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Ethische Begründung des Klimastreiks: Ein theologischer Blick auf Fridays For Future in München

In der pulsierenden Stadt München treffen sich heute Tausende von Menschen, getrieben von einem gemeinsamen Ziel: für den Schutz unseres Planeten zu demonstrieren und die Forderung nach dem Ende fossiler Brennstoffe zu unterstreichen. Die Fridays For Future Bewegung, die dieses Engagement trägt, präsentiert sich nicht nur als politische oder ökologische Bewegung, sondern berührt auch tiefgehende ethische und theologische Fragestellungen. Es geht um die Verantwortung des Menschen gegenüber der Schöpfung, um Solidarität, Liebe zum Nächsten und um die Zukunft der kommenden Generationen.

Die Schöpfung und die Verantwortung des Menschen

In vielen religiösen Traditionen, einschließlich des Christentums, wird der Mensch als Hüter der Schöpfung betrachtet. Die Erde wird nicht als lebloses Objekt gesehen, das nach Belieben ausgebeutet werden kann, sondern als Gottes Geschenk, das es zu bewahren gilt. In diesem Zusammenhang sind der übermäßige Verbrauch fossiler Brennstoffe und die damit verbundenen Umweltauswirkungen nicht nur eine ökologische Krise, sondern auch ein direkter Verstoß gegen diese göttliche Verantwortung.

Liebe zum Nächsten

Ein zentrales Gebot vieler Religionen ist die Nächstenliebe. Der Klimawandel betrifft uns alle, aber besonders hart sind oft diejenigen betroffen, die am wenigsten zu seiner Entstehung beigetragen haben: Menschen in Entwicklungsländern, die gegen steigende Meeresspiegel, Dürren und andere klimabedingte Katastrophen kämpfen müssen. Der Klimastreik in München, ebenso wie weltweit, erinnert uns daran, dass das Streben nach Klimagerechtigkeit auch ein Akt der Liebe und Solidarität ist.

Die Zukunft der kommenden Generationen

Kinder und Jugendliche stehen im Zentrum der Fridays For Future Bewegung. Ihr Engagement erinnert die älteren Generationen an ihre Verantwortung, eine lebenswerte Welt zu hinterlassen. Dies spiegelt das biblische Prinzip wider, dass jede Generation für die nächste sorgen sollte. Der Klimastreik ist somit auch ein Ruf nach Gerechtigkeit für diejenigen, die noch nicht geboren sind, aber die Folgen unserer heutigen Entscheidungen tragen werden.

Fazit

Der Klimastreik, der heute in München stattfindet, ist nicht nur ein politischer oder ökologischer Akt. Es ist ein tiefgreifendes ethisches und theologisches Statement über die Rolle des Menschen in der Schöpfung, über unsere Verantwortung gegenüber unseren Mitmenschen und über die Zukunft, die wir für kommende Generationen gestalten wollen. Es ist ein Ruf, unsere Beziehung zur Erde zu überdenken und unsere Verantwortung als Hüter der Schöpfung ernst zu nehmen. Es ist ein Aufruf zur Umkehr, zur Solidarität und zur Hoffnung. Es ist ein Zeichen dafür, dass die Jugend nicht nur die Zukunft repräsentiert, sondern auch heute aktiv daran arbeitet, diese Zukunft zu gestalten.

2 Kommentare

  1. Rainer Kirmse , Altenburg

    KLIMASTREIK

    Friday and everyday, it’s the right way.
    Blau machen für den blauen Planeten.

    Sie haben gekämpft, alles gegeben,
    die Politik zum Handeln gezwungen.
    Gegen Wachstumswahn und Profitstreben
    ist leider kein großer Wurf gelungen.

    So rauchen die Schlote munter weiter,
    Autos werden größer, Straßen breiter.
    Der Mensch, der einst lernte aufrecht zu geh’n,
    muss lernen, dem Wahnsinn zu widersteh’n.

    Was nützt uns Wohlstand und alles Geld,
    wenn am Ende kollabiert die Welt?

    Rainer Kirmse , Altenburg

    Herzliche Grüße aus Thüringen

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