Was ist die Welt und das Universum?

Philosophieprofessor Markus Gabriel würde wohl sagen:

Die Welt und das Universum werden durch die Summe aller Tatsachen ausgedrückt und abgebildet.

Eine Tatsache ist beispielsweise, dass Sie gerade diesen Text lesen.

Eine andere Tatsache ist es, dass Sie ein Mensch sind. Und dass Sie eben die Augen geöffnet hatten oder diesen Text angehört haben. und dass sie heute Nacht geschlafen hatten. Und dass die Erde eine Art Kugel ist. Und dass die Erde um die Sonne kreist. Und dass der Mond um die Erde kreist. Und dass Menschen in der Regel zwei Beine haben. Und dass heute Sonntag ist. Und dass die Farbe Grün auf Sie grün wirkt. Und so weiter.

Theoretisch könnte also alles, was es gibt und was ist, tatsächlich durch die Summe aller Tatsachen ausgedrückt werden.

Aber Sie merken schon, so richtig zielführend ist das auch nicht, denn die Summe aller Tatsachen ist aller Vermutung nach unendlich.

19 Gedanken zu “Was ist die Welt und das Universum?

  1. Fisch: „Die Welt und das Universum werden durch die Summe aller Tatsachen ausgedrückt und abgebildet.“

    Die Welt, das Universum, das für uns Sichtbare und das Unsichtbare ist unendlich viel größer als das, was wir unter „Summe“ und „Tatsache“ verstehen.

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  2. godfish: „So richtig zielführend ist das auch nicht, denn die Summe aller Tatsachen ist aller Vermutung nach unendlich.“

    Nirmalo: „Die Welt, das Universum, das für uns Sichtbare und das Unsichtbare ist unendlich viel größer als das, was wir unter „Summe“ und „Tatsache“ verstehen.“

    Ich stimme beiden Sätzen zu. Darum ist es müßig, auf diesem Wege eine Antwort zu suchen auf die Frage „Was ist die Welt und das Universum?“

    Könnte es sein, dass man dem Wesen (= Was-sein) von Welt und Universum näherkommt, wenn man sie als Schöpfung Gottes versteht?

    Ihr Wesen wäre dann, der Ort der Liebe Gottes zu seinen Geschöpfen, seiner Beziehung zu ihnen und seines liebevollen Handelns an ihnen zu sein.

    Das wäre dann auch so etwas wie ihre Summe (von lat. summa = Hauptsache, Hauptgedanke, Inbegriff, Gesamtergebnis).

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  3. Gedichte zu den Rätseln des Universums,
    über Raum und Zeit nicht frei von Heiterkeit

    DUNKLES UNIVERSUM

    Am Anfang war der Urknall,
    Um uns herum der Nachhall.
    Das Weltall in Expansion
    Milliarden Jahre nun schon.

    Es sind dabei die Galaxien
    Einander rasant zu entflie’n.
    Da ist keine Wende in Sicht,
    Irgendwann geht aus das Licht.

    Dunkle Materie ist rätselhaft,
    Dunkle Energie nicht minder.
    Das Wissen ist noch lückenhaft,
    Man kommt nicht recht dahinter.

    Es braucht wohl wieder ein Genie,
    Gar eine neue Theorie.
    Den Kosmos ganz zu versteh’n,
    Wird noch etwas Zeit vergeh’n.

    EINSTEIN RELATIV LYRISCH

    Zeit ist relativ,
    Man hat sie leider nie.
    Einstein forschte intensiv,
    Offenbarte sein Genie:
    Konstant das Tempo von Licht,
    Schneller geht es nunmal nicht.
    Ein weiteres Resultat: E = m c ²
    Er brachte die Raumzeit ins Spiel,
    Eine Feldgleichung war das Ziel.
    Masse krümmt umgebenden Raum –
    Revolutionäres war gedacht,
    Wissenschaft vorangebracht.

    DAD SCHWARZE LOCH

    Ein kosmisches Schwergewicht,
    Zu keiner Diät bereit;
    Sternenstaub das Hauptgericht,
    Verschmäht wird keine Mahlzeit.
    Die Materie superdicht,
    Stark verbogen die Raumzeit;
    Dem Monster entkommt kein Licht,
    Gefängnis für die Ewigkeit.
    Der Ereignishorizont ist Grenze,
    Dahinter ist einfach Sense.

