Die Tiroler sind lustig

Die Tiroler sind lustig, die Tiroler sind froh, so beginnt ein deutsches Volkslied. 

Zeitweise waren die Tiroler tatsächlich lustig, weil die Lockerungen bei ihnen so locker waren, dass man sich überhaupt nicht mehr in einer Pandemie wähnte. Derzeit sind manche von ihnen aber nicht mehr so lustig, weil der ein oder andere infiziert ist, besonders aber auch deswegen, weil selbst Österreich mit der Bundespolizei den Zugang zu dem österreichischen Bundesland Tirol absperrt und Menschen dort nur noch mit einem negativen Coronatest ausreisen dürfen. Auch Bayern macht das so. Deswegen sind einige Tiroler verschnupft, auch, wenn sie in ihrem Ländchen selbst vielleicht durchaus nach wie vor lustig sind.

Des Weiteren ist heute Faschingsdienstag, der aber doch etwas anders aussieht als vor einem Jahr. Vor nämlich etwa einem Jahr, in den Faschingsferien, waren viele Bayern irgendwo in Österreich beim Skifahren, viele auch in Südtirol. Danach kamen sie wieder, ihre Kinder gingen etwa eine Woche in die Kitas und Schulen, bis dann gegen Ende der Woche Südtirol zum Risikogebiet erklärt wurde, nachdem die Kinder sich gut und ausgiebig dort durchmischt hatten. Und die Lehrer ebenfalls. Damals hatte man die Sache mit der Pandemie irgendwie noch nicht so im Griff und verstanden, wie heute, und vermutete, dass das Virus vielleicht immer noch ein rein chinesisches Problem sein könnte. Aus China nahm man gerne günstige elektronische Produkte, das Virus sollte aber dort bleiben.

Heutzutage inszeniert sich China als der große Retter, indem es seinen Impfstoff über möglichst viele Länder ausschüttet, wenngleich es damit natürlich vergessen machen möchte, dass das Virus aus China kam, wo es aufgrund der autoritären Strukturen lange Zeit nicht erwähnt werden durfte und so sein verheerendes Unwesen treiben konnte.

Und wie schaut es aus mit Faschingsdienstag? Letztes Jahr tummelten sich die Leute in München auf dem Viktualienmarkt, dicht an dicht, und zwischen ihnen das Virus. Heute hat das Virus es viel schwerer, irgendeinen wird zu finden, weil sich niemand mehr tummelt. Schade, dass Fasching ausfällt, aber aus Sicht des Virus ist die Sache natürlich auch schade, weil es sich schon so verändern muss, damit es sich überhaupt noch übertragen kann.

Derweil hört man, dass der Impfstoff von AstraZeneca die Menschen erstmal krank macht, zumindest einige von ihnen. Somit könnte sich dieser Impfstoff zu dem Stoff entwickeln, den keiner haben möchte. Zum Glück gibt es noch den Impfstoff von Biontech Pfizer, auf den viele warten, den Stoff, aus dem die Träume sind.

Der Kampf gegen das Virus ist also in keiner Weise irgendwie gewonnen und noch ist unklar, wie das Rennen ausgeht. Es bleibt spannend, um es mal euphemistisch zu formulieren. Der Faschingsdienstag jedoch spielt den Virus diesmal nicht in die Hände.

Titelbild: Viktualienmarkt in München aus einem früheren Jahr.

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