Hilft Gebet?

Schauen wir uns mal eine exponierte Stelle zum Thema im Evangelium an.

Jesus wurde von den Römern auf grausamste und brutalste Weise hingerichtet. Schließlich hängt er, in dem sich das Göttliche zeigt, am Kreuz und erleidet die Qualen wie jeder normale Mensch. Er ist so verzweifelt, dass er ruft: mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?

Mit dieser tiefsten Gottverlassenheit endet die Passionsgeschichte. Beten hilft also nicht, oder?

Auf den zweiten Blick sieht es anders aus. Der verzweifelte Schrei Jesu an Gott und sein Glauben an Gott bleiben nicht unerhört. Zu Ostern feiern wir, dass Jesus auferstanden ist. Er lebt weiter bei Gott. Und diese Hoffnung dürfen auch wir Menschen haben.

Gebet hilft. Gebete werden erhört. Sie werden vielleicht nicht so erhört, wie Janis Joplin es in einem Song möchte, wenn sie Gott bittet, ihr doch bitte einen Mercedes-Benz zu schenken. Aber Gebete werden so erhört, wie sie für uns Menschen gut sind.

Deshalb sollen wir beten. Selbst formulierte Gebete helfen, indem wir, wenn wir sie sprechen, uns psychologisch klar werden, was uns gerade bedrückt. Und, viel wichtiger, Gebete helfen auch deswegen, weil Gott sie erhört.

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