    MONSTERCRASH 🌚⚔️🌚😉

    Zwei Schwarze Löcher im Streit,
    Das kommt vor von Zeit zu Zeit.
    Auch einen Neutronenstern
    Rempeln diese Monster gern.

    Die gewaltige Kollision
    Bringt das Weltall zur Vibration,
    In die Raumzeit ein paar Dellen,
    Dazu Gravitationswellen.

    Diese gehen auf die Reise,
    Zieh’n im Kosmos ihre Kreise.
    So erfährt auch unser Planet,
    Was da draußen vor sich geht.

    STERNENBETRACHTUNG

    Deklination und Rektaszension
    Bestimmen die Sternposition.
    Die Parallaxe indessen
    Hilft beim Entfernung messen.

    Wir sehen Sterne Blau und Rot,
    Neugeboren, auch kurz vorm Tod;
    Oder uns’rer Sonne ähnlich,
    Mittelalt und leuchtend gelblich.

    Da gibt es Riesen und Zwerge
    Verschiedenster Leuchtstärke;
    Solisten und Mehrfachsterne,
    Recht nah und in weiter Ferne.

    Sternenheimat sind Galaxien,
    Die mit ihnen durchs All zieh’n.
    Meist von Planeten umgeben,
    Gibt’s ohne Sterne kein Leben.

    STERNENSCHICKSAL

    Wasserstoff zu Helium
    Ist der Sterne Tonikum;
    Im Innern die Kernfusion
    Ist der Sterne Profession.
    Eruption und Protuberanz
    Sind nur oberflächlicher Tanz.

    Sterne sind bis zum Ende
    Geburtsort der Elemente.
    Nach dem Eisen letzter Gruß,
    Machen Sterne damit Schluss.
    Für Elemente superschwer,
    Muss eine Supernova her.

    Sterne entsteh’n und vergeh’n,
    Das ist im All Normalgescheh’n.
    Der Mensch, ein Kind der Sterne,
    Betrachtet’s aus der Ferne.

    DER ROTE PLANET

    Wenn man so auf Mars schaut,
    Rostrot schimmert seine Haut.
    Der äußere Nachbar der Erde
    Ist ein ziemlich kalter Gefährte.
    Halb so groß, von ähnlicher Gestalt,
    Der Mensch will ihn besuchen bald.

    Der Planet ist mal nah, mal fern,
    Zieht exzentrisch um uns’ren Stern.
    Dünn ist seine Atmosphäre,
    Früher gab’s wohl sogar Meere.
    Vieles wird man noch ergründen,
    Vielleicht Lebensspuren finden.

    MERKUR

    Der Merkur auf der Innenbahn,
    Sprintet mit unheimlichen Zahn
    Um die Sonne Stunde um Stunde,
    Achtundachtzig Tage die Runde.

    Er ist der Kleinste der Planeten,
    Nahes Ziel für uns’re Raketen.
    Am Morgen blicken wir auf ihn,
    Auch abends sehen wir ihn zieh’n.

    Brütend heiß sind dort die Tage,
    Die Nächte dafür grimmig kalt.
    Lebensfeindlich ohne Frage,
    Wir würden wohl nicht allzu alt.

    UNSER MOND

    Der Mond ist aufgegangen,
    Zeigt seine narbigen Wangen.
    Er erhellt uns die finst’re Nacht,
    Bis der neue Morgen erwacht.

    Der Erde treuer Begleiter
    Stimmt uns mal traurig, mal heiter;
    Berührt das menschliche Gemüt,
    Gebannt man ihm ins Antlitz sieht.

    Verliebte mögen den Mondschein,
    Sind mit sich und dem Mond allein.
    Mondsüchtige treibt er aufs Dach,
    Auch Tiere bleiben länger wach.

    Der Mond besitzt enorme Kraft,
    Womit er die Gezeiten schafft.
    Doch er zieht sich langsam zurück,
    Entfernt sich leider Stück um Stück.

    Ohne Mond kämen wir in Not,
    Er hält die Erdachse im Lot.
    Wir woll’n vor dem zu Bette geh’n,
    Nochmal hoch zu Frau Luna seh’n.

    MONDFINSTERNIS

    Großes Schauspiel am Himmelszelt,
    Auf den roten Mond blickt die Welt.
    Frau Luna schaut sehr finster drein,
    Im Erdschatten so ganz allein.

    Nun abgeschirmt vom Sonnenlicht,
    Verdüstert sich das Mondgesicht.
    Das ist nicht allzu oft der Fall,
    Zu sehen auch nicht überall.

