In Ungarn beschwört man ja gerne, zumindest von höchster politischer Seite aus, gewisse Überfremdungsängste, vornehmlich durch Muslime. So kam es dem ungarischen Staatsfernsehen gerade recht, dass Spektakuläres aus Deutschland berichtet wurde. Die Stadt Essen nämlich habe sich zum Ramadan in die Stadt Fasten umbenannt.
Da sehe man mal, so der Tenor im ungarischen Staatsfernsehen, wohin das vermeintliche Einknicken vor Muslimen denn führen könne!
Was der Fernsehsender nicht wusste, weil er zu faul oder zu uninteressiert oder zu populistisch oder zu dumm oder alles zusammen war, um seriös zu recherchieren, ist, dass er lediglich von der Satireseite „Postillon“ völlig unhinterfragt einen satirischen Artikel als vermeintlichen Beleg für seine kruden Thesen wiedergegeben hatte.
Nun ja, noch ist Ungarn nicht verloren. Denn im Netz, auch im ungarischen offenbar, gab es Häme und Spott für den staatlichen Sender. Ganz so unkritisch sind einige Ungarn offenbar doch nicht dem Staatsfernsehen ins populistisch ausgelegte Netz gegangen.
Und warum beispielsweise Dösdorf Dösdorf heißt? Ach, denken Sie sich mal was Schönes aus. Und melden Sie ihre These beim ungarischen Staatsfernsehen, die haben noch freie Sendezeit.

tagesschau.de: Ungarisches Staatsfernsehen fällt auf deutsche Satire rein.
https://www.tagesschau.de/ausland/essen-fasten-ungarn-101.html



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