Die Welt als Achterbahn

Donald Trump sitzt wieder an den Hebeln der Macht – und wieder nimmt er uns Tag für Tag mit auf seine Achterbahnfahrt. Mit einem zufriedenen Lächeln und festem Griff an den Schalthebeln jagt er die Welt durch steile Kurven, politische Loopings und überraschende Richtungswechsel.

Was wie ein Vergnügungspark aussieht, ist in Wahrheit eine globale Geisterbahnfahrt: Handelskriege statt Zuckerwatte, diplomatische Entgleisungen statt Souvenirfotos. Verbündete klammern sich an ihren Sitzen fest, während internationale Organisationen nach dem Notausstieg schielen.

Trump scheint es zu genießen. „America First“ hallt es durch die Lautsprecher, während er elegant an multilateralen Abkommen vorbeifliegt. Dass dabei die Bremsen entfernt wurden – ein Detail, das im Trubel leicht übersehen wird.

Die Welt schaut zu, mal mit Sorge, mal mit Faszination. Vielleicht, weil sie hofft, dass es nur eine Show ist. Oder weil sie hofft: Der Mann am Steuer hat den Fahrplan doch hoffentlich im Kopf?

Bitte bleiben Sie angeschnallt. Noch ist kein Ende der Fahrt in Sicht. Frühestens in vier Jahren. Frühestens.


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Kommentare

4 Kommentare zu „Die Welt als Achterbahn“

  1. Ich hoffe, Trump und seine Helfer fliegen bald aus der Kurve. Der Schaden wird unermesslich sein und nicht nur für die Verbündeten, sondern auch für Amerika.
    Also schaue ich genau hin, wenn Trump in die Kamera spricht – ich kann das nur für wenige Momente tun, sonst würde ich meine Faust in den Fernseher schnellen lassen – befinden sich Trump und seine Helfer im höchsten Grade im Machtrausch. Ich nehme an, man hat sich 4 Jahre darauf vorbereite, ohne Sinn und Verstand zu regieren.

  2. Ja, sie bauen die USA in einer Geschwindigkeit um, dass man gar nicht weiß, ob sich das noch stoppen oder umkehren lässt. Da kann einem wirklich ganz anders werden.

  3. ich frage mich, wielange die Amerikaner das mitmachen oder mittragen. Das kann icht ohne negative Auswirkungen in den USA bleiben. Vielleicht rasen Trump und Konsorten deshalb mit ihren Dekreten durch die Zeit, weil ihnen der Rückhalt in den Bundesstaaten aauch schon aus den eigenen Reihen abhanden kommt.

    Im Grund ist es schwer nachzuvollziehen, das ein Verurteilter und offensichtlich pathologisch ein Narzisst, die Freigabe für so viel Macht bekommt, ohne das das Gesetz einschreiten kann.

    Hinter solche Menschen kann es doch nur verbrannte Erde geben.

    Sichtbar eng wird es im wahrsten Sinne des Wortes in dieser Hinsicht für Musk. Sein Tesla geht grade im Flammen unter und er kann es nicht aufrhalten. Und er kann die Welt grade nicht verstehen, außer, daß das nur die Linken sein können.

    Warum giert er zur Zeit so nach der Macht? Man spricht von ihm als den reichsten Mann der Welt und daran erkennt man, dass die Grier grenzenlos ist.

    Trump und Musk sind eine unsägliche Verbindung, die sich gegenseitig in ihrem Negativen verstärken.

  4. Es ist halt die Frage, ob es noch einmal so wird, wie vorher, also ob die Demokratie überhaupt überleben kann in den USA. Ich bin da wirklich sehr skeptisch. Es könnte sein, dass da gerade eine Autokratie entsteht, in welcher es zwar pro forma noch Wahlen gibt, aber letztlich dann nur eine Partei, die tatsächlich gewählt werden kann, weil der anderen Partei dann hohe Hürden in den Weg gestellt werden. Irgendwie so in die Richtung könnte es laufen, wenn es schlecht läuft. Aber gut scheint es gerade nicht zu laufen.

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