Jeder 8. Studienanfänger zweifelt an Evolutionstheorie

zzz_affen1.jpgSicherlich ist es eine Theorie. Aber sie ist bisher doch recht wahrscheinlich. Gut, man kann sich kaum vorstellen, dass sich über Jahrmillionen beispielsweise ein Betriebssystem wie Windows einfach so aus sich selbst heraus entwickelt. Gedanken wie diese stehen sicher auch hinter der kritischen Einstellung gegenüber dieser Theorie. Es wird wohl noch längere Zeit dauern, bis die Faktenlage vielleicht immer klarer wird. Andrerseits gilt eben die Evolutionstheorie als sehr wahrscheinliche Arbeitshypothese.

Der umgekehrte Fall, nämlich eine wortwörtliche Auslegung des biblischen Schöpfungsberichts wird dem Thema aber sicher auch nicht gerecht. Denn die beiden Schöpfungsberichte der Genesis (1.Mose) sind gewissermaßen auch Erklärungsversuche für die Weltentstehung. Ein genaues Wissen darüber haben sie aber auch nicht, da ja niemand dabei war. Sie sind somit theologisch reflektierte, wissenschaftliche Analyse der damaligen Zeit. Zeitlos sind sie aber auch heute noch in ihrer tieferen Bedeutung: sie sehen Gott als Ursache des Seienden, als ersten Beweger, als schöpferische und dem Menschen zugeneigte Energie, als personale Existenz.

Es kommt somit weniger darauf an, die Evolutionstheorie als solche gänzlich zu hinterfragen – denn wissenschaftlich gesehen besitzen wir derzeit keine plausiblere Erklärung. Denn die verbalinspirative Sicht einer Weltschöpfung in 7 Tagen wird der historischen Bibelwissenschaft nicht gerecht, denn die Bibel geht auf verschiedene Redaktionsstufen und Redaktoren zurück. Allerdings reflektiert sie über den Urgrund allen Seins, Gott, und dies findet auch in den Schöpfungsberichten seinen Ausdruck: Gott hat die Welt erschaffen, das Universum und hat den Menschen in Existenz kommen lassen. Wie er das aber genau tat, können wir wohl kaum wissen. Aber er tat es sicherlich nicht in genau 7 Tagen. Dass er es aber letztlich tat, darüber ist die Bibel gewiß.

.

Und mag auch die Bibel verschiedene Redaktionsstufen haben, so werden diese doch im neuen Testament deutlich weniger, da die zeitliche Distanz zum Geschehen sehr gering ist. Die ersten erhaltenen Paulusbriefe sind nämlich gerade ca. 20 Jahre vom Ereignis der Auferstehung entfernt. An dieser Stelle zeigt sich somit eine sehr zeitnahe Sicht zu dem wohl wesentlichsten Geschehen der Menschheit: dass nämlich Gott sich selbst dem Menschen offenbarte, zeigte, wie er von seinem Wesen her ist – in Jesus.

> zum Artikel


Entdecke mehr von god.fish

Melde dich für ein Abonnement an, um die neuesten Beiträge per E-Mail zu erhalten.


Kommentare

21 Kommentare zu „Jeder 8. Studienanfänger zweifelt an Evolutionstheorie“

  1. ja, wissen und glauben sind schon zwei verschiedene dinge. also verstand gegen intuition.
    intuition kann auch falsch liegen.

    aber in gewisser weise unterwirft man sich auch schnell gewissen weltbildern, zb dem weltbild des reinen rationalismus.
    es gibt ja verschiedene denkmodelle, die je auch ihre gewisse berechtigung haben:
    http://de.wikipedia.org/wiki/Weltbild

Kommentar verfassen

Entdecke mehr von god.fish

Jetzt abonnieren, um weiterzulesen und auf das gesamte Archiv zuzugreifen.

Weiterlesen