
Die Welt ist laut.
Ein schriller Ton, der nicht verklingt.
Benachrichtigungen plärren im Chor,
Erwartungen hämmern an meine Tür.
Jeder will ein Stück, ein Wort, eine Sekunde.
·
Aber mein Akku ist leer.
Tiefrot und kurz vor dem Abschalten.
·
Ich drehe den Schlüssel im Schloss,
einmal, zweimal. Riegel vor.
Das Handy? Flugmodus.
Die Stimmen im Kopf? Stumm geschaltet.
·
Ich brauche keinen Applaus,
keine neuen Nachrichten, keine alten Lügen.
Ich brauche Stille.
Nicht die leere, tote Stille,
sondern die, die atmet.
·
Die, in der der Kühlschrank leise summt,
und mein eigener Herzschlag zum Beat wird.
In der mein Atem die einzige Melodie ist,
die zählt.
·
Lasst die Welt da draußen weiterdrehen,
sich selbst zerlegen und neu erfinden.
Hier drinnen,
in diesem Moment,
ziehe ich einfach den Stecker.
Und lausche der wunderbaren,
ohrenbetäubenden,
Ruhe.



Kommentar verfassen