vergeblich.

    Das ist mit den Perlen gemeint.

    Ups, ich habe das Gefühl alle Bibliotheken des Vatikans
    gelesen zu haben. In AREA 51 gehe ich ein und aus wie es
    mir beliebt.

    Perlen konnte ich da keine finden.

    Wofür Perlen vor die Säue streuen.
    Vielleicht sind die Perlen auch nur ein Gleichnis.

    Unser Gehirn war noch niemals DA Draussen und soll Perlen
    von Sandkörnern unterscheiden.

    Unser Gehirn hat noch niemals eine Perle gesehen, gehört,
    getastet, geschmeckt oder gerochen.

    Oder trägst du dein Gehirn nicht isoliert von der Außenwelt ?

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  17. Die Vertikale kann man nicht von der Horizontalen trennen.

    Da Vinci stellte den Menschen in der Würfel-Kugel dar.
    Sicher nicht ohne Grund.

    Die Würfel-Kugel symbolisiert das männliche und das
    weibliche Prinzip der Natur.

    Realität und Wirklichkeit unterscheiden sich darin, dass die Realität
    geschlechtlich aufgebaut ist, was für die Wirklichkeit nicht
    zutrifft.

    Geschlechtlichkeit entsteht erst durch die Polarität.

    „Ich bin ein Teil vom Teil der anfangs EINS war.“

    Verstehst du die Stimme Gottes nicht ?
    Vielheit durch Einheit.

    Die Vertikale teilt sich in fast unendliche Horizontalen.
    Wie viele Erdachsen gibt es ?

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  18. Für die Katholiken ist
    heut Freudensonntag:

    Laetare! (Freue dich!)

    🌷

    Gerd: „Die Vertikale kann man nicht von der Horizontalen trennen“

    Vertikale und Horizontale sind bloß Hilfs-Ideen… für die Horizontale.

    Dafür haben wir in dieser Frequenz den Verstand mitbekommen,
    daß wir (wie auch der Da Vinci) ihn für praktische Dinge nutzen
    können. Für Wesentliches ist er zu klein und auch nicht zuständig.

    Erdachsen sind auch
    Erdachtes

    🌷

    Zitat: „Ich bin ein Teil vom Teil der anfangs EINS war.“

    Die EINheit ist von all dem unberührt.

    Die Nutzung des Verstandes und seine
    Konstrukte tangieren die Einheit nicht.

    Die Realität(en) stört
    die Wirklichkeit nicht.

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  19. Der Verstand ist in der Realität nütze, nicht
    in der Wirklichkeit. Auf der Horizontalen ist
    er nütze, nicht in der Vertikalen.

    Beim Einkauf ist er nütze, nicht in der Stille.

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  20. Nirmalo

    @ Vertikale und Horizontale sind bloß Hilfs-Ideen… für die Horizontale.

    Ja, aber wie soll man die Materie einen Materialisten ohne
    Materie erklären. Er braucht den Raum als Bezugssystem.
    Ein offenes System kann er nicht akzeptieren.
    Die Hauptsätze der Thermodynamik betrachten ein
    geschlossenes System und können im Universum keine
    Gültigkeit besitzen.

    @ Die EINheit ist von all dem unberührt.

    Ja, denn die Einheit ist ja auch nicht die Dinge.
    Sonderfall: Annäherung an die Einheit durch Frequenzen.

    Das kann bis zur Aufhebung physikalischer Naturgesetze
    führen.
    Wenn der Funke überspringt.

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