    Nur bei Vollmond zu verfolgen,
    Wenn denn mitspielen die Wolken.
    Der Eklipse Faszination
    Erlagen Menschen immer schon.

    Es bringt die Himmelsmechanik
    Uns das Mondlicht bald zurück.
    Der Erde treuer Begleiter
    Kann blicken wieder heiter.

    WETTLAUF ZUM MOND

    Am Anfang war der Sputnikschock,
    Gefolgt von Gagarin’s Wostok.
    Die Russen eilten weit voraus,
    Sonnten sich lange im Applaus.

    Kennedy hatte die Vision,
    Zum Mond sollte geh’n die Mission.
    Der Kampf der Systeme setzt ein,
    Nur ein Land konnte Sieger sein.

    Man hat dafür alles gegeben,
    Beklagte leider Menschenleben.
    Mit Apollo in den Mondumlauf,
    Die Landefähre Eagle setzt auf.

    Neil Armstrong war es vorbehalten,
    Das Sternenbanner zu entfalten;
    Doch stand am Ende im Wettstreit
    Ein großer Sieg für die Menschheit.

    SUPERMOND

    Der Mond über Haus und Wiese
    Zeigt sich heut‘ als wahrer Riese,
    Als ob er uns in der Krise
    Hier unten nicht allein ließe.

    Lang genug hat man ihn verschont,
    Nun will man wieder hin zum Mond.
    Höchste Zeit, dass ein Astronaut
    Mal wieder nach Frau Luna schaut.

    STERNENFREUNDE 🌟🌠🌜🔭

    Sie blicken zu Mond und Sternen,
    Sind den Planeten auf der Spur;
    Reisen zu des Weltalls Fernen,
    Wenn auch mit Teleskopen nur.

    Unterwegs in finsterer Nacht,
    Im Banne der himmlischen Pracht;
    Licht aus, Sterne an, klare Sicht –
    Viel mehr brauchen sie dazu nicht.

    Rainer Kirmse , Altenburg

    Herzliche Grüße aus der Skatstadt

    Gefällt 1 Person

  4. Stephen Hawking und das Schwarze Loch

    STEPHEN HAWKING

    Stephen Hawking ist entschwunden,
    Hat sein Schwarzes Loch gefunden.
    Auf der Erde bleibt sein Platz leer,
    Die Wissenschaft vermisst ihn sehr.

    Fehlte ihm auch die Körperkraft,
    Sein Geist ist niemals erschlafft.
    Den Kranken gab er ein Beispiel,
    Nicht aufgeben gestecktes Ziel.

    DAS SCHWARZE LOCH

    Es ist weder schwarz, noch ist es ein Loch,
    Man sieht das obskure Objekt einfach nicht;
    Der dichten Materie entkommt kein Licht.
    Über Einzelheiten rätselt man noch.

    Es hat zugelegt seit seinem Entsteh’n,
    Wird auch demnächst nicht auf Diät geh’n.
    Es will sich alles einverleiben,
    Wir sollten dem Monster fernbleiben.

    Im Zentrum der Galaxie zu Hause,
    Saugt es Material auf ohne Pause.
    Man nennt dieses hier supermassiv,
    Es ist trotz seiner Fülle recht aktiv.

    Es wird von Sternen rasant umkreist,
    Was uns seine Existenz beweist.
    Eine Strahlung, nach Hawking benannt,
    Beobachtet man an Loches Rand.

    Der Ereignishorizont ist Grenze,
    Dahinter ist einfach Sense.
    Verrinnen will dort keine Zeit,
    Gefängnis für die Ewigkeit.

    Rainer Kirmse , Altenburg

    Herzliche Grüße aus Thüringen

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  5. Die Welt und das Universum ist die Bühne auf der das
    stattfindet was wir Leben nennen, mit ständig wechselnden
    Bühnenbild, was wir Zeit nennen.

    Der Stuhl mit der Aufschrift Regie war noch nie besetzt,
    Korrektur, noch kein Mensch hat den Meisterdramaturg
    je gesehen.

    Man kann aber darum wissen wer oder was hier der
    Unbewegte-Beweger ist.

    Wir sind so von der Bewegung fasziniert dass uns der
    Ursprung, die Ruhe, von Bewegung nicht in den Sinn
    kommt.

    Wer hat das Rad erfunden ?
    Kein Rad dreht sich ohne ruhende Achse.
    Kein Mensch könnte Wasser pumpen ohne ruhende
    Achse aus der die Kraft der Schwengelbewegung kommt.

