
Die Tage tüteln so durchs Leben,
und wir tüteln durch die Tage.
Nicht zielstrebig.
Nicht verloren.
Eher
nebenbei.
Der Wecker klingelt,
der Kaffee dampft,
Gedanken bleiben
im Türrahmen stehen.
Wir scrollen uns wach,
klicken uns müde,
tragen Termine
wie lose Tüten
ohne Henkel.
Manches fällt raus.
Manches bleibt kleben.
Vieles merken wir
erst abends
auf dem Sofa
zwischen zwei Atemzügen.
Das Leben ruft selten laut.
Meist tütelt es leise,
summt vor sich hin,
während wir
noch schnell
dies
und
das.
Ein großes Dahingetütel.
Nicht schön.
Nicht schlimm.
Nur echt.
Und manchmal,
für einen kurzen Moment,
reißt die Tüte.
Dann fällt uns
das Leben
direkt
in die Hände.



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