Der Montag nach dem Zelten also. Wie war es denn so?

Da ist er also schon wieder, dieser Montag. Und er ist nass, zumindest in München. Vom Himmel her. Von wo denn sonst? Nun, wie Sie gleich lesen werden, kann es auch von woanders her nass sein.

Das Zelten beispielsweise war ziemlich nass. Glücklicherweise hatte ich ein Campingzelt bei Amazon bestellt, das wasserdicht ist. Oder zumindest als wasserdicht beschrieben wird.

Die Wasserdichtigkeit bezog sich allerdings offenbar nur auf das Wasser, das von oben kam. Denn irgendein kluger Konstrukteur dieses Zeltes hat er vermutlich noch nie gezeltet. Das Zelt stand auf einer Matte und ist so konzipiert, dass es auf dieser Matte steht und stehen muss. Wenn nun also viel Wasser von oben kommt, was ja gewöhnlich bei Regen der Fall ist, tropft von den Seiten des Zeltes alles auf diese Matte und läuft dann von allen Seiten unter den Zeltboden. Dieser ist dummerweise, das hatte der Konstrukteur womöglich nicht bedacht, leider nicht wasserdicht. Irgendwann schwammen wir also in dem Zelt auf unseren Isomatten und wer es wagte, gelegentlich einen Arm links oder rechts neben die Isomatte zu legen, hatte den Arm im Wasser. So wie all die anderen Gegenstände, die man im Zelt ärgerlicherweise nicht auf Isomatten positioniert hatte. Rucksäcke, Taschen und so weiter.

Ich habe bei Amazon schon einmal angekündigt, dass ich dieses Ding zurückschicken werde. Denn ein Zelt sollte doch eigentlich vor Wind und Wetter und Regen schützen, besonders dann, wenn es als wasserdicht verkauft wird.

Auf dem Foto können Sie das Zelt sehen, das gerade in unserem Wohnzimmer zum Trocknen aufgestellt ist, bevor es dann für den Rückversand verpackt wird. Und ja, sollten Sie vorhaben, mit diesem Zelt, das sich „night cat“ schimpft, nur in Wohnzimmern zelten zu wollen, kann man es natürlich durchaus empfehlen. Für draußen ist es nicht uneingeschränkt geeignet bzw nur dann, wenn Sie ein trockenes Wetter garantieren können. Zelten in der Sahara beispielsweise dürfte damit unproblematisch sein.

Der Name „night cat“ trägt in dieser Hinsicht auch einen leicht ironischen Zug, sind Katzen doch eigentlich wasserscheu, und nachts vermutlich ganz besonders. Folgerichtig würde man doch vermuten, dass ein Zelt mit selbigem Namen den Bewohnern in der Nacht auch eine trockene Schlafstätte bieten sollte. Man wird ja noch träumen dürfen. Feuchte Träume.


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