    Ein Atom, sagt man, besteht zu 99,999999999 % aus nichts.
    Also auch der Mensch, die Sonne, die Galaxie, das Universum.
    Wie sollte sich ein Atom drehen können ohne ruhende
    Achse aus der die Kraft für die Bewegung kommt.

    Kein Rad rollt jemals von alleine.
    In Bewegung muss Energie hineingesteckt werden.
    Keine Spiralgalaxie dreht sich ohne Energie.
    Woher kommt diese Energie ?
    Aus dem Urknall.

    Wer oder was hat die gewaltige Energie für den Urknall
    zur Verfügung gestellt ?
    Es handelt sich beim Urknall um elektromagnetische Energie.
    Es gab ja vorher noch keinen Raum.

    So kann man sich an die Antwort auf die grosse Frage
    herantasten.
    Die Bildwertung eines Universums wurde schon so oft
    erwähnt, dass es mich zum gähnen bringt.

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  6. Gut, Nähkästchen noch einmal auf.

    Am Anfang war der Logos und … bekannt ?

    Also vor dem Urknall gab es Energie.
    Diese Energie konnte sich nicht bewegen. Wohin auch.

    Merkst du worauf ich hinaus will ?

    Nennen wir diese Energie göttliche Energie oder Bewusstsein.

    Wem würde ein Urknall nützen wenn er nicht
    wahrgenommen werden könnte ?

    Also entstand mit dem Urknall auch die elektrische
    Sinneswahrnehmung.
    Wie sollte die Singularität (Gott, Bewusstsein) sich sonst
    ohne Wahrnehmung wahrnehmen.

    Gott sagte sich, ich denke also bin ich und nahm sich
    als Materie selbst wahr.
    Gott wusste das er sich nur selbst in sich selbst
    wahrnehmen kann und so entstand das Universum
    in Gott. Ausserhalb von Gott existiert kein Universum.

    Den Rest der Schöpfung kann sich jeder selbst stricken.

    Viel Spass beim Spiel mit der Fantasie.

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  7. Der Mensch und nur der Mensch kann erkennen das er
    defacto zwei Existenzen hat.

    Er existiert im physikalisch und im geistigen Universum
    gleichzeitig.

    Defacto als Welle und als Teilchen, aber gleichzeitig.
    Das kann kein Wissenschaftler verstehen und dafür gibt
    es auch keinen Nobelpreis.

    Es gibt kein entweder oder. Beides existiert gleichzeitig.
    Es gibt kein richtig oder falsch.
    Es gibt nur das Sein und das ist Grenzenlos, aber nicht
    unendlich.
    Die Unendlichkeit wird hier mit Grenzenlosigkeit
    verwechselt.
    Ein kleiner aber feiner Unterschied.

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      1. Fisch: „Kapiere ich jetzt nicht“

        Schon klar. Der Verstand liebt das entweder – oder.

        Jesus antwortete einmal auf eine „entweder-oder“-Frage:
        „Gebt dem Kaiser, was des Kaisers ist und Gott, was Gottes ist.“

        Kein Konflikt zwischen dem Gesellschaftlichen/Politischen und dem Spirituellen, zwischen dem Materiellen und dem Geistlichen, zwischen dem Menschlichen und dem Göttlichen.

        Der Verstand ist vorrangig für
        die Ebene des Materiellen gut.

        Wenn wir uns auf das Göttliche ausrichten, müssen wir ihn beiseite lassen.

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        1. Sehen Theologen nicht so. Wenn Gott dem Menschen den Verstand gegeben hat, dann darf der Mensch ihn auch einsetzen, auch, um ein wenig zu verstehen, wer und wie Gott ist.
          Und auch du argumentierst hier verstandesmäßig. Denn anders, als über unseren Verstand, könnten wir uns hier wahrscheinlich gar nichts unterhalten.

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  8. Fisch: „Sehen Theologen nicht so“

    Warum sollte uns interessieren, was irgend-
    welche Theologen sehen oder nicht sehen?

    Welche Relevanz sollte das für dich oder mich haben, außer:
    Sie hätten eine heißen Draht zum Göttlichen und wir beide nicht.

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  9. Fisch: „Wenn Gott dem Menschen den Verstand gegeben hat, dann darf der Mensch ihn auch einsetzen“

    Wer, bitte, sagt in diesem Faden, daß der
    Mensch den Verstand nicht nutzen dürfe?

    (Bitte konkret die Textstelle zitieren !)

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