Alle 5 Sekunden stirbt ein Kind an Hunger

brotEs ist und bleibt ein Skandal, dass wir es noch immer nicht geschafft haben, den Hunger von dieser Welt zu verbannen. Der heute in Rom gestartete Hungergipfel der Vereinten Nationen (UN) hat es wieder einmal deutlich vor Augen geführt. 1.000.000.000 Menschen hungern. Alle fünf Sekunden stirbt ein Kind irgendwo auf der Welt an Hunger. – Und zahlreiche Regierungschefs zeigen durch ihre Nicht-Anwesenheit bei diesem Gipfel, wie (un)wichtig ihnen dieses Thema zu sein scheint.

Umso erfreulicher fand ich die deutlichen Worte, die der römisch-katholische Papst Benedikt XVI. gegenüber der UN und der Weltöffentlichkeit gefunden hat. Überfluss und Verschwendung seien angesichts des immer noch existierenden Hungers nicht akzeptabel. Und erst recht die Spekulation mit Getreide, welche die Nahrungsmittelpreise in die Höhe treiben, sowie Agrarsubventionen, welche das Preisgefüge zu Ungunsten ärmerer Länder verschöben, könnten nicht hingenommen werden. Und er machte auch sehr deutlich: „Die Welt hat genug Nahrungsmittel für alle Menschen.“

Ach ja: Und die neue Bundesregierung hat einen Entwicklungshilfe-Minister, der im Wahlkampf gesagt hat, dass er dieses Ministerium abschaffen will, denn es sei überflüssig …

Das darf uns nicht ruhig bleiben lassen! Ich würde mir einen gemeinsamen Appell und eine gemeinsame Anstrengung aller Kirchen weltweit wünschen, ihre Politikerinnen und Politiker auf der ganzen Welt immer und immer wieder mit diesem Thema zu konfrontieren, zu nerven, und sich nicht billig abspeisen zu lassen. Das wäre ein Zeichen gelebter Ökumene!

Die Zeit vor Weihnachten, das Fest, an dem wir die Geburt Gottes als Kind auf dieser Erde feiern, wäre m.E. doch ein sehr guter Zeitpunkt dafür, eine solche Anstrengung zu starten.

Fotograf: kochtopf – Quelle: http://www.flickr.de


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Kommentare

Ein Kommentar zu „Alle 5 Sekunden stirbt ein Kind an Hunger“

  1. Auch interessant zum Thema:

    „Es gibt genug Lebensmittel für alle“
    Vor dem Welternährungsgipfel: Spekulanten machen das Essen zu teuer für viele Menschen in armen Ländern. Selbst Bauern hungern, beklagt Oxfam-Expertin Marita Wiggerthale.

    mehr: http://www.zeit.de/wirtschaft/2009-11/welternaehrungsgipfel-wiggerthale

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